Gewerbesteuerrechner 2018 - Berechnen Sie die gewerbliche Steuer in Ihrer Gemeinde

Die Gewerbesteuer ist eine Gemeindesteuer, die jeder Gewerbetreibende an die Gemeinde des Geschäftssitzes zahlen muss. Da die Gewerbesteuer nicht allein anhand der Gewinne berechnet wird, ist es nicht immer einfach, die tatsächliche Höhe der Steuern zu ermitteln. Mit diesem Gewerbesteuerrechner können Sie sich einen ersten Überblick über die Forderungen verschaffen.

Gewerbesteuerberechnung nach komplexen Regeln

Der Gewerbeertrag wird vor der Berechnung der Steuer nach komplexen Regeln berechnet. Zunächst wird der Gewinn aus Gewerbebetrieb herangezogen. Dieser entspricht den Angaben für die Einkommensteuer gemäß Einkommensteuergesetz bzw. der Körperschaftsteuer entsprechend des Körperschaftsteuergesetzes. Damit die zu erwartende Steuer für die Gemeinden möglichst gleichmäßig bleibt, kommt es nun zu Hinzurechnungen und Kürzungen gemäß §8 und §9 des Gewerbesteuergesetzes. Mit den Hinzurechnungen werden dem Gewinn aus Gewerbebetrieb einige Beträge wieder addiert, die bei der Ermittlung des Gewinns zuvor abgesetzt worden sind. So müssen Rentenzahlungen und Auszahlungen von Gewinnen an stille Teilhaber hierfür in voller Höhe dem Gewinn wieder hinzugerechnet werden. Auch Mieten und Pachtzinsen, die vom Gewerbe gezahlt werden müssen, zählen im Rahmen der Gewerbesteuer zum jährlichen Ertrag. Diese werden jedoch nur zur Hälfte bzw. bei beweglichen Anlagegütern zu einem Fünftel hinzugerechnet. Auch ein Viertel der Kosten, die für Konzessionen und Lizenzen gezahlt werden mussten, werden dem Ertrag des Unternehmens angerechnet. Neben den Hinzurechnungen gibt es aber auch Kürzungen, die den für die Gewerbesteuer maßgebenden Ertrag vermindern. Dazu mehr im folgenden Abschnitt.

Tipp zum Gewerbesteuerrechner 2018: Vermeidung von Doppelbesteuerung durch Kürzungen

Um Doppelbesteuerungen zu vermeiden, kann der Ertrag im Gegenzug um bestimmte Werte gekürzt werden. Ausländische Gewinne, Auszahlungen an Kapitalgesellschaften und ein Anteil des Grundstückwertes (für den ja bereits Grundsteuer entrichtet wird) können vom Gewinn des Unternehmens abgezogen werden. Falls im Vorjahr ein Verlust zu verzeichnen war, kann dieser ebenfalls vom aktuellen Gewinn abgezogen werden. Im Anschluss an diese Rechnung wird auf die nächsten 100 Euro abgerundet. Bevor die Gewerbesteuer berechnet wird, kann jedoch ein Freibetrag geltend gemacht werden. Einzelunternehmer und Personengesellschaften können 24.500 Euro vom Ertrag abziehen. Bei Vereinen und juristischen Personen des öffentlichen Rechts wird immerhin noch ein Freibetrag von 5000 Euro gewährt. Dieser endgültige Gewerbeertrag wird mit der deutschlandweit geltenden Steuermesszahl multipliziert. Seit 2008 sind dies 3,5%. Die tatsächliche Höhe der Gewerbesteuer hängt dann aber vom Hebesatz der zuständigen Gemeinde ab. Dieser Hebesatz beträgt mindestens 200%, kann von der Gemeinde aber auch wesentlich höher veranschlagt werden. Der höchste je veranschlagte Hebesatz liegt bei 900%.


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