Geldwerter Vorteil - Was versteht man darunter?

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    Geben Sie den Neupreis Ihres Firmenwagens sowie die Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte an und Sie erhalten den zu versteuernden Geldwerten Vorteil.
Das Einkommen, welches Sie für die Ausübung Ihrer Arbeit erhalten, müssen Sie vollständig beim Finanzamt angeben, damit Ihre Einkommensteuer berechnet werden kann. Wenn Ihr Arbeitgeber Ihnen Sachwerte, wie etwa ein Auto zukommen lässt, sind auch diese als sogenannter geldwerter Vorteil in der Einkommensteuererklärung anzugeben. Welche Sachwerte hierbei tatsächlich zu berücksichtigen sind und welche aufgrund der Geringfügigkeit wegfallen dürfen, ist klar geregelt.

Schon Getränke sind ein Geldwerter Vorteil

Zahlreiche Arbeitgeber stellen ihren Angestellten zum Beispiel Getränke kostenfrei zur Verfügung. Schon dies stellt einen geldwerten Vorteil dar, der in der Einkommensteuererklärung angegeben werden müsste. Da für den Bezug von Sachwerten jedoch eine Freigrenze in Höhe von 44 Euro gilt, müssen die Getränke in der Regel nicht angegeben werden. Sobald jedoch die Freigrenze überschritten wurde, müssen alle Sachwerte vom ersten Euro an versteuert werden.

Rabatte auf eigene Produkte

Einen weiteren Vorteil haben Angestellte von produzierenden Unternehmen. Sofern der Arbeitgeber einen Rabatt auf die von ihm hergestellten oder vertriebenen Waren gewährt, kann ein Freibetrag von 1080 Euro vom Warenwert abgezogen werden. Nur die darüber hinausgehenden Sachwerte sind voll zu versteuern. Der vom Finanzamt angenommene Wert der Sachbezüge wird stets mit dem üblichen Verkaufspreis gleichgesetzt. Bei vom Arbeitgeber selbst hergestellten Waren kann vom Verkaufspreis pauschal ein Rabatt in Höhe von 4 % abgezogen werden. Muss der Arbeitnehmer selbst etwas hinzuzahlen, werden natürlich auch diese Beträge nicht dem geldwerten Vorteil hinzugerechnet.

Und bei Dienstwagen!?

Eine wichtige Ausnahme unter den Sachwerten stellt der Dienstwagen dar, der vom Arbeitnehmer auch privat genutzt werden darf. Da die dienstlichen Fahrten mit dem Auto keinen privaten Vorteil darstellen, muss auch nicht der gesamte Wert des Wagens als geldwerter Vorteil angegeben werden. Der Besitzer des Dienstwagens darf je nach seinem Nutzungsverhalten frei entscheiden, welche Art der Besteuerung er wählt. Zum einen kann zur pauschalen Versteuerung ein Wert in Höhe von monatlich 1 % des Listenpreises angegeben werden. Zum anderen steht es dem Arbeitnehmer auch frei, ein Fahrtenbuch zu führen, um zu beweisen, dass sein privater Nutzen durch den Wagen unterhalb der Pauschale liegt. Je geringer der Wert ist, der dem Wagen zugemessen wird, um so geringer wird auch die Einkommensteuer ausfallen, die für die Nutzung gezahlt werden muss.

Tipp: Nutzen Sie auch unseren Firmenwagenrechner zum Vergleich der 1% Methode mit einem Fahrtenbuch

Im Zweifel den Steuerberater fragen

Sofern die Sachwerte einen Wert von 10000 Euro nicht überschreiten, kann der Arbeitnehmer entscheiden, die Beträge zu einer Pauschale von 30 % zu versteuern. Bei höheren Sachzuwendungen, die nicht so klar geregelt sind, wie etwa die private Nutzung von Dienstfahrzeugen sollte ein Steuerberater mit dem jeweiligen Fall betraut werden.

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