Was besagt das Einkommensteuergesetz?

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Nach dem deutschen Einkommensteuergesetz sind alle natürlichen Personen, die in Deutschland leben oder arbeiten, steuerpflichtig. Deutsche Staatsangehörige dürfen Ihr Einkommen nur dann ausschließlich im Ausland versteuern, wenn sie sich den überwiegenden Teil des Jahres außerhalb von Deutschland aufhalten. In Deutschland bezogenes Einkommen muss auch dann nach deutschem Recht versteuert werden, wenn der Staatsangehörige das Land das Jahr über nicht betreten hat.

Progressive Steuersätze

In der Regel wird jedes im laufenden Steuerjahr bezogene Einkommen versteuert. Es gibt also keine Einkünfte, die generell nicht dem Finanzamt gemeldet werden müssen. Allerdings gelten für jeden Steuerpflichtigen einige Freibeträge, von denen keine Steuern abgezogen werden. Erst wenn alle Freibeträge ausgeschöpft wurden, wird auf die übrigen Einkünfte der übliche Steuersatz angerechnet. Bei höheren Einkommen gilt eine höhere Steuer. Dies bedeutet, dass Einkünfte, die über einen bestimmten Betrag steigen, nicht mehr mit dem Eingangssteuersatz, sondern einem entsprechend höheren Prozentsatz versteuert werden.

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Gesetz mit zahlreichen Änderungen

Da das Einkommensteuergesetz seit seiner ersten Ausformulierung im Jahr 1934 regelmäßig an neue Situationen angepasst wurde, enthält es inzwischen zahlreiche Einzelnormen, die für jeden Steuerpflichtigen eine andere Bedeutung haben können. Die Freibeträge für den Steuerpflichtigen selbst und seine Kinder, die Fördermaßnahmen für bestimmte Berufe und die unterschiedlichen Steuersätze für verschiedene Einkommensarten machen manche Steuererklärung zu einem wahren Abenteuer. So ist es beispielsweise schon mehrfach vorgekommen, dass die Bezahlung für Arbeit am Wochenende allein durch neue steuerliche Regelung für die Arbeitnehmer besser oder schlechter geworden ist. So ist im Jahr 2012 zum Beispiel ein Zuschlag, der für Nachtschichten bezahlt wird, zu 25 % vom Gesamteinkommen abzuziehen, bevor die Steuern berechnet werden. Muss jemand an den Weihnachtsfeiertagen arbeiten, dürfen sogar 150 % der Zuschläge abgezogen werden.

Verpflichtung zur Abgabe der Steuererklärung

Nach dem Einkommensteuergesetz ist erst einmal jeder Steuerpflichtige dazu angehalten, am Ende des Kalenderjahres eine Steuererklärung abzugeben. So soll sichergestellt werden, dass tatsächlich jedes Einkommen auch beim Finanzamt gemeldet wird. Bei Kapitalerträgen und nicht selbstständiger Arbeit hat sich allerdings durchgesetzt, dass die Steuern bereits vor der Auszahlung abgezogen und sofort ans Finanzamt weitergeleitet werden. Wer keine weiteren Einkünfte zu melden hat, ist somit von der Steuererklärungspflicht befreit. Allein die Tatsache, dass die Einkünfte unterhalb der geltenden Freibeträge liegen, genügt jedoch nicht, um eine Steuererklärung unterlassen zu dürfen. Das Finanzamt hat das alleinige Recht, zu entscheiden, dass keine Steuerschulden vorliegen. Berechnungen, die der Steuerpflichtige selbst vorgenommen hat, werden daher auch nicht als verbindlich anerkannt. Selbst mit dem offiziellen Programm des Finanzamtes kann es vorkommen, dass die eigenen Berechnungen und die Ergebnisse des Finanzamtes um einige Cent oder sogar wenige Euro voneinander abweichen.

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