Gehaltsrechner 2017 - Berechnen Sie Ihr Nettogehalt

Löhne und Gehälter: Bei den zwischen Arbeitgebern und ihren Arbeitnehmern vereinbarten Entgelten besteht ein grundsätzlicher Unterschied zwischen Brutto und Netto. Eine ausgehandelte Basis ist nicht gleichbedeutend mit dem ausgezahlten Betrag, der letztlich auf dem Bankkonto eines Arbeitnehmers gutgeschrieben wird. Außerdem ist zwischen Löhnen und Gehältern zu unterscheiden.

Der Gehaltsrechner

Mit unserem Gehaltrechner haben Sie die Möglichkeit, sich einen Überblick über ihre Steuer- und Sozialabzüge zu verschaffen und ebenfalls zu berechnen, wie sich diese bei einer eventuellen Gehaltserhöhung auf Ihren Nettoverdienst auswirken können.

Zum Gehaltsrechner: Unterschied Lohn und Gehalt

Die Begriffe Löhne und Gehälter sind deutlich voneinander zu unterscheiden. Bei einem Lohn handelt es sich zwar um einen festgelegten Stundensatz, der jedoch mit der tatsächlich geleisteten Arbeitszeit multipliziert wird und somit jeden Monat variieren kann. Ein Gehalt bleibt dagegen in jedem Monat gleich und verändert sich ausschließlich dann, wenn dem Arbeitnehmer eine Gehaltserhöhung gewährt wird.

Gemeinsamkeit

Sowohl bei Löhnen als auch bei Gehältern besteht für den Arbeitgeber die Möglichkeit, sich im Krankheitsfall seines Arbeitnehmers eine Lohnfortzahlung von der entsprechenden Krankenkasse auszahlen zu lassen. Dafür muss jedoch im Vorfeld ein Antrag erfolgen, der auch lediglich einmal pro Jahr verändert werden kann. Hierbei wird ein Erstattungssatz gewählt, welcher bei jeder Krankenkasse variiert und in der Regel zwischen 40 und 80% des Lohnes oder Gehaltes liegt. Der Arbeitgeber hat dabei gewisse Mehrzahlungen zu leisten, um eine entsprechend höhere Erstattung von den Krankenkassen zu erhalten.

Tipp zum Gehaltsrechner

Bei Arbeitnehmern, die aufgrund einer bekannten chronischen Krankheit, wie beispielsweise Rückenleiden oder Migräneanfällen, ein erhöhter Anteil an Krankheitstagen zu erwarten ist, sollte der Arbeitgeber freiwillig einen höheren Erstattungssatz wählen und einen größeren Beitrag an die Krankenkasse leisten, um eine entsprechend bessere Erstattung und Entlastung erhalten zu können. Ist dies nicht der Fall, entscheiden sich die meisten Arbeitgeber für die so genannte Regelerstattung. Jedoch ist es zu empfehlen, den Ratschlag eines Steuerberaters in die Entscheidung einzubeziehen.

Grundlegendes: Brutto und Netto

Das Bruttogehalt und der Bruttolohn unterliegen gewissen, festgelegten Abzügen welche durch die Lohnsteuer, den Solidaritätszuschlag und die Sozialabgaben (Kranken-, Renten,- Arbeitslosen- und Pflegeversicherung) entstehen. In vielen Fällen wird außerdem die zu entrichtende Kirchensteuer in Abzug gebracht, was abschließend das ausgezahlte Nettogehalt bzw. den Nettolohn ergibt. Ist ein Arbeitnehmer ausschließlich geringfügig beschäftigt, also beispielsweise auf 400-Euro-Basis (450 Euro ab 2013), so entstehen ihm keinerlei Abzüge. Jedoch hat der Arbeitgeber in diesem Fall eine pauschale Abgabe zu entrichten.

News zum Gehaltsrechner

22.11.2016: Der Rechner unterstützt nun auch die Gehaltsberechnung für 2017. Folgende Änderungen für 2017 wurden unter anderem vorgenommen:

  • Anpassungen des Einkommensteuertarifs (einschließlich Anhebung des Grundfreibetrags auf 8.820 Euro)
  • Freibeträge für Kinder (Anhebung auf 3.678 Euro bzw. 7.356 Euro).
  • Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung und sozialen Pflegeversicherung ab 2017 52.200 Euro (2016: 50.850 Euro)
  • Der bundeseinheitliche Beitragssatz in der sozialen Pflegeversicherung beträgt nun 2,55 % (2016: 2,35 %)
  • Beitragsbemessungsgrenze West (BBG West) der allgemeinen Rentenversicherung beträgt nun 76.200 Euro (2016: 74.400 Euro) und die Beitragsbemessungsgrenze Ost (BBG Ost) 68.400 Euro (2016: 64.800 Euro)
  • Der Teilbetrag der Vorsorgepauschale beträgt 2017 für die Rentenversicherung 68 % (2016: 64 %)

01.01.2016: Gestiegener kassenindividueller Zusatzbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung
Wie im Bundesanzeiger jüngst veröffentlicht, liegt der durchschnittliche kassenindividuelle Zusatzbeitrag für 2016 bei nunmehr 1,1 Prozent. Dieser allein vom Arbeitnehmer zu tragende Beitragsanteil hat sich somit im Durchschnitt um 0,2 Prozentpunkte gegenüber 2015 erhöht.

01.01.2015: Zusatzbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung
Die gesetzlichen Krankenkassen können fortan einen einkommensabhängigen Zusatzbeitrag für ihre Finanzierung erheben, welcher komplett vom Arbeitnehmer zu zahlen sein wird. Wie im Bundesanzeiger Ende 2014 veröffentlicht, beträgt der durchschnittliche Zusatzbeitrag 0,9 Prozent. Dieser Wert gilt als Richtwert für die Kassen bei der Bestimmung ihrer Zusatzbeitragssätze. Der neu festgelegte allgemeine Beitragssatz von 14,6% zur gesetzlichen Krankenversicherung wird zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber grundsätzlich geteilt, so dass im Durchschnitt ein Anteil von 7,3 Prozent zuzüglich 0,9 Prozent vom Gehalt des Arbeitnehmers einbehalten wird. Damit ändert sich nichts zum Beitragsanteil von 8,2 Prozent des vergangenen Jahres. Man muss allerdings beobachten, wie sich die Höhe dieses zusätzlichen Beitrags künftig verändern wird.

01.12.2015: Gesamte Tarifentlastung für 2015 erfolgt im Dezember 2015
Mitte 2015 wurde rückwirkend zum Beginn des Jahres das Gesetz zur Anhebung des Grundfreibetrags, des Kinderfreibetrags, des Kindergeldes und des Kinderzuschlags beschlossen. Auf eine rückwirkende Korrektur der Lohnsteuer wurde dabei verzichtet. Stattdessen wurde einheitlich geregelt, dass die gesamte resultierende Tarifentlastung für 2015 nur bei der Lohn- bzw. Gehaltsabrechnung für Dezember 2015 erfolgt. Im Gehaltsrechner kann zur Berechnung der Tarifentlastung im Feld "Steuerjahr" der Dezember 2015 ausgewählt werden.


Diesen Rechner finden Sie in den folgenden Rubriken

Steuerrechner, Arbeit & Soziales