Heuschnupfen (Allergische Rhintis)

Heuschnupfen ist eine Volkskrankheit. Informieren Sie sich in unsere Ratgeber über die Ursachen und Symptome. Nutzen Sie unseren Pollenflugkalender um den für Sie relevanten Allergenen aus dem Weg zu gehen:

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Die 10 wichtigsten Fragen zum Thema Heuschnupfen und Pollen

  • 01.

    Was ist Heuschnupfen?
    Unter Heuschnupfen (allergischer Rhinitis) versteht man eine Pollenallergie, also eine allergische Reaktion auf bestimmten über die Luft verbreiteten Blütenstaub, zumeist von Bäumen und Gräsern. Über unzählige Pollen verbreiten windbestäubte Pflanzen zu ihrer Blütezeit das männliche Erbgut, und das über kilometerweite Entfernungen. Mittlerweile sind ca. 20% der Menschen der industrialisierten Welt davon betroffen, weshalb Heuschnupfen als eine Volkskrankheit gilt. Heuschnupfensymptome treten auf, wenn eine allergieauslösende Pflanze gerade blüht - weswegen auch von einer saisonalen Rhinitis gesprochen wird.

  • 02.

    Was sind die Ursachen für die Entstehung von Heuschnupfen?
    Als Ursachen für Heuschnupfen werden eine ganze Reihe verschiedener Faktoren diskutiert. Umweltschadstoffe wie Autoabgase, Feinstaub, Industrie-Emissionen oder Möbellacke, die kontinuierlich die Schleimhaut reizen, stehen als Auslöser im Verdacht. Die &qout;Hygienehypothese" geht davon aus, dass Kinder, die in einer keimarmen, eher sterilen Umgebung aufwachsen, stärker zu Allergien wie Heuschnupfen neigen als jene, deren Immunsystem Schmutz und Keimen ausgesetzt ist und ständig gefordert und gestärkt wird. Weitere mögliche Auslöser für Heuschnupfen sind psychologische Faktoren wie Stress oder Ängste sowie eine genetische Veranlagung.

  • 03.

    Was geschieht während der allergischen Reaktion eines Heuschnupfens im Körper?
    Pollen sind Blütenbestandteile von Bäumen, Gräsern und Kräutern, die durch Wind oder Insekten verbreitet werden. Wenn ein winziges Windpollenkorn auf die menschliche Schleimhaut trifft, werden bestimmte Inhaltsstoffe freigesetzt, die in die Atemwege eindringen und in den Körper gelangen. Das fehlgesteuerte Immunsystem eines Allergikers reagiert überempfindlich auf diese an sich völlig harmlosen Stoffe (Allergene). Es produziert spezielle Antikörper und sorgt für eine Ausschüttung des Botenstoffes Histamin. Daraufhin erweitern sich die die Blutgefäße, die Nase beginnt zu jucken und zu fließen, die Augen jucken und tränen.

  • 04.

    Welches sind die häufigsten Pollenallergien?
    Unter den Laubbäumen ist das allergene Potential von Birke, Hasel und Erle am höchsten, doch auch Pollen von Buche, Linde, Pappel oder Weide sind Auslöser. Pollen von Gräsern und Getreiden, darunter Rispengras, Wiesenlieschgras, Flughafer, Roggen, Weizen und Gerste führen ebenfalls häufig zu Heuschnupfen. Zu den gängigen Auslösern zählen schließlich auch Kräuter wie Sauerampfer, Beifuß oder Gänsefuß.

  • 05.

    Was ist ein Pollenflugkalender?
    Für Pollenallergiker sind die aktuellen Pollenflugdaten von großer Bedeutung, wollen sie den Heuschnupfen im Zaum halten. Ein Pollenflugkalender gibt über die Blühzeiten der für Heuschnupfen wichtigsten Pflanzengruppen einen Überblick. Der Kalender zeigt den jeweiligen Grad der Pollenkonzentration an - je höher, desto stärker die zu erwartenden Heuschnupfen-Beschwerden. Die Pollenkonzentration variiert je nach Region und sogar Zeitpunkt innerhalb eines Tages.

  • 06.

    Was sind die Symptome von Heuschnupfen?
    Die Symptome von Heuschnupfen betreffen vor allem Atemwege, Augen und Haut. Die Augen jucken, brennen oder tränen; sie können anschwellen, und es kann zu einer Bindehautentzündung (Konjunktivitis) kommen. Häufig entsteht starker Juckreiz in der Nase; die Symptome reichen außerdem von Fließschnupfen (allergischer Rhinitis) über überwältigende Niesattacken bis hin zu einer verstopften Nase, die das Atmen erschwert. Auch in Mundschleimhaut und Rachen kann es zu starkem Juckreiz kommen. All dies führt vielfach zu einem Gefühl der Abgeschlagenheit oder sogar des Krankseins und zu einer starken Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens.

  • 07.

    Inwiefern unterscheidet sich Heuschnupfen von einer Erkältung?
    Auch wenn die bei einem Heuschnupfen auftauchenden Symptome denen einer Erkältung ähneln, gibt es doch wichtige Unterschiede. Ein Erkältungsschnupfen bahnt sich eher allmählich an, während Heuschnupfen oft binnen weniger Minuten plötzlich auftritt und sich, sobald man aus dem Pollenflugbereich heraus ist, ebenso rasch besänftigen kann. Das Nasensekret selbst ist bei Heuschnupfen wässrig und klar, im Gegensatz zu der gelblich-grünlichen Färbung beim Erkältungsschnupfen. Zwar tritt bei Heuschnupfen häufig ein Jucken im Rachen auf, doch kaum je der für eine Erkältung typische Halsschmerz.

  • 08.

    Wie wird Heuschnupfen diagnostiziert?
    Ein Allgemeinarzt oder Dermatologe stellt normalerweise in einem Hauttest (z. B. Pricktest oder evtl. Intrakutantest) fest, ob tatsächlich Pollen und nicht Milben oder Tierhaare für die allergischen Beschwerden verantwortlich sind. Möglich ist auch ein Allergietest über eine Blutuntersuchung. Zur weiteren Klärung der Diagnose wird empfohlen, ein Allergietagebuch zu führen.

  • 09.

    Wie kann man Heuschnupfen vorbeugen?
    Pollenallergiker können zu einigen vorbeugenden Maßnahmen greifen, wollen sie ihren Heuschnupfen besser kontrollieren. Dabei steht die Kontaktvermeidung mit dem Allergen an erster Stelle. Der Pollenflugkalender ist dafür eine zentrale Hilfestellung und informiert, wann besondere Vorsicht angezeigt ist. Zu Pollenflugzeiten sollte man abends duschen und die Haare waschen sowie die Wohnung regelmäßig feucht wischen, um Pollenstaub wirksam zu entfernen. Im Auto sollte ein Pollenfilter benutzt werden, und ein Lüften der Wohnung oder Schlafen bei offenem Fenster ist nur an regnerischen Tagen anzuraten.

  • 10.

    Wie lässt sich Heuschnupfen behandeln?
    Die wichtigsten Medikamente gegen Heuschnupfen sind Antihistaminika, die die Wirkung des vom Körper freigesetzten Histamins abschwächen oder aufheben, sowie Mastzellstabilisatoren, die die Freisetzung von Histamin blockieren. Auch naturheilkundliche Mittel wie Indisches Lungenkraut oder eine vom Arzt durchgeführte Hyposensibilisierung kommen zur Anwendung.

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