Burnout Test zur ersten Einschätzung

Aktualisiert am von Stefan Banse

Mit dem Burnouttest nach Dr. Manfred Nelting können Sie herausfinden, ob bei Ihnen Anzeichen eines Burnouts erkennbar sind. Treffen Sie Ihre Antworten spontan ohne langes Überlegen an.

Wichtig: Dieser Test liefert keine definitive Diagnose und das Ergebnis darf auch nicht als solche verstanden werden. Der Selbsttest dient lediglich dem Ergründen einer Tendenz zum Burnout. Falls Sie glauben, einen Burnout zu haben, wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder an einen Psychologen.

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Mehr zum Burnout Selbsttest

Die Auswertung des Selbsttests gibt Ihnen erste Informationen dazu, ob Anzeichen eines Burnouts bei Ihnen vorhanden sind und Sie möglicherweise Hilfe benötigen. Häufig bemerken auch Partner, Familienmitglieder oder Freunde eine Veränderung bei Ihnen, die den Verdacht auf einen Burnout nahelegt. Auch deren Einschätzung kann Anlass für den Selbsttest sein.

Sie können den Selbsttest auch nutzen, wenn Sie sich aufgrund Ihrer Stimmung oder Erkrankung bereits in ärztlicher oder psychologischer Behandlung befinden. Der Burnout-Test kann Ihnen dann Aufschluss darüber geben, ob sich Ihr Befinden unter der Behandlung ändert. So können sie z.B. den Selbsttest zweimal im Monat durchführen und eventuelle Veränderungen mit Ihrem Arzt oder Psychologen besprechen.

Der Burnout-Test ersetzt keinen Fachmann

Die definitive Diagnose eines Burnouts kann nur von einem Fachmann gestellt werden. Ebenso können anhand des Selbsttests natürlich nicht die Ursachen ermittelt werden. Betrachten Sie das Testergebnis daher bitte nur als Anhaltspunkt. Falls Sie glauben, einen Burnout zu haben, wenden Sie sich bitte unbedingt an einen Arzt oder qualifizierten Therapeuten!

So funktioniert der Burnout Selbsttest

Fragen oder Aussagen

Zu folgenden 20 Fragen bzw. Aussagen ist im Burnout Selbsttest nach Dr. Nelting eine entsprechende Selbsteinschätzung vorzunehmen:

  • Haben Sie das Gefühl, dass Ihnen alles zu viel wird?
  • Sind Sie gereizter als früher?
  • Haben Sie Freude an Ihrer Arbeit?
  • Sind Sie ständig niedergeschlagen?
  • Fühlen Sie sich zu erschöpft für Freizeitaktivitäten?
  • Häufen sich in den letzten Monaten körperliche Symptome?
  • Ziehen Sie sich zunehmend von Ihrem Freundeskreis zurück?
  • Greifen Sie häufiger als früher zu Alkohol?
  • Haben Sie Hoffnung, dass Sie etwas ändern können?
  • Haben Sie neue Pläne?
  • Schlafen Sie gut?
  • Haben Sie Zeit für den Partner? (Ohne Partner: ...für einen Freund?)
  • Stellen Sie dafür oder zu anderen wichtigen Gelegenheiten das Handy aus?
  • Fühlen Sie sich innerlich leer?
  • Treten Ängste auf, die Sie früher nicht kannten?
  • Kommt Ihnen alles sinnlos vor?
  • Fühlen Sie sich ständig unter Spannung?
  • Spüren Sie Rückhalt beim Partner bzw. bei Freunden?
  • Haben Sie das Gefühl, Pausen sind für Sie verschwendete Zeit?
  • Nehmen Sie Schlaf- oder Beruhigungsmittel?

Mögliche Antworten

Beantworten können Sie diese Fragen bzw. Aussagen jeweils mit folgenden Einschätzungen/Antworten, wobei diesen Einschätzungen entsprechende Punkte (Score) zugewiesen werden.

  • nein
  • eher nein
  • eher ja
  • ja

Mögliche Ergebnisse

Das jeweilige Ergebnis richtet sich nach der Gesamtsumme von Punkten (Gesamt-Score). Wie anhand der Punktevergabe schon zu vermuten, geht mit höherem Score eine stärkere Ausprägung des Burnouts einher. Das Ergebnis sollten Sie dann gegebenenfalls mit einer kompetenten Person, z.B. Ihrem Hausarzt, besprechen.

Abhängig von der Punktzahl erhalten Sie schließlich die folgenden möglichen Ergebnisse:

0 bis 15 Punkte: keine Burnout-Gefahr

Sie meistern Ihre Herausforderungen mit wirksamen Strategien und pflegen Ihr Leben und Ihr Umfeld. Gratulation!

16 bis 34 Punkte: Kaum Burnout-Gefahr

Sie sollten auf sich achten, um einem Burnout vorzubeugen; Sie haben hierfür gute Möglichkeiten, nutzen Sie sie!

35 bis 49 Punkte: Burnout-gefährdet

Sie sind Burnout-gefährdet. Beachten Sie, dass Burn-out eine schleichende Symptomatik hat und Sie jetzt noch gut reagieren können. Beachten Sie hierzu Hinweise aus der Fachliteratur und lassen sich fachkundig beraten.

Über 50 bis 78 Punkte: stark Burnout-gefährdet

Sie sind stark Burnout-gefährdet bzw. dabei "auszubrennen". Je früher und mutiger Sie sich das eingestehen, umso rascher erhalten Sie wirkungsvolle Hilfe und die notwendige Behandlung. Werden Sie jetzt aktiv und suchen eine professionelle Beratung!

Quellenangaben

Der Depressionen Selbsttest beruht auf dem bekannten 20-Fragen-Test von Dr. Manfred Nelting aus dem Buch Burn Out – Wenn die Maske zerbricht. Manfred Nelting ist ein deutscher Facharzt für Psychotherapeutische Medizin und Allgemeinmedizin. 2004 gründete er zusammen mit seiner Frau die Gezeiten Haus Klinik in Bonn-Bad Godesberg und ist seitdem Ärztlicher Direktor. 2005 entwickelte er diesen wissenschaftlichen Test zur Einschätzung des Burnout-Risikos.

Selbsttests - Rechner, Beispiel, FAQ

Quellenangaben

Insbesondere die Informationen folgender Quellen haben wir für die Themenwelt "Selbsttests" verwendet:

  • Quellenangaben finden Sie in den Texten zu den einzelnen Selbsttests.

Letzte Aktualisierung am 15.04.2021

Die letzten Änderungen in der Themenwelt "Selbsttests" wurden am 15.04.2021 umgesetzt durch Stefan Banse. Hauptsächlich wurde folgendes aktualisiert:

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