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Gleitzonenrechner 2020 bzw. Midijobrechner 2020 zur Ermittlung der Sozialabgaben bei Midijobs

Aktualisiert am von Stefan Banse

Prüfen Sie mit dem Gleitzonenrechner bzw. Midijobrechner, ob Ihre Beschäftigung in der Gleitzone (im Übergangsbereich) liegt, und wie sich die Beitragsreduzierung bei den einzelnen Zweigen der Sozialversicherung auswirken.

Info für Krankenkassen

Sofern Sie als Krankenkasse den Rechner auf Ihrer Internet-Seite verwenden möchten, kann das Eingabefeld für den Zusatzbeitragssatz ausgeblendet werden und ein kassenindividueller Satz von Ihnen hinterlegt werden. Ebenso können individuelle Beitragssätze für die Umlagen U1 und U2 hinterlegt und angezeigt werden. Wir sind bei der Einrichtung sehr gerne behilflich.

Eingabehilfen zum Midijobrechner

Allgemeines

Sobald das regelmäßige monatliches Arbeitsentgelt die Grenze für Minijobs, also 450 Euro übersteigt, werden auch für den Arbeitnehmer Beiträge zur Sozialversicherung fällig. Bei Midijobs, also bei Beschäftigungen mit Arbeitsentgelten in der Gleitzone (offiziell Übergangsbereich) von 450,01 bis 1.300 Euro (vor dem 1. Juli 2019 waren es 450 bis 850 Euro) werden die Sozialabgaben von ansonsten rund 20 Prozent abgemildert. Dies dient dazu, den Wechsel von einem versicherungs­freien Minijob zu einer versicherungs­pflichtigen Beschäftigung attraktiver zu machen. Eine spezielle Formel sorgt dafür, dass eine relativ starke Reduzierung der Beiträge im unteren Gleitzonenbereich bzw. Übergangsbereich erfolgt, während sich die Beiträge im oberen Bereich den allgemeinen Beitragssätzen zunehmend anpassen.

Kalenderjahr

Geben Sie bitte das Kalenderjahr an, für das die Berechnung durchgeführt werden soll. Für 2019 galt folgende Besonderheit: Während im 1. Halbjahr 2019, wie in den Jahren zuvor, die Gleitzone zwischen 450,01 Euro und 850 Euro lag, gilt seit 1. Juli 2019 eine neue Obergrenze von 1.300 Euro. Der Bereich zwischen 450,01 Euro und 1.300 Euro heißt seit dem nicht mehr offiziell Gleitzone sondern Übergangsbereich.

Monatsbrutto aus Hauptjob

Geben Sie bitte das durch­schnitt­liche Monatsbrutto Ihrer Haupt­beschäftigung in Euro an. Falls Sie mehrere Arbeitslöhne erzielen, geben Sie hier bitte nur den Bruttolohn Ihrer ersten Beschäftigung ein. Sollten Sie Einmalzahlungen, wie z.B. Weihnachtsgeld erhalten, so sind diese durch 12 zu teilen und dem monatlichen Brutto hinzuzu­rechnen. Beträgt die Dauer Ihrer Beschäftigung z.B. nur 6 Monate, sind Einmal­zahlungen entsprechend durch 6 zu teilen und dem monatlichen Brutto hinzuzu­rechnen. Die besonderen Regelungen zur Gleitzone finden Anwendung, wenn das Monatsbrutto aus der Beschäftigung bzw. bei mehreren Beschäftigungs­verhält­nissen die insgesamt erzielten Arbeitslöhne in der Gleitzone von 450,01 Euro bis 1.300 Euro (vor dem 1. Juli 2019 waren es 850 Euro) liegen. Für den Beschäftigten erfolgt dann eine besondere Beitrags­berechnung zur Sozial­versicherung, die zu einer abgemilderten Beitrags­belastung führt.

Weitere Jobs

Wählen Sie bitte aus, ob Sie Arbeitslöhne aus weiteren Beschäftigungen beziehen.

Teilmonat

Wählen Sie bitte aus, ob Sie für einen Teilmonat oder einen vollen Kalendermonat Arbeitslohn erzielen. Gründe für einen Teilmonat sind z.B. der Ablauf der Lohnfort­zahlung bei Arbeits­unfähigkeit oder bei Beginn bzw. Ende der Beschäftigung im Laufe eines Kalender­monats.

Kinderlos und mindestens 23 Jahre alt

Diese Angabe dient der Berechnung Ihres Beitrags zur Pflegeversicherung. Arbeitnehmer, die noch keine Kinder haben, aber bereits 23 Jahre oder älter sind, müssen einen um 0,25 Prozentpunkte höheren Beitrag zur Pflegeversicherung leisten, als die übrigen Arbeitnehmer.

Beschäftigungsort in Sachsen

Diese Angabe dient der Berechnung Ihres Beitrags zur Pflegeversicherung. In Sachsen arbeitende Arbeitnehmer müssen einen um 0,5 Prozenzt­punkte höheren Beitrag zur Pflegeversicherung tragen, als in den übrigen Ländern. Der Arbeitgeber zahlt in Sachsen entsprechend 0,5 Prozent­punkte weniger. Dies ist ein Ausgleich dafür, dass nur in Sachsen der Buß- und Bettag ein zusätzlicher gesetzlicher Feiertag ist.

Verzicht auf Gleitzonen­anwendung für Rente

Diese Angabe dient der Berechnung Ihres Beitrags zur Rentenversicherung und ist nur für die Berechnung für Beschäftigungen vor dem 1. Juli 2019 notwendig.

Zusatzbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung

Bitte geben Sie den von Ihrer Krankenkasse erhobenen Zusatzbeitrag an. Diese Angabe dient der Berechnung Ihres Beitrags zur Krankenversicherung. Seit 2019 wird dieser Zusatzbeitrag wieder von Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu gleichen Teilen geleistet.

Allgemeines

Für den Niedriglohnbereich gibt es seit 2003 eine sogenannte Gleitzonenregelung. Demnach sind Beschäftigungen mit einem Monatsbrutto, das an die versicherungs­freie 450-Euro-Grenze für Minijobs angrenzt, zwar versicherungs­pflichtig, der Arbeitnehmer hat aber nur einen reduzierten Beitragsanteil am Sozial­versicherungs­beitrag zu zahlen. Die Arbeitgeberanteil ist hingegen in voller Höhe zu berechnen. Ziel der Gleitzone ist die Beseitigung der sogenannten Niedriglohnschwelle. Diese würde in Beschäftigungs­verhältnissen bei Überschreiten der Geringfügigkeitsgrenze zu einem plötzlichen Anstieg der Beitragsbelastung auf den vollen Sozial­versicherungs­beitrag von rund 20 Prozent führen.

Ein Beschäftigungs­verhältnis in der Gleitzone (seit 1. Juli 2019 heißt die Gleitzone Übergangsbereich) liegt vor, wenn das daraus erzielte Arbeitsentgelt 450,01 Euro bis 1.300 Euro monatlich beträgt und die Grenze von 1.300 Euro regelmäßig nicht überschreitet.

Vor dem 2. Halbjahr 2019 betrug die Obergrenze noch 850 Euro. Die Ausweitung der Gleitzone auf bis zu 1.300 Euro wurde im Gesetz für Stabilisierung und Leistungsverbesserungen innerhalb der gesetzlichen Rentenversicherung geregelt. Die Gleitzone heißt seit dem offiziell Übergangsbereich.

Wann liegt das Monatsbrutto in der Gleitzone?

Bei der Prüfung der Frage, ob der Arbeitslohn in der Gleitzone liegt, ist vom regelmäßigen Arbeitsentgelt auszugehen. Zu Beginn der Beschäftigung und erneut bei jeder dauerhaften Veränderung (z.B. bei Erhöhung oder Reduzierung des Arbeitsentgelts) muss beurteilt werden, ob die Gleitzonengrenzen regelmäßig im Monat oder nur gelegentlich unter- oder überschritten werden. Dabei müssen auch Einmalzahlungen, wie z.B. Weihnachtsgeld berücksichtigt werden. Grundsätzlich sind solche Einmalzahlungen durch 12 zu teilen und dem monatlichen Brutto hinzuzurechnen. Beträgt die Dauer der Beschäftigung aber z.B. nur 6 Monate, sind Einmalzahlungen entsprechend durch 6 zu teilen und wiederum dem monatlichen Brutto hinzuzurechnen. Berücksichtigen Sie die Verteilung solcher Einmalzahlungen bei der Eingabe im Gleitzonenrechner bitte selbst.

Beispiel bei einer mindestens zwölfmonatigen Beschäftigung
Monatliches Arbeitsentgelt 700 Euro
Einmalzahlung im Dezember 600 Euro
Regelmäßiges monatliches Entgelt ((700 × 12 + 600) / 12) 750 Euro
Das regelmäßige Arbeitsentgelt beträgt voraussichtlich 750 Euro und liegt damit in der Gleitzone.
Beispiel bei einer sechmonatigen Beschäftigung
Monatliches Arbeitsentgelt 1.200 Euro
Einmalzahlung im Dezember 1.200 Euro
Regelmäßiges monatliches Entgelt ((1.200 × 6 + 1.200) / 6) 1.400 Euro
Das regelmäßige Arbeitsentgelt beträgt voraussichtlich 1.400 Euro und liegt damit nicht in der Gleitzone.

Beitragspflichtige Einnahme (Gleitzonenentgelt)

Für die Berechnung der reduzierten Sozial­versicherungs­beiträge der Arbeitnehmer in Midijobs wird anstelle des Monatsbruttos eine geringere Bemessungsgrenze, das sogenannte Gleitzonenentgelt ermittelt. Mit Hilfe einer Formel wird das sogenannte Gleitzonenentgelt bestimmt, welches unterhalb des Monatsbruttos liegt. Dann wird der Gesamtbeitrag zur Sozialversicherung (also von Arbeitnehmer und Arbeitgeber zusammen) anhand der allgemeinen Beitragssätze prozentual vom Gleitzonenentgelt berechnet. Zieht man davon den sich weiterhin am gesamten Monatsbrutto orientierenden Beitragsanteil des Arbeitgebers ab, so erhält man den letztlich niedrigeren Arbeitnehmeranteil. Die Beitragssätze des Arbeitgebers orientieren sich weiterhin am Monatsbrutto.

Formel für das Gleitzonenentgelt

Formel für Gleitzonenentgelt, wobei F = 0,7547 (2020)
Gleitzonenentgelt = F × 450  + ((1300/(1300−450)) − (450/(1300-450)) × F) × (Monatsbrutto − 450)

Bestimmung des Faktors F für die Gleitzonenformel 2020

Der Faktor F wird vom Bundesministerium für Gesundheit und vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales veröffentlicht. Er beträgt 30% geteilt durch den durchschnittlichen Gesamtsozial­versicherungs­beitragssatz. Für 2020 gilt:

Faktor F für 2020
Beitragssatz zur Krankenversicherung14,60 Prozent
+ Durchsschnittlicher Zusatzbeitragssatz1,1 Prozent
+ Beitragssatz zur Pflegeversicherung3,05 Prozent
+ Beitragssatz zur Rentenversicherung18,60 Prozent
+ Beitragssatz zur Arbeitslosen­versicherung2,40 Prozent
= Gesamtsozial­versicherungs­beitragssatz39,75 Prozent
30 /  Gesamtsozial­versicherungs­beitragssatz0,7547

Aufteilung der Beiträge zur Sozialversicherung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber

Die Sozialversicherungsbeiträge richten sich für den Arbeitnehmer nun, statt am Monatsbrutto, am reduzierten Gleitzonenentgelt, also den beitragspflichtigen Einnahmen.

Berechnung Arbeitnehmer und Arbeitgeberanteil anhand Gleitzonenentgelt
Gesamtbeitrag zur Sozialversicherung =Gleitzonenentgelt × Gesamtbeitragssatz
Arbeitgeberanteil =Monatsbrutto × Beitragssatz (Arbeitgeber)
Arbeitnehmeranteil =Gesamtbeitrag − Arbeitgeberanteil

So rechnet der Gleitzonenrechner 2020 - Ein Beispiel zur Berechnung

Beispiel für Herrn Kurz, Arbeitnehmer in Midijob mit Kind in NRW
Allgemeine Beitragssätze 2020
14,60 % Kranken­versicherung
  1,10 % Zusatz­beitrag zur Kranken­versicherung
  3,05 % Pflege­versicherung
18,60 % Renten­versicherung
  2,40 % Arbeits­losen­versicherung
Regelmäßiges monatliches Entgelt von Herrn Kurz 600,00 €
Gleitzonenentgelt gemäß obiger Formel 509,09 €
Krankenversicherung  
Gesamtbeitrag (509,09×7,3%×2) 74,32 €
abzgl. Arbeitgeber­beitragsanteil (600,00×7,3%) 43,80 €
= Arbeitnehmer­beitragsanteil (Gesamtbeitrag abzgl. Arbeitgeberbeitragsanteil) 30,52 €
Kassen­individueller Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung  
Gesamtbeitrag (509,09×0,55%×2) 5,60 €
abzgl. Arbeitgeber­beitragsanteil (600,00×0,55%) 3,30 €
= Arbeitnehmer­beitragsanteil (Gesamtbeitrag abzgl. Arbeitgeberbeitragsanteil) 2,30 €
Pflegeversicherung  
Gesamtbeitrag (509,09×1,525%×2) 15,52 €
abzgl. Arbeitgeber­beitragsanteil (600,00×1,525%) 9,15 €
= Arbeitnehmer­beitragsanteil (Gesamtbeitrag abzgl. Arbeitgeberbeitragsanteil) 6,37 €
Rentenversicherung  
Gesamtbeitrag (509,09×9,3%×2) 94,70 €
abzgl. Arbeitgeber­beitragsanteil (600,00×9,3%) 55,80 €
= Arbeitnehmer­beitragsanteil (Gesamtbeitrag abzgl. Arbeitgeberbeitragsanteil) 38,90 €
Arbeitslosenversicherung  
Gesamtbeitrag (509,09×1,20%×2) 12,22 €
abzgl. Arbeitgeber­beitragsanteil (600,00×1,20%) 7,20 €
= Arbeitnehmer­beitragsanteil (Gesamtbeitrag abzgl. Arbeitgeberbeitragsanteil) 5,02 €

Mehrere Jobs mit einem Arbeitsentgelt in der Gleitzone

Grundsätzlich gilt die Gleitzonenregelung, wenn das insgesamt erzielte Arbeitsentgelt innerhalb der Gleitzone liegt. Das Gleitzonenentgelt, an dem sich die Beitragsberechung für den Beschäftigten orientiert, wird zunächst anteilig für jede Beschäftigung einzeln ermittelt. Dann wird für jede Beschäftigung anhand deren Gleitzonenentgelt die Beitragsberechunng für jeden Zweig der Sozialversicherung durchgeführt.

Folgendes ist bei der Addition der Arbeitslöhne zu beachten

Wenn die erste Beschäftigung über 450 Euro liegt, ist die zweite Beschäftigung (bis 450 Euro) versicherungs­frei. Deren Arbeitsentgelt ist also nicht zu addieren. Jede weitere Beschäftigung (bis 450 Euro) ist wieder versicherungs­pflichtig und hier hinzuzuaddieren. Anders ausgedrückt: Sofern die erste Beschäftigung ein Midijob ist, ist ein Minijob versicherungs­frei. Jeder weitere Minijob, der zeitlich danach aufgenommen wurde, ist versicherungs­pflichtig und dessen Lohn zu berücksichtigen. Falls die erste Beschäftigung jedoch ein Minijob ist, werden alle Minijob-Löhne, also auch der des zweiten Minijobs addiert.

Beispiel-Berechnung

Frau Schmitz übt einen Midijob mit einem monatlichen Entgelt von 550 Euro aus. Zudem ist sie in zwei Minijobs tätig, bei denen sie jeweils 200 Euro verdient. Der erste Minijob bleibt für Frau Schmitz sozial­versicherungs­frei, der zweite unterliegt hingegen der Beitragspflicht. Somit hat Frau Schmitz ein insgesamt erzieltes Arbeitsentgelt von 550 + 200 = 750 Euro und liegt damit in der Gleitzone. Nun wird einzeln zu jedem der beiden Entgelte das Gleitzonenentgelt wie folgt berechnet:

  • Das Gleitzonenentgelt zum Entgelt von 550 Euro wird ermittelt, indem das Gleitzonenentgelt zu den gesamten 750 Euro multipliziert wird mit 550/750. Das Ergebnis ist 497,22 Euro.
  • Das Gleitzonenentgelt zum Entgelt von 200 Euro wird ermittelt, indem das Gleitzonenentgelt zu den gesamten 750 Euro multipliziert wird mit 200/750. Das Ergebnis ist 180,81 Euro.

Dann werden für jeden der beiden Gleitzonenentgelte analog zur Tabelle unter "So rechnet der Gleitzonenrechner - Ein Berechnungs­beispiel" die Sozialabgaben berechnet. Der Gleitzonenrechner gibt hierzu für jeden Sozial­versicherungs­zweig direkt die Summe aus beiden Jobs aus.

Teilmonate - Berechnung im Gleitzonenrechner

Falls nicht für einen vollen Kalendermonat Arbeitslohn erzielt wird, also im Falle eines Teilmonats wird der Arbeitslohn auf den vollen Monat hochgerechnet. Liegt dieser monatliche Betrag innerhalb der Gleitzone von 450,01 bis 1.300 Euro bzw. 850 Euro vor dem 1. Juli 2019, werden die besonderen Regelungen zur Gleitzone angewendet und ein anteiliges Gleitzonenentgelt berechnet. Gründe für den Bezug von Teilarbeitsentgelt sind z.B. der Ablauf der Lohnfortzahlung bei Arbeits­unfähigkeit oder bei Beginn bzw. Ende der Beschäftigung im Laufe eines Kalendermonats.

Beispiel: Liegt Entgelt aus Teilmonat in Gleitzone?
Arbeitsentgelt im Dezember für 2 Tage 100 Euro
Hochgerechnetes Entgelt Dezember 100 × 30 / 2 1.500 Euro
Das Arbeitsentgelt im Dezember beträgt voraussichtlich 1.500 Euro und liegt damit nicht in der Gleitzone.

Beispiel-Berechnung

Herr Schulz hat 2020 für die ersten beiden Tage im Dezember ein Arbeitsentgelt in Höhe von 40 Euro erhalten und danach die Beschäftigung beendet. Somit hat er auf den Monat hochgerechnet ein Arbeitentgelt in Höhe von 40 × 30 / 2 = 600 Euro erzielt. Das auf den Monat hochgerechnete Gleitzonenentgelt beträgt dann gemäß Formel 509,09 Euro. Diese beitragspflichtige Einnahme ist nun wieder auf 2 Tage herunterzurechnen, so dass das anteilige Gleitzonenentgelt 509,009 × 2 / 30 = 33,94 Euro beträgt. Dann werden wiederum analog zur Tabelle unter "So rechnet der Gleitzonenrechner - Ein Berechnungs­beispiel" die Sozial­versicherungs­beiträge ausgehend von einem Entgelt von 40 Euro und einem Gleitzonen­entgelt in Höhe von 33,94 Euro berechnet.

Verzicht auf die Gleizonenanwenung für die Rentenversicherung (nur bis 30. Juni 2019 relevant)

Bis zum 30. Juni 2019 konnten Beschäftigte für den Part der Rentenversicherung auf die Beitragsreduzierung in der Gleitzone verzichten, um eine spätere Rentenminderung zu vermeiden. Hierzu musste der Arbeitnehmer gegenüber dem Arbeitgeber schriftlich erklären, dass der tatsächliche Arbeitslohn, statt des geringeren Gleitzonenentgelts für die Beitragsberechnung zur Rentenversicherung zugrunde gelegt werden soll.

Die Möglichkeit, auf die Anwendung der Gleitzonenregelung zu verzichten, war für die Kranken-, Pflege- und Arbeitslosen­versicherung nicht vorgesehen.

Vorteil für Arbeitnehmer in der Rentenversicherung seit 1. Juli 2019

Der im vorherigen Abschnitt beschriebene Verzicht auf die Beitragsreduzierung in der Gleitzone für die Rentenversicherung ist ab dem 1. Juli 2019 nicht mehr notwendig bzw. erforderlich. Die geringere Beitragsbelastung führt dann überhaupt nicht mehr zu geringeren Rentenleistungen. Denn die Entgeltpunkte werden für Beitragszeiten aus einem Midijob seitdem stets aus dem tatsächlichen Arbeitsentgelt ermittelt und gutgeschrieben.

Besonderheiten bei der Pflegeversicherung

Die Höhe des Beitrags zur Pflegeversicherung ist grundsätzlich davon abhängig, ob man kinderlos ist oder in Sachsen beschäftigt ist. Abhängig davon ist ein höherer Beitragssatz für die Pflegeversicherung zu entrichten.

Quellenangaben

Insbesondere die Informationen folgender Quellen haben wir für die Themenwelt "Midijob" verwendet:

Letzte Aktualisierung am 03.11.2019

Die letzten Änderungen in der Themenwelt "Midijob" wurden am 03.11.2019 umgesetzt durch Stefan Banse. Hauptsächlich wurde folgendes aktualisiert:

  • 03.11.2019: Anpassungen des Midijob-Rechners an den Gleitzonenfaktor 2020
  • 30.07.2019: Korrektur im Midijobrechner: Verzicht auf Gleitzonenanwendung für Rente ab 1. Juli 2019 nicht mehr erforderlich
  • 28.06.2019: Anhebung der Obergrenze für Midijobs von bisher 850 Euro auf 1.300 Euro ab 1. Juli 2019 gemäß RV-Leistungsverbesserungs- und -Stabilisierungsgesetz im Midijob-Rechner
  • 23.11.2019: Erweitern des Midijob-Rechners um eine Option zur Auswahl des Steuerjahres
  • 23.11.2018: Hinzufügen von Texten für die Eingabehilfe im Midijob-Rechnner
  • Redaktionelle Überarbeitung aller Texte in dieser Themenwelt