Lohn und Gehalt - der Nettolohn Ratgeber 2019

Aktualisiert am von Michael Mühl

Sie haben einen neuen Job angeboten bekommen und möchten nun wissen, wie viel Netto von Ihren Brutto-Gehalt übrig bleibt? Welche Auswirkung hat die Wahl der Steuerklasse auf Ihren Nettolohn? Unser Brutto Netto Rechner hilft Ihnen sofort weiter! Geben Sie einfach Ihre Werte in den Gehaltsrechner ein und Sie erhalten umgehend die Antwort.

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Die 10 wichtigsten Fragen zum Thema Lohn und Gehalt

  • 01.Was ist der Unterschied zwischen dem Brutto- und dem Nettolohn?

    Der Unterschied zwischen dem Bruttolohn und dem Nettolohn besteht darin, dass es sich bei dem Brottolohn um die gesamte Vergütung handelt, die mit dem Arbeitgeber im Arbeitsvertrag vereinbart wurde. Dieser wird jedoch nicht vollständig an den Arbeitnehmer ausbezahlt. Der Arbeitgeber ist von Gesetzes wegen verpflichtet, die geschuldeten Abgaben einzubehalten und an die jeweils zuständige Stelle abzuführen. Hierzu gehören insbesondere die an das Finanzamt zu entrichtende Einkommensteuer inklusive Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer, sowie die vom Arbeitnehmer zu tragenden Sozialabgaben.

  • 02.Was versteht man unter Sozialabgaben?

    Unter Sozialabgaben sind alle Beiträge zu verstehen, die vom Einkommen des Arbeitnehmers an Sozial­versicherungs­träger zu entrichten sind. Die Beiträge werden jeweils hälftig vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen. Hierunter fallen die Beiträge für die gesetzliche Rentenversicherung, Arbeitslosen­versicherung, Krankenversicherung und Pflegeversicherung.

  • 03.Was ist der Solidaritätsbeitrag?

    Der Solidaritäts­zuschlag wurde im Jahre 1991 wegen der hohen Belastung der öffentlichen Kassen durch die Kosten der Wieder­vereinigung eingeführt. Es handelt sich bei ihm um eine Ergänzungsabgabe, die bislang vom Bundes­verfassungs­gericht als zulässig angesehen wird. Sie wird grund­sätzlich zur Einkommensteuer, Kapitalertragssteuer und Körperschaftssteuer erhoben in Höhe von 5,5 Prozent der jeweiligen Bemessungs­grundlage. Bezieher geringer Einkünfte sind davon befreit. Der Solidaritätszuschlag braucht nur entrichtet werden, wenn die festgesetzte Jahres­einkommensteuer die Höhe von 972 Euro übersteigt. Im Falle der gemeinsamen Veranlagung muss die im Jahr festgesetzte Einkommensteuer höher sein als 1.944 Euro€.

  • 04.Was versteht man unter einer Steuerklasse und welche Auswirkungen hat diese?

    Die jeweilige Steuerklasse ist für die Berechnung der Lohnsteuer sowie der Höhe des zu entrichtenden Solidaritätszuschlages maßgeblich. Es gibt insgesamt sechs Steuerklassen. Beispiels­weise haben Singles und Geschiedene die Steuerklasse 1. Die Lohnsteuerkarte wurde bislang auf der Lohnsteuerkarte eingetragen, damit der Arbeitgeber die abzuführende Einkommensteuer und Sozial­versicherungs­abgaben berechnet kann.

  • 05.Welche Steuerklasse sollte ich mit meinem Partner wählen?

    Ehepaare können zwischen der Steuerklasse 3 und 5 wählen. Welche Steuerklasse hier günstiger ist, richtet sich vor allem danach, ob die Eheleute etwa gleich viel verdienen oder das Einkommen sehr unterschiedlich ist.

  • 06.Wofür benötige ich eine Steuer-ID-Nummer?

    Die Steuer-Identifikationsnummer (Steuer-ID-Nummer) besteht aus insgesamt 11 Ziffern. Sie wurde im Jahre 2007 eingeführt. Jeder Bürger hatte eine eigene Steuer-ID erhalten, die er für die Dauer seines gesamten Lebens behält. Die Steuer-ID soll die bisherige Steuernummer sowie die eTin ersetzen. Sie muss in der Steuererklärung angegeben werden. Die Steuer-ID soll selbst keinen Rückschluss auf persönliche Daten des Steuerpflichtigen zulassen.

  • 07.Was versteht man unter dem Begriff Lohnsteuer?

    Der Lohnsteuer unterliegen lediglich die Einkünfte der Arbeitnehmer, die aus einer sogenannten nicht­selbstständigen Tätigkeit unterliegen. Die Besonderheit der Lohnsteuer besteht darin, dass der Arbeitgeber selbst die anfallenden Abgaben an die jeweils zuständigen Stellen abführt und den restlichen Lohn an den Arbeitnehmer auszahlt. Der Arbeitnehmer brauchst sich darum nicht selbst zu kümmern.

  • 08.Wo bekomme ich meine Lohnsteuerkarte her und wofür benötige ich diese?

    Die Lohnsteuerkarte wurde bis zum Jahre 2010 jährlich von der zuständigen Gemeinde ausgestellt und an den Arbeitnehmer geschickt. Diese müssen sie beim Arbeitgeber einreichen, weil er diese für die Durchführung des Lohnsteuer­abzug­verfahrens benötigt. Im Jahre 2011 wird die Karte vom Vorjahr weiter verwendet. Hier kann der Arbeitgeber selbst die Daten des Arbeitnehmers abrufen, so dass er keine Lohnststeuer­karte mehr benötigt.

  • 09.Was versteht man unter Werbungskosten?

    Unter Werbungskosten versteht man alle Aufwendungen eines Arbeitnehmers, die einen hinreichenden Bezug zu seiner beruflichen Tätigkeit haben. In Betracht kommen unter anderem Fahrtkosten für die Strecke zwischen Wohnung und Arbeitsstelle, Fortbildungs­kosten, Kosten für Arbeitsmittel, das häusliche Arbeitszimmer sowie für doppelte Haushaltsführung. Keine Probleme gibt es, soweit eine fast ausschließlich berufliche Nutzung vorliegt. Nutzen Sie auch unseren Lohnsteuerrechner.

  • 10.Was sind Sonderausgaben?

    Sonderausgaben zeichnen sich dadurch aus, dass sie nichts mit dem Beruf zu tun haben - wie Werbungskosten bei Arbeitnehmern und Betriebsausgaben bei Selbstständigen. Hierunter fallen beispiels­weise Vorsorge­aufwendungen für die Altersvorsorge, sonstige Vorsorge­aufwendungen sowie Spenden an begünstigte Organisationen. Sonderausgaben müssen im Hauptteil der Steuererklärung geltend gemacht werden.

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Quellenangaben

Insbesondere die Informationen folgender Quellen haben wir für die Themenwelt "Lohn und Gehalt" verwendet:

Letzte Aktualisierung am 05.12.2018

Die letzten Änderungen in der Themenwelt "Lohn und Gehalt" wurden am 05.12.2018 umgesetzt durch Michael Mühl. Hauptsächlich wurde folgendes aktualisiert:

  • 05.12.2018: Beheben eines kleinen Rundungsfehlers bei der Berechnung der Sozialversicherungs­beiträge für das Jahresbrutto im Brutto Netto Rechner. Gemäß der gesetzlichen Berechnungs­vorschriften werden die Beiträge zur Sozialversicherung nun für die Berechnung des Nettogehalts stets je Monat berechnet und auf Cent gerundet. Erst nach dem Runden wird der Monatsbeitrag mit 12 multipliziert, um die Beiträge für das Jahresbrutto zu ermitteln. Zuvor wurden die Beiträge direkt prozentual vom Jahresbrutto berechnet, was zu ein paar Cent Abweichung bei der Berechnung des Jahresnettogehalts geführt hatte.
  • 10.11.2018: Anpassung des Brutto Netto Rechners und der Texte an die Gehaltsberechnung für 2019 (siehe auch die News vom 10.11.18 auf der Seite des Gehaltsrechners).
  • 26.10.2018: Integration von Bildern in die Eingabehilfe des Brutto Netto Rechners
  • Redaktionelle Überarbeitung aller Texte in dieser Themenwelt