Kfz-Steuer Rechner - Steuer-Berechnung für Ihr Fahrzeug

Steuer auf Kraftfahrzeuge

Jedes Jahr planen die Budgetstrategen der Bundesrepublik Deutschland Einnahmen in Milliardenhöhe ein, die aus der Kraftfahrzeugsteuer stammen. Kritiker bemängeln immer wieder, dass diese Gelder nicht vollständig zur Refinanzierung des Ausbaus und der Instandsetzung unseres Straßensystems eingesetzt werden. 2016 kassierte der Staat immerhin 8,95 Milliarden Euro von den Autofahrern, sagt die Statistik.

Online-Rechner zur Kfz-Steuer

Mit unserem Online Kfz-Rechner können Sie sich ein genaues Bild darüber verschaffen, wie hoch die Steuer für Ihr Fahrzeug ausfällt und welche Möglichkeiten für Sie bestehen, ggf. zu sparen. Viel Spaß bei der Berechnung:

Das Wichtigste in Kürze

Grundlagen der Kraftfahrzeugsteuer

Die Steuer auf motorisierte Fahrzeuge wird seit dem Anfang des 20.Jahrhunderts erhoben. Sie ersetzte die Straßennutzungsgebühren, die von Gemeinden selbst kassiert werden durften. Das System der Fahrzeugbesteuerung, wie es heute gelebt wird, ist im deutschen Grundgesetz verankert. Bis zum 30. Juni 2009 flossen die Einnahmen den einzelnen Bundesländern zu. Danach ging die Ertragshoheit an den Bund über. Zuständig für das Beitreiben der Kfz-Steuern ist nicht das Bundesfinanzministerium, sondern der deutsche Zoll.

Das deutsche System der Kfz-Steuer

Bei der Besteuerung der motorisierten Fahrzeuge geht es grundsätzlich darum, dass sich alle Nutzer der Straßeninfrastruktur an dem vom Steuerzahler finanzierten Bau und Unterhalt beteiligen. So entstand in Deutschland ein Steuersystem, in dem sich die Tarife nach dem Hubraum des Motors und nach der Antriebsart orientierten. Große und schwere Wagen zahlten mehr Steuern, da sie die Straßen deutlich mehr belasten als kleine bzw. leichte Fahrzeuge. Dieselmotoren werden höher besteuert als Benzin- oder Elektroantriebe. Mit der Reform der Kfz-Steuer im Jahr 1985 führte der Gesetzgeber die Schadstoffklassen ein. Je schlechter die Abgaswerte, umso höher die Beeinträchtigung der Umwelt. So richtet sich die Höhe der Steuer heute nach diesen Kriterien:

  • Hubraum des Motors
  • Antriebsart
  • Schadstoffemission und CO2-Ausstoß
  • unter Umständen auch nach dem zulässigen Gesamtgewicht (Eigengewicht + maximale Zulassung).

Die deutsche Kfz-Steuer ist stets auch ein politisches Instrument zur Lenkung des Kaufverhaltens der Autofahrer. Um den Kauf umweltfreundlicher Fahrzeuge zu fördern, senkt der Staat Steuern für moderne Antriebe (zur Zeit für Elektromotoren) und belegt andere mit Steueraufschlägen. Wenn Sie an die Neuanschaffung eines Autos denken, ziehen Sie alle Kosten in Ihre Überlegungen mit ein! Denken Sie dabei auch an die Kfz-Steuer! Mit unserem kostenlosen und unabhängigen Rechner können Sie ermitteln, wie hoch Ihre Steuerbelastung sein wird. Alle wichtigen Daten dafür finden Sie in der Kfz-Zulassungsbescheinigung oder in den technischen Daten des Fahrzeugs.

Die Pflicht zur Kfz-Steuer

Für die Erhebung der Kraftfahrzeugsteuer, wie die Kfz-Steuer offiziell heißt, wurde im Jahr 1927 das Kraftfahrzeugsteuergesetz (KraftStG) erlassen. Neu gefasst wurde es im Jahr 2002, die letzte Änderung stammt aus dem Juni 2017. Es verpflichtet im Paragraph 1 Nr. 1 alle inländischen Halter von Kraftfahrzeugen, die am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen, zur Zahlung einer Steuer. Steuerpflichtig sind auch Anhänger für Fahrzeuge. Auch Halter ausländischer Kraftwagen werden zur KFZ-Steuer herangezogen, wenn sie ihr Fahrzeug nicht nur vorübergehend hier nutzen. Für Wagen aus der europäischen Union reicht dafür die Zulassungsbescheinigung des Heimatlandes aus. Alle anderen ausländischen Fahrer müssen einen Internationalen Zulassungsschein mit sich führen. Sobald ein nicht inländischer Fahrzeughalter sich hier länger als ein Jahr niederlässt, also zum Beispiel in Deutschland seinen Wohnsitz anmeldet, muss das Kfz eine deutsche Zulassung vorweisen. Mit dem Zulassungsdatum beginnt dann die Steuerpflicht bei uns.

Die Organisation der Steuerzahlung

Die Kraftfahrzeugsteuer ist eine Jahressteuer, die im Voraus zu entrichten ist. Ihre Höhe wird taggenau ermittelt. Aus Vereinfachungsgründen wird die Steuer jedoch immer mindestens für einen Monat berechnet, ein kürzerer Zeitraum ist nicht möglich. Eine Ausnahme gibt es nur, wenn das Fahrzeug im ersten Monat nach der Zulassung sofort wieder auf einen anderen Halter umgeschrieben wird. Während es früher möglich war, die Steuer nach Erhalt des Steuerbescheides zu überweisen, muss heute bei der Zulassung die Bankverbindung des Fahrzeughalters angegeben werden. Gleichzeitig muss er einer Kontolastschrift für den Steuerbetrag zustimmen. Sind doch einmal Steuerrückstände entstanden, etwa weil das Konto nicht gedeckt war, kann der Fahrzeughalter kein neues Auto anmelden! Mit einer Unbedenklichkeitsbescheinigung muss er dann erst nachweisen, dass die alten Verbindlichkeiten ausgeglichen sind.

Die Steuerlast nach Fahrzeugarten

Die Höhe der jeweiligen Steuer je Wagen ist im Paragraph 9 des Kraftfahrzeugsteuergesetzes festgelegt:

Motorräder

Leichtkrafträder mit einem Hubraum unter 125 Kubikzentimetern und einer maximalen Leistung bis 11 kW sind von der Steuer befreit. Alle anderen Motorräder zahlen eine Steuer von 1,84 Euro je angefangenem 25 Kubikzentimetern. Die Besteuerung erfolgt hier also nur nach Hubraum, der Emissionswert bleibt unberücksichtigt. Details im Artikel Besteuerung von Motorrädern.

Personenkraftwagen

Bei Fahrzeugen, die für die private Beförderung von Personen genutzt werden, unterscheidet der Gesetzgeber zuerst zwischen den beiden Hubkolbenmotoren Ottomotor (auch als Benzinmotor bezeichnet, im Gesetz Fremdzündungsmotor genannt) und Dieselmotor (laut Gesetz Selbstzündungsmotoren). Bei Fahrzeugen, die vor dem 30. Juni 2009 erstmalig zugelassen worden sind, wird sowohl der Hubraum als auch die Schadstoffklasse betrachtet. Für PKW mit Benzinmotor nach dem neuesten technischen Stand und mit dem niedrigsten Schadstoffausstoß beträgt die Steuer im Moment 6,75 Euro je angefangenen 100 Kubikzentimetern Hubraum. Mit höheren Schadstoffklassen steigt der Steuersatz, zuletzt auf 25,36 Euro. Der Einstiegs-Steuersatz für Dieselfahrzeuge liegt bei 15,44 Euro. Gestaffelt steigt die Steuer je angefangenen 100 Kubikzentimetern Hubraum dann auf 37,58 Euro.

Für PKW mit einem späteren Termin der Erstzulassung wird der Emissionswert wichtig. Steuerfrei bleibt ein sogenannter Sockelbetrag:

  • bei Zulassung zwischen dem 01. Juli 2009 und 31. Dezember 2011 120 g/km
  • bei Zulassung zwischen dem 01. Januar 2012 und 31. Dezember 2013 110 g/km
  • bei Zulassung ab dem 01. Januar 2014 95 g/km

Jeder Kubikzentimeter je Kilometer CO2-Ausstoß darüber hinaus kostet 2 Euro für ein Benzinfahrzeug, 9,50 Euro für einen Diesel.

Beispiel:

Ein PKW mit Benzinmotor wurde erstmalig am 10. Februar 2012 zugelassen. Der Hubraum beträgt 1.430 ccm. Er ist als schadstoffarm anerkannt (und entspricht der Eingruppierung nach §9, Abs. 1, Nr. 2 a), bb) KraftstG). Somit fallen 7,36 € je angefangenen 100 ccm an. Als Emissionswert sind 135 qm/km angegeben.

Steuerberechnung:

1.430 ccm entsprechen 15 angefangenen 100 ccm-Schritten = 15 x 7,36 € = 110,40 €
Sockelbetrag: 110 g/km des Emissionswertes bleiben steuerfrei.
Darüber hinaus gehen 135 g/km - 110 g/km = 25 g/km
Zuschlag zur Steuer: 25 x 2,00 € = 50,00 €
Fällige Kfz-Steuer im Jahr: 160,40 €.

In Ihrer Kfz-Zulassungsbescheinigung finden Sie alle Daten, die Sie für den Kfz-Steuer-Rechner benötigen:

  • Fahrzeugart
  • Motorart (Feld P.3)
  • Hubraum (Feld P.1)
  • Datum der Erstzulassung (Feld B)
  • CO2-Emission in g/km (Feld V.7)

Wohnmobile

Für Caravans und Wohnmobile werden sowohl das Gewicht als auch Schadstoffklasse für die Berechnung der Kfz-Steuer hinzugezogen. Die Berechnung erfolgt gestaffelt in 200 kg-Schritten. Mehr dazu erfahren Sie im Artikel Steuern für Wohnmobile.

Lastkraftwagen

LKW, zu ihnen gehören steuerlich gesehen auch Zugmaschinen, belasten Straßen und Umwelt besonders. Das zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeugs ist daher neben Schadstoff- und Geräuschklasse für die Steuerermittlung entscheidend. Unterschieden wird zwischen Wagen mit einem Gesamtgewicht bis 3.500 Kilogramm und denen mit einem höheren Gewicht. Der Steuerbetrag wird in 200 kg-Schritten ab einem Wert von 6,42 € je angefangenen 200 Kilogramm errechnet. Das Gesetz definiert aber auch Höchstbeträge. Möchten Sie es genauer wissen, lesen Sie hier nach: LKW-Steuer.

Anhänger

Auch Anhänger unterliegen in Deutschland der Steuerpflicht, wenn sie zugelassen werden müssen. Zulassungsfrei sind Hänger für land- und forstwirtschaftliche Nutzung sowie für den Transport von Sporttieren und Sportgeräten. Berechnet wird je angefangenen 200 kg Gesamtgewicht eine Steuer von 7,46 Euro. Die Steuersumme ist auf 373,24 Euro begrenzt. Halter von Lastkraftwagen können sich jedoch auch von der Steuerpflicht für den Anhänger befreien lassen. Dann wird auf die Kfz-Steuer des Zugfahrzeuges ein Steuerzuschlag erhoben. Der genaue Steuerbetrag richtet sich wieder nach dem zulässigen Gesamtgewicht des Anhängers. Detailliertere Informationen finden Sie hier: Anhänger-Besteuerung.

Steuerermäßigungen für Elektrofahrzeuge

Auch für Kraftwagen, die mit Hilfe eines Elektromotors angetrieben werden, fallen Steuern am. Gemäß Paragraph 9 Abs. 2 KraftStG vermindert sie sich jedoch um 50 Prozent der Steuerlast vergleichbarer Fahrzeuge. Um die Entwicklung innovativer Autos mit Elektroantrieb zu fördern, gibt es seit geraumer Zeit sogar eine Steuerbefreiung für diese Fahrzeuge, geregelt im Paragraph 3d KraftStG. Bei einem Umbau von Kraftwagen von konventionellem antrieb auf Elektromotor kann die Steuer auf Antrag erlassen werden. Diese Steuerbefreiung für Elektromobile gilt für eine Erstzulassung nach dem 18. Mai 2011 und wird auf alle E-Autos angewendet, die noch bis zum 31. Dezember 20020 zugelassen werden. Auch bei einem Verkauf des Wagens wird sie auf den neuen Halter übertragen. Hybridautos oder Fahrzeuge, die zur Verlängerung der Reichweite noch mit einem herkömmlichen Verbrennungsmotor ausgestattet sind, zählen nicht zu den Elektrofahrzeugen. Wie Sie von den Steuerbegünstigungen der E-Mobile profitieren können, erfahren Sie im Artikel Steuern für E-Autos.

Steuervergünstigungen für Oldtimer

Oldtimer lassen die Herzen von Autoliebhabern höher schlagen. Mit traditioneller Technik und ein formschönem Design werden die gut gepflegten oder restaurierten Fahrzeuge zu Sammlerstücken, die mehr in der Garage stehen als auf den Straßen genutzt zu werden. Spezielle Kennzeichen, die auf ein „H“ enden, weisen solche Kraftwagen als historisch wertvoll aus. Oldtimer erhalten Steuervergünstigungen, wenn sie mindestens 30 Jahre alt sind und in einem (fast) originalgetreuen Zustand sind. Es zählt das Datum der ersten Zulassung. Außerdem muss ein technisches Gutachten bestätigen, dass sowohl die Instandhaltung als auch notwendige Reparaturen sachgerecht erfolgten sowie nur solche Ersatzteile verwendet wurden, die dem damaligen Stand der Technik entsprachen. Für Oldtimer wird ein jährlicher Steuerbetrag von 191,73 Euro erhoben. Ab dem Oktober 2017 ist auch erstmalig die Erteilung eines Saisonkennzeichens für Oldtimer möglich. Dann wird die Steuer nur für die Monate erhoben, in denen der Wagen auch zugelassen ist. Die Nutzung auf öffentlichen Straßen (dazu zählt auch das Parken!) ist außerhalb der Zulassungszeit dann allerdings nicht erlaubt. Infos im Artikel Oldtimer-Steuer.

Steuern sparen mit Saisonkennzeichen

Die zeitlich begrenzte Anmeldung eines Fahrzeuges ist vor allem für jene Autofahrer sinnvoll, die ihren Wagen nur bei gutem Wetter nutzen. Sie können sich für ein Saisonkennzeichen entscheiden. Es gelten die Steuersätze, die sich gemäß der Daten der Zulassung ergeben – nämlich das Datum der Erstzulassung, der Hubraum, die Schadstoffklasse und der CO2-Ausstoss. Errechnet wird zunächst immer die jährliche Steuersumme. Danach erfolgt die Ermittlung der tatsächlichen Steuerlast, nämlich nur für die Monate der Nutzung.

Das Kraftfahrzeugsteuergesetz ist zwar nicht sehr umfangreich, dennoch enthält es viele verschiedene Regelungen, die unter bestimmten Voraussetzungen gelten. Interessieren Sie sich für ein neues Fahrzeug, so vergleichen Sie zuerst den Anschaffungspreis und die Kosten des laufenden Betriebs. Neben Kraftstoffverbrauch und Versicherungskosten ist hier auch die Kfz-Steuer zu betrachten. Unser Rechner hilft Ihnen dabei, die künftige Steuer genau auszurechnen. Hilfreich ist hier, wenn Sie die Zulassung zu Hand haben.


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