Rente - Alles zum Thema Rentenhöhe der Altersrente

Erfahren Sie mehr, ab wann Sie mit welchen Rentenzahlungen im Alter rechnen können. Sie erhalten zahlreiche wichtige Informationen zur Berechnung der Rente anhand der Rentenformel. Alle damit verbundenen Begrifflichkeiten, wie Entgeltpunkte, Rentenwert, Rentenartfaktor und Zugangsfaktor werden erläutert. Neben den wichtigsten Fragen und Antworten können Sie sich mit unserem Rentenrechner schnell und einfach überschlägig informieren, wir hoch Ihre Rente in der Zukunft ausfallen wird.

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Die 10 wichtigsten Fragen zum Thema Rentenhöhe der Altersrente

  • 01.

    Wann kann ich eine Regelaltersrente beziehen?

    Deutschland wird immer älter – mit Folgen für die Rentenversicherung. Das Renteneintrittsalter wurde in den letzten Jahren Schritt für Schritt heraufgesetzt. Arbeitnehmer, die vor dem Jahr 1947 geboren wurden, konnten noch mit 65 Jahren in Rente gehen. Jedes spätere Geburtsjahr verlängert die Lebensarbeitszeit um einen Monat, jetzt sogar um zwei Monate. Ab Jahrgang 1967 gilt das Renteneintrittsalter von 67 Jahren. Mit Eintritt in das gesetzlich vorgesehene Rentenalter wird die Regelaltersrente ohne Abzüge gezahlt. Voraussetzung ist eine Mindestwartezeit von 5 Jahren.

  • 02.

    Gibt es Ausnahmen für bestimmte Personengruppen?

    Besondere Regelungen für den Renteneintritt gibt es z.B. für Schwerbehinderte mit einem Behindertengrad von mehr als 50 Prozent. Wenn sie 35 Jahre Wartezeit erfüllt haben, können sie mit 65 Jahren in Rente gehen. Bereits drei Jahre früher, also nach ihrem 63. Geburtstag, können sie frühzeitig verrentet werden – dann allerdings mit Abschlägen. Auch für Menschen, die im Bergbau tätig waren, gibt es Ausnahmen. Für unter Tage arbeitende Lohnempfänger gilt ein Renteneintrittsalter von 62 Jahren, allerdings müssen sie eine Wartezeit von 25 Jahren vorweisen können.

  • 03.

    Was ist die Rente für besonders langjährig Versicherte?

    Wer bereits frühzeitig begonnen hat zu arbeiten, der hat über viele Jahre in die Rentenkasse eingezahlt. Das betrifft vor allem Arbeiter und Angestellte, die nach dem Schulbesuch eine Ausbildung schnell abgeschlossen haben. Besonders langjährig Versicherte haben ein Anrecht auf einen vorzeitigen Rentenbeginn. Dafür müssen sie eine Wartezeit von 45 Jahren vorweisen können. Dann ist ein Renteneintritt mit 65 Jahren möglich, ohne Abschläge in Kauf nehmen zu müssen.

  • 04.

    Und wenn ich früher in Rente gehen möchte?

    Ein früherer Renteneintritt ist in der gesetzlichen Rentenversicherung nur möglich, nachdem 35 Jahre Wartezeit eingehalten worden sind. Das ist mit dem 63. Lebensjahr möglich, allerdings müssen die Rentner finanzielle Einbußen hinnehmen. Für jeden Monat, den der Arbeitnehmer früher in Rente geht, wird ein Abschlag von 0,3 Prozent vorgenommen. Liegt das Renteneintrittsalter also bei 67 Jahren und der Bürger möchte bereits mit 65 Jahren berentet werden, so erhält er jeden Monat 24x 0,3 Prozent – also 7,2 Prozent weniger Rente als bei der regulären Altersrente. Außerdem mindern sich seine Rentenbezüge, weil er keine Entgeltpunkte mehr bis zum Erreichen des Regeleintrittalters mehr erwirbt.

  • 05.

    Zählen auch Ausbildungs- oder Wehrdienstzeiten für die Rente?

    Bei der Ermittlung der Wartezeit werden die Zeiten für die Ausbildung und den Wehrdienst berücksichtigt. Auch Kindererziehungszeiten werden angerechnet. Zeiten d er Arbeitslosigkeiten zählen ebenfalls für die Rente, wenn Anspruch auf Arbeitslosengeld bestand. Nicht anerkannt werden dagegen Zeiten für ein Hoch- oder Fachhochschulstudium.

  • 06.

    Wie gerecht ist die Rentenformel?

    Die Höhe der künftigen Monatsrente wird nach folgender Formel berechnet:

    Entgeltpunkte × Rentenwert × Zugangsfaktor × Rentenartfaktor = Monatsrente

    Dabei berücksichtigen die Entgeltpunkte den Bruttoverdienst des Arbeitnehmers. Nach oben hin sind diese Entgeltpunkte durch die Beitragsbemessungsgrenze gedeckelt. Je mehr Arbeitsjahre zusammenkommen, desto mehr Entgeltpunkte konnten erworben werden. So erhalten also Arbeitnehmer, die lange Jahre eingezahlt haben, auch eine höhere Rente. In Deutschland gibt es nach wie vor unterschiedliche Rentenwerte für Beschäftigte in Ost und West. Das soll den immer noch verschiedenen Lebensverhältnissen Rechnung tragen.

  • 07.

    Welchen Einfluss hat das derzeitige Bruttoeinkommen auf die Rentenhöhe?

    Für die Ermittlung der korrekten Rentenhöhe muss der gesamte Bruttoverdienst aller Beschäftigungszeiten berücksichtigt werden. Daher sind korrekte Angaben zur Höhe der Rente auch so schwer zu ermitteln. Das aktuelle Bruttogehalt kann daher immer nur die Grundlage für eine Schätzung sein. Für die Berechnung mit Hilfe unseres Rentenrechners werden für das derzeitige Gehalt die Entgeltpunkte ermittelt. Für jedes Lebensjahr darunter ein Prozent weniger Entgeltpunkte berücksichtigt, für alle weiteren Jahre 1 Prozent mehr. So wird der im Laufe eines Arbeitslebens steigende Lohn simuliert.

  • 08.

    Wie werden Entgeltpunkte ermittelt?

    Ein Faktor der deutschen Rentenformel sind die Entgeltpunkte. Grundlage ist das jährliche Durchschnittsentgelt aller Arbeitnehmer. Ein Arbeitnehmer, der genau in Höhe dieses Durchschnittsentgelts verdient, erhält dafür auch genau einen Entgeltpunkt. Erzielt ein Arbeitnehmer also in einem Jahr 20 Prozent mehr Verdienst als der Durchschnitt, so erhält er 1,2 Entgeltpunkte. Die Höhe des jährlichen Durchsschnittsentgelts wird jährlich durch die Bundesregierung festgestellt.

  • 09.

    Rentenwert – was ist das?

    Jährlich zum 1. Juli passt der Gesetzgeber den Rentenwert an. Die Basis dafür bildet die jährliche Lohnentwicklung. Berücksichtigt werden die Verdienstverhältnisse in den alten sowie in den neuen Bundesländern (Rentenwert Ost). Der Rentenwert West beträgt derzeit 31,03 €, der Rentenwert Ost liegt aktuell bei 29,69 €.

  • 10.

    Was verbirgt sich hinter den Begriffen Zugangsfaktor und Rentenartfaktor?

    Jede Rentenart bekommt in der Sozialversicherung seinen eigenen Rentenartfaktor. Der Faktor der Altersrente beträgt 1,0, der Wert einer Vollwaisenrente liegt nur bei 0,2 Punkten. Der Zugangsfaktor von normalerweise 1,0 berücksichtigt dagegen eine frühere Inanspruchnahme einer Rente. Zum Beispiel kann die Altersrente für langjährig Versicherte schon vorzeitig bezogen werden. Dies allerdings nur mit einem Abschlag in Höhe von 0,3 Prozent je Monat, was sich in einem um 0,003 verminderten Zugangsfaktor je Monat niederschlägt.

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