Mehrwertsteuer­erhöhung

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Mehrwertsteuer-Rechner

Beliebige Berechnung von Netto, MwSt. und Brutto bei Eingabe einer dieser Beträge. Die Auswahl verschiedener deutscher, österreichischer und schweizer Umsatzsteuersätze, sowie die Möglichkeit zur Eingabe eines individuellen Steuersatzes machen den Rechner perfekt.
Aktualisiert am von Michael Mühl

Allgemein gibt es bei der Mehrwertsteuer in Deutschland zwei unterschiedliche Steuersätze: den normalen und den ermäßigten. Dieses System wurde bereits in den 60er Jahren eingeführt und ist bis heute im Prinzip gleich geblieben. Für einzelne Produkte können sich Mehrwertsteuer­erhöhungen oder -senkungen also auch dadurch ergeben, dass sie zum jeweils anderen Steuersatz gerechnet werden. Ein prominentes Beispiel dafür war in jüngerer Vergangenheit die Gesetzesänderung, nach der für Hotel­übernachtungen lediglich der ermäßigte Steuersatz fällig wird, nachdem bis dahin der normale Steuersatz galt.

5 Prozent bei der Einführung

Abgesehen davon betrug der ermäßigte Steuersatz bei seiner Einführung fünf Prozent, mit der letzten Erhöhung im Jahr 1983 wurde dieser auf sieben Prozent erhöht. Bis dahin lag der ermäßigte Steuersatz immer genau bei der Hälfte des normalen Satzes, allerdings wurden seit diesem Zeitpunkt lediglich noch Erhöhungen des normalen Steuersatzes durchgeführt.

Am 1. April 1998 wurde die Höhe des normalen Mehrwertsteuersatzes auf 16 Prozent festgelegt, die letzte Mehrwertsteuer­erhöhung trat dann zum 1. Januar 2007 in Kraft. Seitdem beträgt der normale Mehrwertsteuersatz 19 Prozent, während der ermäßigte Satz weiterhin bei lediglich sieben Prozent liegt.

Nutzen sie unseren Mehrwertsteuer-Rechner, um den Unterschied zwischen einer 7 Prozent und 19 Prozent Besteuerung zu ermitteln.

Im Wesentlichen gilt der ermäßigte Mehrwertsteuersatz für Grundnahrungsmittel, Zeitungen, Bücher, Kultur­veranstaltungen und andere Güter des täglichen Bedarfs. Diese waren von den letzten beiden Mehrwertsteuer­erhöhungen also nicht betroffen, während die Preise für alle übrigen Waren und Dienstleistungen sich aufgrund des erhöhten Steuersatzes verteuert haben.

Mit den Mehreinnahmen aus der Mehrwertsteuer­erhöhung im Jahr 2007 wollte die Bundesregierung die steigenden Sozialausgaben finanzieren. Auf diese Weise stiegen zwar die Ausgaben vieler Haushalte, da die meisten Unternehmen die höhere Mehrwertsteuer auf ihre Preise aufgeschlagen haben, zur gleichen Zeit wurde jedoch ein andernfalls nötiger Anstieg der Lohnneben­kosten und anderer Sozialabgaben verhindert. Auf diese Weise waren die Auswirkungen vor allem auf viele Arbeitnehmer nicht so stark wie es andernfalls der Fall gewesen wäre.

Quellenangaben

Insbesondere die Informationen folgender Quellen haben wir für die Themenwelt "Mehrwertsteuer" verwendet:

Letzte Aktualisierung am 05.12.2018

Die letzten Änderungen in der Themenwelt "Mehrwertsteuer" wurden am 05.12.2018 umgesetzt durch Michael Mühl. Hauptsächlich wurde folgendes aktualisiert: