Abschreibung AFA

Abschreibungsrechner - AfA-Rechner

Unser Abschreibungsrechner berechnet die lineare Abschreibung anhand der Nutzungsdauer, den Anschaffungskosten sowie dem Anschaffungszeitpunkt. Das Ergebnis liefert einen Abschreibungsplan zu allen betreffenden Steuerjahren.

Noch mögliche Änderungen 2024 aufgrund Wachstumschancengesetz

Das sogenannte Wachstumschancengesetz hat der Bundesrat vorerst gestoppt. Die Länderkammer hat in ihrer Sitzung im November 2023 beschlossen, den Vermittlungsausschuss anzurufen. Dieser befasst sich am 21.2.2024 mit dem Gesetz. Die nächste reguläre Bundesratssitzung, die ein Vermittlungsergebnis absegnen könnte, findet am 22.3.2024 statt. Damit bleibt offen, ob ab 2024 (gegebenenfalls rückwirkend) die damit geplanten Änderungen beim Thema "Abschreibung / AfA" gesetzlich verankert werden. Die Änderungen werden dann umgehend in unseren Rechnern und Seiten hinterlegt. Folgendes ist ab 2024 im Gesetz geplant:

  • Geringwertige Wirtschaftsgüter
    Aktuell ist es möglich, geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von bis zu 800 Euro sofort und vollständig steuerlich abzusetzen. Für Anschaffungen ab 2024 soll dieser Betrag auf 1.000 Euro angehoben werden. Für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens besteht derzeit die Möglichkeit, einen Sammelposten zu bilden, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwischen 250 Euro und 1.000 Euro liegen. Ab 2024 soll die Obergrenze für diesen Betrag auf 5.000 Euro erhöht werden, und die Zeitspanne für die Auflösung dieses Sammelpostens soll von 5 Jahren auf 3 Jahre verkürzt werden.
  • Befristete Wiedereinführung der degressiven AfA
    Die degressive Abschreibung für bewegliche Anlagegüter wurde coronabedingt 2020 eingeführt und zunächst bis Ende 2022 verlängert. Angesichts der aktuellen Krisensituation ist beabsichtigt, die degressive Abschreibung auch für Anlagegüter zu ermöglichen, die zwischen dem 30. September 2023 und dem 1. Januar 2025 angeschafft oder hergestellt werden.
  • Befristete Einführung einer degressiven AfA für Wohngebäude
    Es soll ab 2024 eine degressive Abschreibung in Höhe von 6 Prozent für Wohngebäude ermöglicht werden, die vom Steuerpflichtigen entweder hergestellt wurden oder bis zum Ende des Jahres der Fertigstellung angeschafft wurden. Im Jahr der Anschaffung oder Herstellung erfolgt die Abschreibung zeitanteilig. Der Steuerpflichtige hat die Option, auf eine lineare Abschreibung umzusteigen. Die degressive Abschreibung ist anwendbar, wenn die Herstellung nach dem 30.09.2023 begonnen hat und vor dem 1.10.2029 abgeschlossen wird. Im Falle der Anschaffung ist die degressive Abschreibung nur möglich, wenn der Vertrag innerhalb dieses genannten Zeitraums abgeschlossen wurde.
  • Sonderabschreibung
    Die gegenwärtige Sonderabschreibung beläuft sich auf maximal 20 Prozent der Investitionskosten und ist für Unternehmen anwendbar, die im Jahr vor der Investition eine Gewinngrenze von 200.000 Euro nicht überschreiten. Für Anschaffungen ab 2024 soll es möglich sein, bis zu 50 Prozent abzuschreiben.

Informationen zu Abschreibungen mit Beispielrechnung

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Abschreibung von Hardware und Software seit 2021 auf ein Jahr verkürzt

Computerhardware und Software kann seit 2021 mit einjähriger Nutzungsdauer abgeschrieben werden. Die rund 20 Jahre geltende dreijährige Abschreibungsdauer wurde aufgrund des raschen technischen Wandels von Computern und Software auf ein Jahr gekürzt. Damit sind diese Güter im Jahr der Anschaffung, also sofort abschreibbar. Auch Peripheriegeräte, wie Drucker, Scanner, Mäuse etc. gehören dazu.

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Was bedeutet Abschreibung bzw. die Abkürzung AfA?

Unter dem Begriff Abschreibung versteht man im steuerlichen Umfeld den Wertverlust von Gegenständen wie Fahrzeugen, Gebäuden oder Soft- und Hardware. Die Abkürzung AfA steht für "Absetzung für Abnutzung". Es gilt: Angeschaffte oder eigens hergestellte Produkte, welche zum Erzielen von Einkünften angeschafft werden, können abgeschrieben werden. In der Praxis werden die Kosten der Anschaffung über mehrere Jahre von Gewinn abgezogen. Die Gewinnminderung reduziert die steuerliche Belastung.

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Was ist der Unterschied zwischen linearer oder degressiver Abschreibung?

Bei der linearen Abschreibung wird über den Zeitraum der Nutzung eines Gegenstandes ein feststehender Betrag als Betriebskosten abgesetzt. Sie müssen die richtige Abschreibungsdauer beachten und gegebenenfalls eine anteilig geringere Abschreibungssumme im Anschaffungsjahr, falls das Wirtschaftsgut unterjährig gekauft wurde.

Bei der degressiven Abschreibung sinkt der Wert des Gegenstandes in den ersten Nutzungsjahren besonders stark. Es gibt unterschiedliche Versionen der degressiven Abschreibung. Steuerrechtlich kommt jährliche eine konstante Abschreibungsquote zum Einsatz. Dies bedeutet, dass immer ein gleichbleibender Prozentsatz vom jeweils bestehenden Wert (Restbuchwert) abgeschrieben wird.

Weitere Informationen zu den beiden Varianten finden Sie im Artikel: linearer oder degressiver Abschreibung.

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Wird brutto oder netto abgeschrieben?

Selbstständige mit Vorsteuerabzug nehmen immer den Netto-Wert. Angestellte und Kleinunternehmer rechnen immer mit dem  Brutto-Kaufpreis.

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Wie berechnet sich der Abschreibungsbetrag?

Die lineare Abschreibung führt zu gleich hohen Abschreibungsbeträgen über die Nutzungsdauer des Abschreibungsobjektes. Die Formel für die lineare Abschreibung lautet:

Abschreibungsbetrag = Anschaffungskosten / Nutzungsdauer.

Die lineare Abschreibung ist die am häufigsten angewandte Abschreibungsmethode. Hierbei geht man davon aus, dass die Abnutzung bzw. der Wertverlust konstant über die Jahre gleichmäßig ist.

Senkung der Mehrwertsteuer für 2. Halbjahr 2020 berücksichtigt

Die Senkung der Mehrwertsteuer von 19 auf 16 Prozent für das 2. Halbjahr 2020 wird bei Auswahl von "Brutto" bei den Anschaffungskosten im Abschreibungsrechner berücksichtigt.

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Eingabehilfe zum Abschreibungsrechner / AfA-Rechner

Die Charts zur Entwicklung der Abschreibung und des Restwerts für das Wirtschaftsgut veranschaulichen den Abschreibungsplan und machen den Abschreibungsrechner zu einem nützlichen Steuerrechner.

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Zeitpunkt der Anschaffung

Abschreibungsrechner: Zeitpunkt Wählen Sie bitte den Monat und das Jahr für den Zeitpunkt der Anschaffung des abzuschreibenden Wirtschaftsguts aus. Das in Deutschland gesetzlich vorgeschriebene Verfahren zur Bestimmung des Wertverlusts eines Anlageguts ist die lineare Abschreibung. Hierbei werden die Kosten der Anschaffung bzw. Herstellung des abzuschreibenden Wirtschaftsgutes gleichmäßig auf die Jahre der Nutzungsdauer aufgeteilt. Jedes Jahr wird der gleiche Betrag abgeschrieben und am Ende der Nutzungsdauer ist das Wirtschaftsgut vollständig abgeschrieben. Wenn die Anschaffung unterjährig getätigt wurde, wird der Abschreibungsbetrag im ersten und im letzten Jahr auf die Nutzungsmonate des Wirtschaftsguts umgerechnet.

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Kosten der Anschaffung

Abschreibungsrechner: Kosten der Anschaffung Geben Sie bitte im AfA-Rechner die Kosten der Anschaffung bzw. der Herstellung für das abzuschreibende Wirtschaftsgut in Euro an. Wählen Sie dabei aus, ob es sich um einen Brutto- oder Nettobetrag handelt. Der Rechner zieht im Falle eines Bruttobetrags die enthaltene Mehrwertsteuer (bei Anschaffung im 2. Halbjahr 2020: 16%, sonst 19 %) vor der Berechnung des Abschreibungsplans ab. Die Netto-Anschaffungskosten können nicht komplett im Jahr der Anschaffung steuerlich abgesetzt werden. Stattdessen werden sie über die Nutzungsdauer verteilt abgesetzt. Das Verfahren wird als Absetzung für Abnutzung (AfA) bzw. als Abschreibung bezeichnet.

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Nutzungsdauer

Abschreibungsrechner: Nutzungsdauer Geben Sie bitte die Nutzungsdauer des Wirtschaftsguts gemäß AfA-Tabelle in Jahren an. Als Nutzungsdauer wird im Steuerrecht der Zeitraum bezeichnet, über den ein Wirtschaftsgut betrieblich genutzt werden kann. Steuerrechtlich maßgebend für die Berechnung der Abschreibung - also der Absetzung für Abnutzung - sind die AfA-Tabellen der Finanzverwaltung. Dort wird für viele Güter die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verbindlich festlegt. Demnach hat z.B. ein Notebook eine Nutzungsdauer von drei Jahren. Und ein Firmenwagen wird sechs Jahre lang abgeschrieben. Abweichungen von diesen Vorgaben sind nur möglich, wenn eine kürzere Nutzungsdauer nachgewiesen bzw. glaubhaft gemacht werden kann.

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Beispiel für lineare Abschreibung einer Haarschneidemaschine

Frau Haar ist Inhaberin eine Friseursalons und benötigt drei neue elektrische Haarschneidemaschinen. Sie erwirbt diese im Oktober 2024 zu insgesamt 1.200 Euro inkl. Mehrwertsteuer. Den daraus resultierenden Nettobetrag von 1.008,40 Euro möchte sie nun steuerlich als Betriebsausgabe absetzen. Diese Netto-Anschaffungskosten kann sie jedoch nicht in voller Höhe im Anschaffungsjahr steuermindernd als Betriebsausgabe geltend machen, sondern nur über mehrere Jahre verteilt.

Die Finanzverwaltung geht nämlich bei Wirtschaftsgütern von einer bestimmten Nutzungsdauer aus, die beispielsweise bei elektrischen Haarschneidemaschinen gemäß der durch die Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabelle ("Absetzung für Abnutzung ") fünf Jahre beträgt. Demnach kann Frau Haar ihre neuen Haarschneidemaschinen nur über fünf Jahre verteilt mittels des linearen Abschreibungsverfahrens absetzen. Somit könnte Sie also jedes Jahr ein Fünftel des Nettopreises, also einen Abschreibungsbetrag von 201,68 Euro absetzen.

Allerdings hat sie die Maschinen unterjährig, also nicht gleich zu Beginn des Steuerjahres erworben. Dadurch wird der Abschreibungsbetrag im ersten Jahr auf die Nutzungsmonate der Maschinen umgerechnet, was bei Frau Haar drei Monaten bzw. einem viertel Jahr entspricht. Sie kann also 2024 ein Viertel von 201,68 Euro (=50,42 Euro) abschreiben, also steuerlich als Betriebsausgabe absetzen. 2025 bis 2028 setzt sie dann die vollen 201,68 Euro ab. Schließlich endet ihre fünfjährige Nutzungsdauer im September 2029, so dass sie 2029 den buchhalterischen Restwert (Restbuchwert) der Maschine in Höhe von 151,26 Euro abschreiben und damit steuerlich absetzen kann.

Abschreibungsplan zum Beispiel: Haarschneidemaschinen 1.200 Euro (1.008,40 netto)

SteuerjahrAbschreibungRestwert
202450,42957,98
2025201,68756,30
2026201,68554,62
2027201,68352,94
2028201,68151,26
2029151,260,00
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Beispiel für lineare Abschreibung eines Notebooks

Frau Schmidt ist freiberuflich tätig und erwirbt im November 2024 ein hochwertiges Notebook, das sie zur Ausübung ihrer Tätigkeit benötigt. Die Kosten betragen 1.799 Euro inkl. Mehrwertsteuer. Den daraus resultierenden Nettobetrag von 1.511,76 Euro möche sie nun steuerlich als Betriebsausgabe absetzen. Diese Netto-Anschaffungskosten kann sie inzwischen direkt im ersten Jahr als Betriebsausgabe steuerlich geltend machen. Denn seit 2021 beträgt die Nutzungsdauer für Hard- und Software nur noch ein Jahr. Aufgrund des schnellen technischen Wandels wurde nämlich die rund 20 Jahre geltende dreijährige Abschreibungsdauer auf ein Jahr verkürzt. Der Abschreibungsplan für das Notebook ist daher sehr kurz:

Abschreibungsplan zum Beispiel: Notebook 1.799 Euro (1.511,76 netto)

SteuerjahrAbschreibungRestwert
20241.511,760,00
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Tipp: Mehrwertsteuer-Rechner für Nettopreise

Um den Nettobetrag anhand eines Bruttopreises oder umgekehrt zu berechnen, nutzen Sie einfach unseren Mehrwertsteuer-Rechner.

Quellenangaben

Insbesondere die Informationen folgender Quellen haben wir für die Themenwelt "Abschreibung / AfA" verwendet:

Letzte Aktualisierung

Diese Seite der Themenwelt "Abschreibung / AfA" wurde zuletzt am 30.10.2023 redaktionell überprüft oder ergänzt durch Michael Mühl. Sie entspricht dem aktuellen Stand.

Änderungen in Themenwelt "Abschreibung / AfA"

  • Bekanntgabe der mit dem Wachstumschancengesetz ab 2024 geplanten Änderungen bei der Abschreibung auf der Seite des Abschreibungs-Rechners
  • Berücksichtigung des ab 2023 geltenden Afa-Satzes in Höhe von 3 Prozent statt vormals 2 Prozent auf Wohngebäude in unserem Ratgeber Abschreibung auf Gebäude.
  • Erläuterung der nunmehr einjährigen AfA auf Computer und Software im Ratgeber Abschreibung von Software sowie der coronabedingten Möglichkeit der degressiven Abschreibung im Ratgeber Lineare und degressive Abschreibung.
  • Berücksichtigung der Mehrwertsteuer-Senkung für das 2. Halbjahr 2020 auf 16 Prozent im Abschreibungs-Rechner, sofern Auswahl von Brutto bei den Anschaffungskosten erfolgt und der Zeitpunkt der Anschaffung im 2. Halbjahr 2020 liegt.
  • Erweiterung des Artikes Abschreibung auf Gebäude: Beschrieben wird nun sowohl die Abschreibung auf gewerblich genutzte sowie die Abschreibung auf zu Wohnzwecken dienende Gebäude.
  • Redaktionelle Überarbeitung dieser Seite
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