Abschreibung von Software

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Abschreibungsrechner

Berechnung der linearen Abschreibung anhand der Nutzungsdauer (AfA-Tabelle), den Kosten sowie dem Zeitpunkt der Anschaffung. Bei unterjährigen Anschaffungszeitpunkten wird der Abschreibungsbetrag im ersten und im letzten Jahr auf die Nutzungsmonate des Wirtschaftsguts umgerechnet. Das Ergebnis liefert einen Abschreibungsplan zu allen betreffenden Steuerjahren. Anschauliche Charts zur Entwicklung von Abschreibung und Restwert des Wirtschaftsguts machen den Rechner zu einem nützlichen Werkzeug.
Aktualisiert am von Michael Mühl

Computer und ihre Software bestimmen inzwischen viele betriebliche Abläufe. Hochmoderne Maschinen und Anlagen, komplexe Lagereinrichtungen, intelligente Bestell- und Lagersysteme und natürlich die Verwaltung – Computerprogramme sind überall im Einsatz. Steuerlich zählen sie zu den immateriellen Wirtschaftsgütern und dürfen dementsprechend abgeschrieben werden. Doch je nach Anschaffungskosten und Einsatzgebiet gibt es hier viele Besonderheiten zu beachten.

Berechnung der Software-Abschreibung

Mit Hilfe unseres Abschreibungsrechners ermitteln Sie ganz bequem die Höhe der Abschreibung für Ihre Software unter Berücksichtigung der Nutzungsdauer. Ein Abschreibungsplan liefert die genauen abzuschreibenden Beträge verteilt auf die betreffenden Steuerjahre. Alle notwendigen Informationen finden Sie unterhalb des Rechners.

Besonderheiten bei der Software-Abschreibung

1. Software ist immaterielles Wirtschaftsgut

Computerprogramme erfüllen in der Praxis die unterschiedlichsten Funktionen. Die Spezialisten unterscheiden zwischen maschinenorientierter Systemsoftware (dazu zählen unter anderem die Betriebssysteme) und Anwendersoftware. Das sind Programme, die entweder standardmäßig von vielen Anwender genutzt werden (wie etwa Microsoft Office)oder individuelle Software. Diese wird speziell für den User programmiert. Das Programm kann nur dann als Wirtschaftsgut erfasst werden, wenn es mit dem Computer keine Einheit bildet – also auf der Rechnung separat ausgewiesen wird. Der Bundesfinanzhof hat entschieden, dass sie dann zu den immateriellen Wirtschaftsgütern gehört, auch wenn sie auf Datenträgern wie DVD oder USB-Stick bereitgestellt werden.

2. Die Abschreibung von Software in Einheit mit dem Computer

Auf der Grundlage des Einkommensteuergesetztes § 7, und des Handelsgesetzbuches § 253, sind Wirtschaftsgüter, die sich abnutzen können, über die voraussichtliche Nutzungsdauer hinweg abzuschreiben. Abschreibungen mindern als Kosten den Gewinn des Unternehmens. Software, die in Einheit mit der Hardware erworben wird, wird auch mit ihr abgeschrieben. Getrennte Buchungen gibt es hier nicht. Es gelten die Tabellen für die Absetzung für Abnutzung (AfA), die von den Finanzbehörden veröffentlicht werden. Personalcomputer, Notebooks und ähnliches Equipment wird über drei Jahre abgeschrieben. Bei CNC-Maschinen dagegen beträgt die Abschreibungsdauer 8 Jahre.

3. Abschreibung von Software mit Anschaffungskosten über 800 Euro (bis 2018: über 410 Euro)

Individuell programmierte Anwendersoftware und umfangreiche Standardsoftware hat seinen Preis. Die voraussichtliche Nutzungsdauer handelsüblicher Standardsoftware wird mit 3 Jahren bewertet. Speziell angefertigte Programme werden dagegen in der Regel über 5 Jahre abgeschrieben.

4. Kürzere Abschreibung bei preisgünstigen Trivialprogrammen

Software, die nur allgemein zugängliche Daten speichert und außerdem von jedermann im Handel zu einem günstigen Preis erworben werden kann, wird als Trivialsoftware bezeichnet. Buchhalterisch zählen diese Programme zu den beweglichen Wirtschaftsgütern mit geringem Wert (GWG – Geringwertige Wirtschaftsgüter) und werden entsprechend abgeschrieben. Sind sie billiger als 250 Euro (bis 2018: 150 Euro), dürfen sie sofort als Kosten verbucht werden. Bei einem Wert unter 800 Euro (bis 2018: unter 410 Euro) sind sie als GWG zu erfassen und am Ende des Anschaffungsjahres abzuschreiben.

Überblick über die Abschreibung von Software

Software Anschaffungs­kosten Aktivierung Abschreibungs­dauer
Virenschutz Trivialprogramm 50 Euro nein keine
Text­verarbeitungs­programm Trivial­programm 350 Euro als GWG Abschreibung im Anschaffungsjahr möglich
Lagerprogramm Individuelle Anwender­software 400 Euro Ja, als immaterielles Wirtschaftsgut 5 Jahre
Betriebssystem Notebook In Einheit mit dem Gerät Nicht ausgewiesen nein keine
Buchhaltungs­programm, installiert auf dem Notebook Standard­software 900 Euro Ja 3 Jahre, wie das Gerät
Maschinensteuerung, programmiert durch Mitarbeiter Selbst erstellt Herstellungskosten
5.000 Euro
Wahlrecht 5 Jahre

5. Updates sind sofort Aufwendungen

Kostenpflichtige Updates gelten nicht als selbständige Software, sie dürfen daher stets sofort als Aufwendungen verbucht werden.

Lesen Sie auch unseren Artikel zur Abschreibung von Firmenfahrzeugen oder von Abschreibung von Immobilien (Gewerbeimmobilien).

Quellenangaben

Insbesondere die Informationen folgender Quellen haben wir für die Themenwelt "Abschreibung / AfA" verwendet:

Letzte Aktualisierung am 10.11.2018

Die letzten Änderungen in der Themenwelt "Abschreibung / AfA" wurden am 10.11.2018 umgesetzt durch Michael Mühl. Hauptsächlich wurde folgendes aktualisiert:

  • Redaktionelle Überarbeitung aller Texte in dieser Themenwelt