Ratgeber und Rechner zum Thema Blutzucker

Informieren Sie sich ausführlich in unserem Ratgeber zum Thema Blutzucker. Unser Nüchternblutzucker-Rechner ermöglicht die Umrechnung der Blutwerte von mg/dl in mmol/l und umgekehrt.

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Die 10 wichtigsten Fragen zum Thema Blutzucker und Nüchternblutzucker

  • 01.

    Was versteht man unter Blutzucker?

    Generell versteht man unter Blutzucker den Anteil von Traubenzucker (Glukose) im Blut. Die in der Nahrung enthaltenen Kohlenhydrate werden im Körper zu Glukose umgewandelt.

  • 02.

    Wie verwendet der Körper den Blutzucker?

    Die aus den Kohlenhydraten der Nahrung gewonnene Glukose gelangt in die Blutbahn, was den Blutzuckerspiegel ansteigen lässt. Daraufhin setzt die Bauchspeicheldrüse das in ihr gebildete Hormon Insulin in die Blutbahn frei. Mit Hilfe des "Schlüssels" Insulin kann sodann die Glukose von den Körperzellen, denen sie wichtige Ernergie liefert, aufgenommen und als Glykogen gespeichert werden. Sobald die Glukose in die Körperzellen gelangt ist, sinkt der Blutzuckerspiegel. Wenn der Körper Energie benötigt, spaltet er das gespeicherte Glykogen wieder in Glukose und führt es zurück in den Blutstrom. Ohne Glukose sind unsere Muskeln und Organe unfähig zu arbeiten. Das Gehirn nutzt sogar ausschließlich Glukose als Energielieferant. Deshalb kann ein zu niedriger Blutzuckerspiegel Probleme wie Schwindel oder Ohnmacht verursachen.

  • 03.

    Warum und wann muss der Blutzucker gemessen werden?

    Allgemein wird empfohlen, dass in etwa 3jährigen Abständen bei jedem Menschen ab 45 eine Blutzuckermessung erfolgen sollte, um einen möglichen Diabetes zu erkennen. Typ-2-Diabetes verursacht über lange Zeit hinweg keinerlei Symptome, obwohl sich auch im Frühstadium Folgeerkrankungen anbahnen können. Menschen mit Risikomerkmalen für Diabetes wie z. B. Übergewicht oder Fettstoffwechselstörungen sollten schon früher ihren Blutzuckerspiegel überprüfen. Diabetiker leiden unter einem zu hohen Blutzucker. Das Hormon Insulin, das normalerweise für den Transport des Zuckers aus der Blutbahn in die Zellen verantwortlich ist, wird bei Diabetes entweder in nicht ausreichender Menge oder unzureichender Wirksamkeit produziert. Um einen bestehenden Diabetes zu kontrollieren, ist eine Messung des Blutzuckers von größter Bedeutung.

  • 04.

    Was bedeutet Nüchternblutzucker?

    Der Blutzuckerspiegel wird durch die Aufnahme von Nahrung stark beeinflusst. Kohlenhydratreiche Speisen wie Nudeln können zu Werten von 220 mg/dl (12,21 mmol/l) führen, obwohl der Betreffende nicht Diabetiker ist. Daher sollte der Blutzucker nüchtern gemessen werden, wobei die letzte Mahlzeit ca. 8-12 Stunden zurückliegen soll.

  • 05.

    Wie wird der Blutzucker gemessen?

    Dank moderner Messgeräte und Stechhilfen ist die Blutzuckermessung zuhause heuzutage recht einfach. Dabei wird ein Blutstropfen aus der Fingerkuppe entnommen und mit Hilfe eines in das Gerät eingelegten Teststreifens auf Blutzucker hin überprüft. Zur Langzeitkontrolle wird die Messung des Blutwerts HBa1C (Blutzuckergedächtnis) empfohlen.

  • 06.

    Welche Blutzuckerwerte gelten als normal?

    Die Maßeinheit zum Messen des Blutzuckers ist Milligramm pro Deziliter (mg/dl) Vollblut oder Blutplasma, manchmal auch Millimol/Liter (mmol/l). Als normaler (Nüchtern-)Wert gilt 60-100 mg/dl (3,33-5,55 mmol/l). Dieser Wert erhöht sich nach dem Essen meist bis 140 mg/dl (7,77 mmol/l). Der Blutzuckerspiegel ist also auch bei gesunden Menschen erheblichen Schwankungen ausgesetzt. Mit Hilfe des Rechners zur Einordnung der Blutzuckerwerte können Sie durch Angabe Ihres Nüchtenblutzuckers diese Informationen einschließlich anschaulicher Grafik abrufen.

  • 07.

    Was versteht man unter erhöhten Blutzuckerwerten?

    Von einem erhöhten Blutzucker wird gesprochen, wenn der nüchtern gemessene Wert über 100 mg/dl (> 5,55 mmol/l) liegt. Liegt der Nüchternblutzucker bei mehreren Messungen über 120 mg/dl, bedeutet dies, dass der Betroffene zuckerkrank ist. Noch als Nichtdiabetiker werden Menschen mit Blutzuckerwerten von unter 110 mg/dl (6,1 mmol/l) eingestuft. Für Diabetiker gilt für den Nüchternblutzucker ein Zielwert von unter 120 mg/dl (< 6,66 mmol/l). Der Blutzucker sollte sich 1-2 Stunden nach dem Essen höchstens bis auf 140mg/dl (7,8 mmol/l) erhöhen.

  • 08.

    Inwiefern hängt Diabetes mit einem dauerhaft erhöhten Blutzucker zusammen?

    Bei einer Diabetes-Erkrankung kann der Körper den Blutzucker nicht richtig verwerten. Die Ursache dafür ist bei Diabetes Typ 1, dass die Insulin produzierenden Zellen von der körpereigenen Abwehr zerstört werden (absoluter Insulinmangel). Diese Form des Diabetes ist zwar nicht heilbar, aber gut zu behandeln, vor allem durch das regelmäßige Injizieren von Insulin. Bei Diabetes Typ 2, früher "Alterdiabetes" genannt, spricht man mittlerweile von einer Zivilisationskrankheit, von der immer mehr junge, oft übergewichtige Menschen betroffen sind. Hier liegt ein erhöhter Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie) vor, weil die Körperzellen vermindert auf Insulin reagieren (Insulinresistenz) und deshalb weniger Traubenzucker (Glukose) aus dem Blut aufnehmen können. Diabetes Typ 2 lässt sich im Idealfall durch einen gesunden Lebensstil heilen.

  • 09.

    Welche Langzeitfolgen können durch dauerhaft erhöhten Blutzucker entstehen?

    Dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte können zu einer Vielzahl von Folgeerkrankungen führen. So kann eine Verzuckerung des Bindegewebes entstehen, was z. B. häufig zu Schulter- oder Fingersteife führt. Nicht selten kommt es zu Pilzerkrankungen und, auf Grund von "verzuckerten" Blutgefäßen, zu Thrombosen, Herzinfarkt oder Lungenembolie.

  • 10.

    Wie entstehen Unterzuckerung (Hypoglykämie) und Überzuckerung (Hyperglykämie)?

    Eine oft von Schweißausbrüchen, zittrigem Gefühl oder Herzrasen begleitete Unterzuckerung liegt bei Werten von weniger als 2,7 Millimol Zucker pro Liter Blut (50 Milligramm pro Deziliter) vor. Indem zuviel Insulin injiziert wird oder ein Medikament zu hoch dosiert wird, kann ein an Diabetes Erkrankter unterzuckern. Da bei Stress oder Sport mehr Zucker verbraucht wird als sonst, ist es wichtig, bei diesen Situationen eine Insulingabe entsprechend zu verringern. Von Überzuckerung spricht man, wenn an Diabetes Erkrankte zu viel Süßes oder zu viele stärkereiche Lebensmittel verzehren und dies nicht mit genügend Insulin oder Medikamenten ausgleichen. Die Folgen können von Bewusstlosigkeit bis hin zum diabetischen Koma reichen, und es muss unverzüglich Insulin gespritzt werden, um den Zucker aus dem Blut auszuleiten.

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