Kurzarbeitergeld berechnen mit dem Kurzarbeitergeld-Rechner

Mit dem Kurzarbeitergeld-Rechner können Sie Ihren Anspruch auf Kurzarbeitergeld berechnen und prüfen. Das Kurzarbeitergeld wird vom Arbeitsamt gezahlt und ersetzt einen Teil der durch die Kurzarbeit verursachten Nettoeinbußen. Somit erhalten Sie dank des Rechners einen Überblick über die Auswirkungen von Kurzarbeit auf Ihr individuelles Gehalt.

Neuer Service: Kurzarbeitergeld-Abgaben-Rechner für Arbeitgeber

Corona-Krise: Bundes­regierung erleichtert Kurzarbeit

13. März 2020 - Die Bundes­regierung hat die Voraussetzungen für Kurzarbeit gelockert. Die Neuregelung gilt rückwirkend ab 1. März 2020.

  • Betriebe sollen Kurzarbeitergeld schon dann nutzen können, wenn nur zehn Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sind. Bisher lag dieser Wert bei einem Drittel der Belegschaft.
  • Auch Leiharbeiter sollen Kurzarbeitergeld bekommen können.
  • Die bisher vom Arbeitgeber allein getragenen Beiträge zur Sozialversicherung werden je nach Fall vollständig oder teilweise vom Staat übernommen.

Das Instrument soll insgesamt bis zu 24 Monate eingesetzt werden können.

Bundesregierung stockt Kurzarbeitergeld auf

23. April 2020 - Ab 1. Mai wird das Kurzarbeitergeld (Kug) befristet angehoben, sofern das Sollentgelt mindestens halbiert wurde und der Kug-Bezug eine bestimmte Dauer überschreitet. Der allgemeine Leistungssatz (60 bzw. 67 Prozent) erhöht sich dann ab dem 4. Monat des Kug-Bezugs auf 70 Prozent (77 Prozent mit Kindern). Ab dem 7. Monat beträgt das Kug 80 Prozent (87 Prozent) der Nettoeinbußen.

Bundesregierung verlängert Corona-Sonderregelungen

September 2020

  • Der erhöhte Leistungssatz in Höhe von 70 Prozent (77 Prozent mit Kindern) ab dem 4. Monat des Kug-Bezugs bzw. in Höhe von 80 Prozent (87 Prozent mit Kindern) ab dem 7. Monat wird statt bis Ende 2020 nun bis Ende 2021 gewährt.
  • Die bisherige maximale Bezugsdauer für das Kurarbeitergeld von 12 Monaten wird auf 24 Monate verlängert.
  • Die für Arbeitgeber zwischenzeitlich eingeführte vollständige Erstattung der von ihnen zu tragenden Sozialversicherungsbeiträge wird bis Ende Juni 2021 verlängert. Für das zweite Halbjahr 2021 werden 50 Prozent der Beiträge erstattet.

Höhere Steuern durch Kurzarbeitergeld

Vorsicht: Eigentlich gilt Kurzarbeitergeld als steuerfreie Lohnersatzleistung. Wenn man jedoch genauer hinschaut, ist Kurzarbeitergeld (Kug) jedoch nur bedingt steuerfrei. Denn Lohnersatzleistungen, wie es das Kug ist, unterliegen dem sogenannten Progressionsvorbehalt. Damit ist steuerrechtlich geregelt, dass Kurzarbeitergeld zwar zunächst steuerfrei ist, aber den persönlichen Steuersatz erhöht. Berechnen kann man diese Steuernachzahlung (Mehrbelastung) mit unserem entsprechenden Rechner.

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Beispielberechnung Kurzarbeiter­geld

Allgemeines zum Kurzarbeitergeld und dessen Berechnung

Kurzarbeit, also eine Verkürzung der Arbeitszeit ist eine wichtige Maßnahme, um durch eine vorübergehend schlechte Auftragslage gefährdete Arbeitsplätze im Unternehmen zu sichern. Alle Vorschriften des Dritten Sozialgesetzbuches (SGB III) werden dabei für die Berechnung des Kurzarbeitergelds berücksichtigt. Die damit einhergehende Minderung Ihres monatlichen Gehalts wird durch das hier zu berechnende Kurzarbeitergeld vom Arbeitsamt unter folgenden Bedingungen anteilig ersetzt.

Bedingungen für den Anspruch auf Kurzarbeitergeld

Anspruch auf Kurzarbeitergeld besteht, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Erheblicher Arbeitsausfall - Ein Arbeitsausfall ist erheblich, wenn er auf wirtschaftlichen Gründen oder einem unabwendbaren Ereignis beruht, welches vorübergehend und nicht vermeidbar ist. Zudem müssen im Anspruchszeitraum mindestens ein Drittel der im Betrieb beschäftigten Arbeitnehmer von einem Entgeltausfall von jeweils mehr als 10 Prozent ihres monatlichen Bruttoentgelts betroffen sein. Aufgrund der Corona-Krise gilt rückwirkend ab 1. März 2020 bis Ende 2021 die gelockerte Voraussetzung, dass nur ein Zehntel statt eines Drittels vom Arbeitsausfall betroffen sein muss.
  • Betriebliche Voraussetzungen - Die betrieblichen Voraussetzungen sind erfüllt, wenn im Betrieb mindestens ein Arbeitnehmer beschäftigt ist. Ein Betrieb im Sinne der Vorschriften für das Kurzarbeitergeld ist auch eine Betriebsabteilung.
  • Persönliche Voraussetzungen - Die persönlichen Voraussetzungen sind erfüllt, wenn der Arbeitnehmer nach Beginn des Arbeitsausfalls eine versicherungs­pflichtige Beschäftigung fortsetzt oder im Anschluss an die Beendigung einer Berufsausbildung aufnimmt. Zudem darf das Arbeitsverhältnis nicht gekündigt oder durch Aufhebungsvertrag aufgelöst sein und der Arbeitnehmer darf nicht vom Kurzarbeitergeld­bezug ausgeschlossen sein.
  • Anzeige beim Arbeitsamt - Der Arbeitsausfall muss durch den Arbeitgeber der Agentur für Arbeit angezeigt worden sein.

Dauer der Zahlung von Kurzarbeitergeld

Das Kurzarbeitergeld wird für längstens 12 Monate vom Arbeitsamt geleistet. Sie beginnt mit dem ersten Kalendermonat, für den Kurzarbeitergeld vom Arbeitgeber gezahlt wird. Wird innerhalb der Bezugsdauer für einen zusammen­­hängenden Zeitraum von mindestens einem Monat kein Kurzarbeitergeld gezahlt, verlängert sich die Bezugsdauer um diesen Zeitraum. Sind seit dem letzten Kalendermonat, für den Kurzarbeitergeld gezahlt worden ist, drei Monate vergangen und liegen die Voraussetzungen für einen Anspruch auf Kurzarbeitergeld erneut vor, beginnt eine neue Bezugsdauer. Saison-Kurzarbeitergeld wird von all dem abweichend für die Dauer des Arbeitsausfalls während der Schlechtwetterzeit geleistet.

Kurzarbeitergeld ist steuerfrei, aber...

Kurzarbeitergeld ist steuerfrei, muss jedoch bei der Steuererklärung angegeben werden. Es wird zur Berechnung des Steuersatzes herangezogen und unterliegt dem Progressionsvorbehalt, wodurch letztlich doch eine steuerliche Mehrbelastung aufgrund des Kurzarbeitergeldes entsteht. Dies können Sie mit dem Progressionsvorbehalt-Rechner berechnen.

Eingabehilfe zum Kurzarbeitergeld-Rechner

Der Rechner für Kurzarbeitergeld beruht auf den Vorschriften des Dritten Sozialgesetzbuches (SGB III) sowie den Programmablaufplänen für den Lohnsteuerabzug des Bundesministeriums für Finanzen. Allgemein gilt für die Berechnung des Kurz­arbeiter­geldes: Das Kurzarbeiter­geld beträgt 60 Prozent (67 Prozent mit Kindern) der durch die Kurzarbeit verursachten Netto­einbußen.

Steuerjahr

trans Geben Sie bitte das Steuerjahr an, zu dem in Ihrem Betrieb Kurzarbeit vom Arbeitgeber angeordnet ist. Davon abhängig werden die pauschalierten Abzüge entsprechend des im jeweiligen Kalenderjahr gültigen Programmablaufplan des Bundesministeriums für Finanzen berechnet.

Reguläres Brutto

trans Geben Sie bitte Ihr Monatsbrutto (Vergütung und Garantieprovision) an, das Sie ohne den Arbeitsausfall durch Kurzarbeit erzielt hätten, vermindert um Entgelte für Mehrarbeit. Dieses Monatsbrutto wird im Gesetz für Kurzarbeitergeld auch Soll-Entgelt genannt. Arbeitsentgelt, das einmalig gezahlt wird (z.B. Weihnachtsgeld oder Urlaubsgeld), bleibt bei der Berechnung von Soll-Entgelt außer Betracht. Lässt sich das Soll-Entgelt nicht hinreichend feststellen, ist als Soll-Entgelt das Arbeitsentgelt maßgebend, das der Arbeitnehmer in den letzten drei abgerechneten Kalendermonaten vor Beginn des Arbeitsausfalls in dem Betrieb durchschnittlich erzielt hat, wiederum vermindert um Entgelt für Mehrarbeit. Ist eine solche Berechnung nicht möglich, wird das durchschnittliche Soll-Entgelt eines vergleichbaren Arbeitnehmers zugrunde gelegt.

Reduziertes Brutto

trans Geben Sie bitte Ihr durch die Kurzarbeit reduziertes Monatsbrutto an. Dieses Monatsbrutto wird im Gesetz für Kurzarbeitergeld auch Ist-Entgelt genannt. Arbeitsentgelt, das einmalig gezahlt wird (z.B. Weihnachtsgeld oder Urlaubsgeld), bleibt bei der Berechnung von Ist-Entgelt außer Betracht. Erzielen Sie für die Zeiten des Arbeitsausfalls ein Entgelt aus einer anderen Beschäftigung, selbstständigen Tätigkeit oder Tätigkeit als mithelfender Familien­­angehöriger, die Sie erst während des Bezugs von Kurzarbeitergeld aufgenommenen haben, ist das Ist-Entgelt um dieses Entgelt zu erhöhen. Umgekehrt müssen Sie Entgelte aus anderen Beschäftigungen bzw. Tätigkeiten, die Sie vor Beginn des Anspruchszeitraums für Kurzarbeitergeld ausgeübt haben, nicht dem Ist-Entgelt hinzurechnen.

Steuerklasse

trans Geben Sie bitte Ihre Steuerklasse an. Für die Berechnung des Kurzarbeitergeldes werden aus dem regulären und dem durch Kurzarbeit reduzierten Brutto (Soll-Entgelt und Ist-Entgelt) jeweils pauschalierte Nettoentgelte berechnet. Zur Berechnung der pauschalierten Nettobeträge gemäß § 153 SGB III wird unter anderem die von Ihnen gewählte Lohnsteuerklasse berücksichtigt.

Kinder

trans Geben Sie bitte an, ob Sie Kinder haben, die mit einem Freibetrag auf Ihrer Lohnsteuerkarte eingetragen sind oder für die Sie Kindergeld beziehen. Arbeitnehmer mit mindestens einem Kind erhalten unabhängig von ihrem Familienstand durch das Arbeitsamt 67 Prozent der Nettoeinbußen des Monats, in dem kurzgearbeitet wurde. Dies ist der erhöhte Leistungssatz für Kuzarbeitergeld. Arbeitnehmer ohne Kinder haben Anspruch auf den allgemeinen Leistungssatz in Höhe 60 Prozent der Nettoeinbußen. Die Nettoeinbußen entsprechen der Differenz der pauschalierten Nettoentgelte, also der Differenz aus dem pauschal errechneten Netto des regulären Bruttos und dem pauschal errechneten Netto des reduzierten Bruttos (Soll-Entgelt und Ist-Entgelt).

Arbeitsstelle in

trans Geben Sie bitte an, ob Ihr Beschäftigungsort, für den die Kurzarbeit gilt, in den neuen oder in den alten Bundesländern liegt. Davon abhängig ist die Höhe der Beitragsbemessungsgrenze für die Renten- und Arbeitslosenversicherung, die 2021 in den neuen Bundesländern (Beitrittgebiet) monatlich 6 700,00 Euro und in den alten Bundesländern monatlich 7 100,00 Euro beträgt. Das reguläre Brutto, also das Soll-Entgelt wird für die Berechnung des Kurzarbeitergeldes nach oben durch diese Beitragsbemessungsgrenze gedeckelt.

Beispiel für die Berechnung von Kurzarbeitergeld

Frau Johnens Arbeitgeber meldet 2021 Kurzarbeit beim Arbeitsamt an und muss die Arbeitszeiten seiner Mitarbeiter vorübergehend halbieren. Frau Johnens Bruttogehalt würde eigentlich monatlich 4.000 Euro betragen. Es reduziert sich nun aufgrund der Kurzarbeit auf 2.000 Euro. Sie möchte nun berechnen, wie hoch ihr Anspruch auf Kurzarbeitergeld ist.

Folgende für die Berechnung des Kurzarbeitergeldes relevante Punke gelten für Frau Johnen:

  • Frau Johnen ist in Lohnsteuerklasse I
  • Sie hat einen Kinderfreibetrag
  • Frau Johnens Arbeitsplatz liegt in Thüringen, also in den neuen Bundesländern, dem so genannten Beitrittsgebiet

1. Berechnung des angepassten regulären Bruttos

Frau Johnens reguläres Brutto liegt bei 4.000 Euro und muss für die Berechnung des Kurzarbeitergeldes gemäß § 106 SGB III auf den nächsten durch 20 teilbaren Euro-Betrag gerundet werden. Damit bleibt es rechnerisch bei den 4.000 Euro.

Für den Fall, dass Frau Johnens Gehalt die für sie geltende Beitrags­­bemesungs­­grenze Ost 2021 in Höhe von 6.700 Euro überschreiten würde, müsste ihr reguläres Brutto damit nach oben begrenzt werden. Denn das reguläre Brutto wird für das Kurzarbeitergeld maximal bis zur Höhe der an ihrem Beschäf­tigungs­ort geltenden Beitrags­bemessungs­grenze für die gesetz­liche Renten- und Arbeits­losen­versicherung berück­sichtigt. Auch das ist nicht der Fall.

Frau Johnens reguläres Brutto in Höhe von 4.000 Euro ist das für die Berechnung des Kurzarbeiter­geldes maßgebende Soll-Entgelt.

2. Berechnung der Abgaben für das reguläre Brutto

Für Frau Johnens reguläres Brutto von 4.000 Euro wird nun ihr reguläres Nettoentgelt anhand pauschalierter Abgaben gemäß § 153 SGB III berechnet. Diese Abgaben werden u.a. anhand des aktuellen Programm­ablaufplans des Bundesministeriums für Finanzen ermittelt.

Nach SGB III werden für die Berechnung des Nettos folgende Punkte pauschalisiert:

  • Die Kirchensteuer wird nicht berechnet, unabhängig davon, ob eine Kirchensteuer­pflicht besteht.
  • Freibeträge, die nicht jedem Arbeitnehmer zustehen, werden nicht berücksichtigt.
  • Für die Vorsorge­­pauschale zu den Renten­versicherungs­­beiträgen wird die Beitrags­­bemessungs­­grenze West herangezogen.
  • Für die Vorsorge­­pauschale zu den Kranken­versicherungs­beiträgen wird der ermäßigte Beitragssatz berücksichtigt (2021: 14,0  Prozent).
  • Für die Vorsorge­­pauschale zu den Pflege­versicherungs­­beiträgen wird der normale Beitragssatz verwendet (2021: 3,05 Prozent).
  • Die Sozial­versicherungs­­beiträge werden 2021 pauschal mit 20 Prozent berechnet.
Frau Johnens pauschalierte Abgaben zu ihrem regulären Brutto
Lohnsteuer660,50 Euro
Soli0,00 Euro
+ SV-Beiträge800,00 Euro
= Abgaben1.460,50 Euro

3. Berechnung des regulären Nettos

Für die Berechnung des Kurzarbeiter­geldes wird das reguläre Netto gemäß SGB III wie unter Punkt 2 pauschal berechnet, indem die Differenz aus regulärem Brutto (Soll-Entgelt) und den dazu pauschaliert berechneten Abgaben gebildet wird.

Hinweis: Dieses gemäß Gesetz pauschaliert berechnete Netto dient der Berechnung des Kug und stimmt nicht unbedingt mit dem tatsächlichen Netto überein.

Frau Johnens reguläres Netto
Reguläres Brutto4.000,00 Euro
− Abgaben1.460,50 Euro
= Reguläres Netto2.539,50 Euro

4. Berechnung des angepassten reduzierten Bruttos

Frau Johnens reduziertes Brutto liegt bei 2.000 Euro und muss, genauso wie das reguläre Brutto, für die Berechnung des Kurzarbeitergeldes gemäß § 106 SGB III auf den nächsten durch 20 teilbaren Euro-Betrag gerundet werden. Damit bleibt es rechnerisch bei den 2.000 Euro.

Ihr reduziertes Brutto müsste, wiederum genauso wie ihr reguläres Brutto, nach oben durch die Beitragsbemessungsgrenze Ost 2021 in Höhe von 6.700 Euro gedeckelt werden. Auch das ist nicht der Fall.

Frau Johnens reduziertes Brutto in Höhe von 2.000 Euro ist das für die Berechnung des Kurzarbeiter­geldes maßgebende Ist-Entgelt.

5. Berechnung der Abgaben für das reduzierte Brutto

Für Frau Johnens reduziertes Brutto von 2.000 Euro wird nun ihr reduziertes Nettoentgelt anhand pauschalierter Abgaben gemäß § 153 SGB III berechnet. Dies geschieht wieder analog zur Berechnung der Abgaben für das reguläre Brutto, wie unter Punkt 2 beschrieben:

Frau Johnens pauschalierte Abgaben zu ihrem reduzierten Brutto
Lohnsteuer164,75 Euro
Soli0,00 Euro
+ SV-Beiträge400,00 Euro
= Abgaben564,75 Euro

6. Berechnung des reduzierten Nettos

Für die Berechnung des Kurzarbeiter­geldes wird nun auch das reduzierte Netto gemäß SGB III wie unter Punkt 5 pauschal berechnet, indem die Differenz aus reduziertem Brutto (Ist-Entgelt) und den dazu pauschaliert berechneten Abgaben gebildet wird.

Hinweis: Dieses gemäß Gesetz pauschaliert berechnete Netto dient der Berechnung des Kug und stimmt nicht unbedingt mit dem tatsächlichen Netto überein.

Frau Johnens reduziertes Netto
Reduziertes Brutto2.000,00 Euro
− Abgaben564,75 Euro
= Reduziertes Netto1.435,25 Euro

7. Berechnung der Nettodifferenz

Die Differenz zwischen dem regulären und dem reduziertem Netto, also die durch die Kurz­arbeit verursachte Netto­einbuße, wird als Nettodifferenz bezeichnet.

Hinweis: Diese gemäß Gesetz pauschaliert berechnete Nettodifferenz dient der Berechnung des Kug und stimmt nicht unbedingt mit der tatsächlichen Nettodifferenz überein.

Frau Johnens Nettodifferenz
Reguläres Netto2.539,50 Euro
− Reduziertes Netto1.435,25 Euro
= Nettodifferenz1.104,25 Euro

8. Berechnung des Leistungssatzes

Der Leistungs­satz gibt an, zu welchem Anteil das Kurz­arbeiter­geld die entstandenen Netto­einbußen ersetzt. Arbeitnehmer ohne Kinder haben Anspruch auf den allgemeinen Leistungs­satz in Höhe 60 Prozent der Netto­einbußen. Für Arbeitnehmer mit mindestens einem Kind beträgt der erhöhte Leistungs­satz 67 Prozent der Netto­einbußen.

Frau Johnens Leistungssatz für das Kurzarbeitergeld beträgt 67 Prozent.

9. Berechnung des Kurzarbeitergeldes

Frau Johnens Anspruch auf Kurz­arbeiter­geld beträgt 67 Prozent der Nettodifferenz, also ihrer pauschal berechneten Netto­einbußen in Höhe von 1.104,25 Euro.

Frau Johnens Kurzarbeitergeld beträgt 739,85 Euro.

10. Berechnung von reduziertem Netto zzgl. Kurzarbeitergeld

Die Summe aus reduziertem Netto und Kurzarbeiter­geld steht Frau Johnen schließlich zur Verfügung.

Hinweis: Das zur Bildung dieser Summe gemäß Gesetz pauschaliert berechnete Netto dient lediglich der korrekten Berechnung des Kug. Daher stimmt die Summe aus dem hier dargestellten pauschaliertem Netto und dem Kug nicht unbedingt mit dem tatsächlichen Netto zzgl. Kug überein. Denn das reduzierte Netto weicht von Frau Johnens tatsächlichem Netto etwas ab.

Frau Johnens Entgelt während der Kurzarbeit
Reduziertes Netto1.435,25 Euro
+ Kurzarbeitergeld739,85 Euro
= Entgelt gesamt2.175,10 Euro

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Fragen unserer Nutzer und Antworten der Redaktion

  • KommentarCoronabedingte Erhöhung der Leistungssätze ab Halbierung Brutto oder Netto?

    Unser Nutzer fa....x.de hatte am 05.11.2020 folgende Frage:
    Hallo Herr Banse,
    zu der Berechnung der Gesamtentgelte im KUG-Rechner für Arbeitgeber habe ich eine Frage zu der Abgrenzung bei den Leistungssätzen: nach dem Merkblatt der BAfA und dem Formular KUG 108 werden die Leistungssätze 3 bis 6 (70/77 bzw. 80/87 Prozent ab 4. bzw. 7. Bezugsmonat) nur dann angesetzt, wenn das Ist-Entgelt maximal 50 Prozent des Soll-Entgelts beträgt. Im Rechner unter https://www.smart-rechner.de/kurzarbeit/ratgeber/kurzarbeitergeld_arbeitgeber.php wird diese Grenze aber aus dem Verhältnis des Ausfallstunden zu den Sollstunden gesteuert. Aufgrund der Lohnsteuerprogression verhält sich der Nettolohn aber nicht linear. Daher ist das Nettoentgelt bei 50 Prozent Ausfallstunden höher als 50 Prozent des Soll-Entgelts. Damit ergibt der Rechner im Grenzbereich doch falsche Werte, oder?
    Mit freundlichem Gruß
    Falko E.
    Antwort der Smart-Rechner-Redaktion vom 05.11.2020:
    Hallo Herr E.,
    vielen Dank für Ihren Hinweis. Ich habe mir die Gesetzeslage zum Kurzarbeitergeld daraufhin nochmals genau angeschaut.
    Generell ist es so, dass mindestens ein 50 prozentiger Entgeltausfall vorliegen muss, um Anspruch auf die erhöhten Leistungssätze (70/77 Prozent ab dem vierten Monat und 80/87 Prozent ab dem siebten Monat, also die von Ihnen erwähnten Leistungssätze 3 bis 6) zu erhalten.

    Nun gehen Sie, wenn ich es richtig verstanden habe, davon aus, dass sich der Entgeltausfall auf den Ausfall des Nettoentgelts bezieht, wonach das Ergebnis im Grenzbereich dann in der Tat falsch wäre. Oftmals wird auch nur allgemein der Entgeltausfall genannt, womit zunächst eher unklar bleibt, ob damit die Differenz zwischen den Brutto- oder den Nettoentgelten gemeint ist

    Unter anderem anhand des folgenden Dokuments (https://www.arbeitsagentur.de/datei/weisung-202005010_ba146517.pdf) habe ich diesbezüglich eine recht eindeutige Aussage gefunden, nämlich dass die Differenz zwischen den Bruttoentgelten herangezogen werden muss. Dort heißt es auf Seite 4 und 5: "Die Anspruchsvoraussetzung der Differenz zwischen Soll- und Ist-Entgelt von mindestens 50 Prozent muss „…im jeweiligen Bezugsmonat …“ erfüllt sein. […] Für die Berechnung der Differenz zwischen Soll- und Ist-Entgelt ist das Soll- und Ist-Entgelt heranzuziehen, das ungerundet in der Abrechnungsliste (Kug 108) in Spalte 4 und 5 eingetragen wird."

    Soll- und Istentgelt sind wiederum definiert als Bruttowerte, die normalerweise auf 20 Euro gerundet werden. Ungerundet entsprechen Sie daher genau dem „Brutto vorher“ und dem „Brutto nachher“ oben im Rechnerergebnis. Auf diese beiden Werte bezieht sich dann im Rechner die Berechnung, ob mindestens 50 Prozent Entgeltausfall bestehen.
    Mit herzlichen Grüßen
    Stefan Banse
    Unser Nutzer fa....x.de hatte am 05.11.2020 noch eine Nachfrage:
    Hallo Herr Banse,
    vielen Dank für die ausführliche Erläuterung. Interessant ist, dass im gleichen Dokument auf Seite 4 im zweiten Abschnitt dies steht: "Auf die Zahl der Bezugsmonate werden auch die Monate angerechnet, in denen die Nettoentgeltdifferenz weniger als 50 Prozent betragen hat." Das ist dann doch schon verwirrend, wenn hier Bruttobeträge miteinander verglichen werden.
    Schöne Grüße
    Falko E.
    Erneute Antwort der Smart-Rechner-Redaktion vom 05.11.2020:
    Halo Herr E.,
    das ist in der Tat sehr missverständlich und verwirrend geschrieben. Ich denke, entscheidend ist die am Ende der Seite 3 genannte und zitierte Erweiterung von §421c, den Sie z.B. auch unter https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__421c.html finden. Demnach werden die aufgestockten Leistungssätze ebenso wie der normale Satz in Prozent von der Nettoentgeltdifferenz berechnet. Nicht von der Nettoentgeltdifferenz , sondern von der Differenz zwischen Soll- und Istentgelt werden dann die 50 Prozent berücksichtigt, die zu einem aufgestockten Leistungssatz berechtigen..
    Mit besten Grüßen
    Stefan Banse
  • KommentarHaben Feiertage Einfluss auf das Kurzarbeitergeld?

    Unser Nutzer de....e.de hatte am 11.06.2020 folgende Frage:
    Guten Tag,
    danke für Ihre gute Tabelle. Mein Arbeitgeber ist der Auffassung, dass Feiertage (wie z.B. Ostern) einen Einfluß auf das Ergebnis Ihrer Tabelle haben (geringerer Betrag). Ich kann dies nirgendwo nachlesen.
    Frage: gilt das Ergebnis Ihrer Tabelle für alle Monate, oder ergibt sich für Monate mit Feiertagen (z.B. April) ein abweichendes Ergebnis ?
    Ich erwarte gern Ihre Antwort.
    Mit freundlichem Gruß
    Detlef B.
    Antwort der Smart-Rechner-Redaktion vom 11.06.2020:
    Sehr geehrter Herr B.,
    vielen Dank für Ihre Anfrage. Ja, Feiertage haben einen Einfluss auf das Kurzarbeitergeld. Ich nehme an, dass Sie unseren Kurzarbeit-Rechner unter https://www.smart-rechner.de/kurzarbeit/rechner.php besucht haben. Unter https://www.smart-rechner.de/kurzarbeit/ratgeber/kurzarbeitergeld_arbeitgeber.php gibt es einen umfangreichen Smart-Rechner, der auch Feiertage berücksichtigt. Die Eingabe ist etwas kompliziert, weil Sie jeden einzelnen Tag des jeweiligen Monats zur Ermittlung der ausgefallenen Stunden berücksichtigen müssen.
    Bitte bedenken Sie jedoch, dass unser Rechner ein umfangreiches Lohnabrechnungsprogramm, wie es wahrscheinlich Ihr Arbeitgeber einsetzt, nicht ersetzen kann und möchte.
    Viel Spaß mit dem Rechner und herzliche Grüße
    Unser Nutzer de....e.de hatte am 11.06.2020 noch eine Nachfrage:
    Hallo Herr B.,
    danke für die schnelle und konkrete Beantwortung! So stelle ich mir Kundenorientierung vor. Sie beherrschen das, Glückwunsch! Sie haben sich eine positive Bewertung verdient.
    Mit freundlichem Gruß
    Detlef B.
  • KommentarAufstockung des Kurzarbeitergeldes berücksichtigt?

    Unser Nutzer in....y.de hatte am 16.05.2020 folgende Frage:
    Sehr geehrte Damen und Herren,
    Gibt es einen Rechner der die Aufstockung des Kurzarbeitergeldes durch den Arbeitgeber mit berücksichtigt ?
    Mit freundlichem Gruß
    Andreas S
    Antwort der Smart-Rechner-Redaktion vom 17.05.2020:
    Sehr geehrter Herr S.,
    vielen Dank für Ihre Anfrage. Leider berücksichtigt unser Smart-Rechner dies (noch) nicht und mir ist auch kein anderer Online-Rechner bekannt, der dies tut. Ich hoffe, Sie können trotzdem einen gewissen Nutzen aus dem unentgeltlich auf unseren Seiten zur Verfügung stehendem Rechner ziehen und verbleibe
  • KommentarGehalt, das über der Bemessungsgrenze liegt !?

    Unser Nutzer w_....x.de hatte am 06.05.2020 folgende Frage:
    Hallo,
    Ich habe folgende allgemeine Frage zu dem KUG Rechner.
    Wenn man ein reguläres Bruttogehalt über der Bemessungsgrenze von 6900€ hat, wird bei der Nettolohnberechnung immer nur das Verfügbare Einkommen bis zu dieser Grenze angegeben.
    Muss ich den Teil über der Grenze, der nur versteuert wird, in meiner eigentlichen Istgehaltsabrechnung dazurechnen.
    Erhöht sich in diesem Fall mein Netto gegenüber den Angaben im KUG Rechner
    Danke
    S.
    Antwort der Smart-Rechner-Redaktion vom 11.05.2020:
    Sehr geehrter Herr S.,

    vielen Dank für Ihre Anfrage. Wenn ich es richtig verstehe, meinen Sie, dass Ihr Bruttogehalt zwar in voller Höhe versteuert wird, jedoch die Beiträge zur Sozialversicherung nur bis zur jeweiligen Bemessungsgrenze berechnet werde. Dies ist normal und hat nicht speziell etwas mit dem Kurzarbeitergeld zu tun.

    Jedenfalls müssen Sie beim Istentgelt („Reduziertes Brutto“) aufgrund der Überschreitung der Bemessungsgrenze nichts weiter dazurechnen. Geben sie hier einfach Ihr reduziertes Brutto ein, den Rest erledigt der Smart-Rechner. Das heißt, bei der Berechnung des Kurzarbeitergeldes wird auch beim Istentgelt automatisch die Beitragsbemessungsgrenze beachtet.

    Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiter helfen und verbleibe mit herzlichen Grüßen
    Unser Nutzer w_....x.de hatte am 11.05.2020 noch eine Nachfrage:
    Herr Banse,
    Danke für die Info.
    Mein Punkt ist aber noch ein anderer.
    Die Berechnung des KUG ist ok.
    Berechnet der Rechner auch den normalen Teil des Gehaltes, der über der Bemessungsgrenze liegt und nicht von KUG betroffen ist?
    Danke
    S.
    Erneute Antwort der Smart-Rechner-Redaktion vom 11.05.2020:
    Hallo Herr S.,
    der „einfache“ Kug-Rechner unter https://www.smart-rechner.de/kurzarbeit/rechner.php tut dies in Ihrem Fall nicht, sondern errechnet als Grundlage für das Kug das gesetzlich pauschalierte Netto.
    Unser Kug-Abgaben-Rechner unter https://www.smart-rechner.de/kurzarbeit/ratgeber/kurzarbeitergeld_arbeitgeber.php berechnet hingegen auch Ihr tatsächliches Netto nach Reduzierung.
    Mit besten Grüßen
  • KommentarWie ist das Zusammenspiel von Kurzarbeit und der PKV?

    Unser Nutzer Fe....e.de hatte am 30.04.2020 folgende Frage:
    Guten Morgen Herr Banse,

    einem Link der SZ folgte ich eben zu Ihrem Kurzarbeitergeld-Rechner bzw. zu Ihrem diesbezüglichen Artikel. Ich vermisse (oder überlas es?) das Thema PKV.

    Meine üblichen SV-Abzüge liegen bei etwa 10 Prozent, pauschaliert sind es 20 Prozent!!!???

    Mühsam fand ich (vor ein paar Tagen) die Paragraphen 249 und 257 im SGB V, und hoffe, dass ich sie richtig verstehe und mein Arbeitgeber sie kennt und anwendet.
    Könnten Sie in die Sache noch mehr Klarheit/Transparenz bringen?
    Danke und Grüße
    Felix M.
    Antwort der Smart-Rechner-Redaktion vom 30.04.2020:
    Hallo Herr B.,
    vielen Dank für Ihre Anfrage. Ja, zur Berechnung des Kug wird ein pauschaliertes Netto berechnet, um die Nettoeinbußen und damit das Kug zu berechnen. Ich gehe davon aus, das diese Regelung die Intention verfolgt, eine möglichst einfache Berechnung für alle Beitrags-Konstellationen zu ermöglichen. Diese pauschalierte Netto dient aber, wie gesagt lediglich der Berechnung des Kug und hat ansonsten nichts mit Ihrem tatsächlichen Netto zu tun. Daher wird zwar im Rechnerergebnis beim Kug-Rechner (https://www.smart-rechner.de/kurzarbeit/rechner.php) unten unter „Netto inkl. Kug“ eine Summe ausgegeben, im dazugehörigen Hilfetext allerdings darauf hingewiesen, dass es nicht das exakte Gesamtnetto ist. Vielleicht sollten wir dies noch besser herausstellen…

    In unserem anderen Rechner zum Theme Kug-Abgaben-Rechner unter https://www.smart-rechner.de/kurzarbeit/ratgeber/kurzarbeitergeld_arbeitgeber.php wird hingegen Ihr exaktes Netto berechnet, weshalb naturgemäß auch mehr Eingaben erforderlich sind. Hier können Sie auch Ihre Beiträge zur PKV angeben.
    Ich hoffe, ich konnte Ihre Frage beantworten und verbleibe
    mit herzlichen Grüßen
  • KommentarBitte meine eigene Berechnung überprüfen

    Unser Nutzer th....r.de hatte am 10.04.2020 folgende Frage:
    Sehr geehrte Damen und Herren,
    vor kurzem hat unser AG Kurzarbeit verkündet und mit dem Betriebsrat eine BV über diese abgeschlossen.
    Zur Berechnung hat er auf ihren Smart-Rechner hingewiesen.
    Ich arbeite in einer Druckerei und habe einen 3-Schichtdienst. Dadurch kommen auch steuerfreie Zuschläge zustande.
    Diese werden nirgends erwähnt. Auch auf den Seiten der AfA finde ich nichts darüber...
    Ich verstehe was Soll-Netto und IST-Netto ist und wie das KUG daraus resultiert.
    Ein Beispiel zu meiner Frage: SV-Brutto Mai: 4316,40€ -Aufgerundet 4320,00€ pausch. Soll-Netto wären 2991,09€
    STEUERFREI (§3b) 1206,00 €
    Ist-Brutto: 3860,00€ paus. Netto wären 2729,65 €
    STEUERFREI:1132,00
    jetzt ist die Frage was passiert mit den steuerfreien Beträgen. Werden diese zum dem jeweiligen (SOLL- und IST-Netto) paus. Netto hinzugerechnet?
    Also 2991,09 +1206,00=4197,09 SOLL-NETTO

    und 2729,65+1132,00=3861,65 IST-NETTO

    Verlust:4197,00-3861,00= 338 € davon 60 Prozent KUG=202,80 €

    Neues NETTO=3861,65+202,80 =4064,45

    Oder werden nur das SOLL-NETTO mit dem IST-NETTO verglichen und die Diff. daraus mit 60 Prozent KUG bezahlt?

    2991-2729=262€ KUG->60 Prozent=157,20 € ausbezahlt?

    NEUES NETTO=3861,65+157,20=4019,05

    Über eine Antwort wäre ich sehr dankbar.
    MfG
    P
    Antwort der Smart-Rechner-Redaktion vom 11.04.2020:
    Sehr geehrter Herr P.,
    vielen Dank für Ihre Anfrage. Unseres Wissens werden leider nur beitragspflichtige Zuschläge für z.B. Sonn-, Feiertags- und Nachtarbeit beim Kurzarbeitergeld berücksichtigt. Sofern also Beiträge zur Sozialversicherung von diesen Zuschlägen gezahlt werden, werden Sie auch für das Kug berücksichtigt. Umgekehrt wahrscheinlich leider nicht.
    Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.
    Mit herzlichen Grüßen und bleiben Sie gesund!
  • KommentarWenn regelmäßige variable Entgelt-Komponenten üblich sind ...?

    Unser Nutzer to....x.de hatte am 06.04.2020 folgende Frage:
    Sehr geehrtes Team,
    ich gehe nicht davon aus, dass Sie auf diese E-Mail antworten - Sie haben sicherlich viel um die Ohren derzeit! Das ist OK und verständlich.
    Nichtsdestotrotz möchte ich mich kurz bedanken, soviel Zeit muss sein; gerne und oft nutze ich Ihre Rechner und habe sie auch schon mehrfach an Freunde und Kollegen weiterempfohlen. Ihre Seite ist super aktuell - toll!
    Was ich nicht fand auf Ihren Seite(n) ist ein Hinweis, wie sich der "reguläre Bruttolohn" (vor Kurzarbeit) definiert bzw. beinhaltet, insbesondere wenn regelmäßige variable Entgelt-Komponenten üblich sind (z. B. Umsatz-Provisionen, pro Monat oder Quartal).

    Bei uns in der Firma ist es so, dass ca. 60 - 70 Prozent der Mitarbeiter regelmäßig variable Entgelt-Anteile erhalten.
    Da es in heutiger Zeit vermehrt üblich ist mit solchen variablen Entlohnungs-Komponenten Leistungsanreize bei den Mitarbeitern zu schaffen, wäre es schön hier hilfreiche Hinweise zu finden, wie dies Berücksichtigung beim KuG findet.

    Da gibt es bei uns:
    Monatliche Umsatz-Provision (die sich nach Höhe des Umsatz-Monat bemisst, Auszahlung im Folge-Monat)
    Einige Mitarbeiter bekommen eine Umsatz-Provision pro Quartal (d. h. Basis Summe Umsatz Jan bis Mrz und Auszahlung mit April-Lohn)

    Für ALLE Mitarbeiter gibt es eine einmalige Jahres-Erfolgsabhängige-Prämie für das jeweils abgelaufene GJ (konkret z. B. GJ 2019 und Auszahlung dann im Mai 2020; sobald Bilanz fertig ist)

    Und es gibt Urlaubs- sowie Weihnachts-Geld. (Aber dies findet keine Berücksichtigung beim KuG; ebenso wenig wie Überstunden - soweit bin ich informiert).

    Auch in meinem Freundes- und Bekanntenkreis wird viel und oft mit "variablen Gehalts-Komponenten" entlohnt und keiner weiß eigentlich im Moment, wie und ob dies Berücksichtigung beim KuG findet! Also ich bin da nicht der Einzige.

    So mancher hat ein relativ niedriges Grundgehalt (Fixum) und lebt erheblich vom variablen Gehalts-Anteil (idR Umsatz-Provisionen)!
    Vielleicht kann man dies noch zu den Hinweisen, wie sich der "reguläre Bruttolohn" (vor Kurzarbeit) bemisst, ergänzen?
    Liebe Grüße, passen Sie auf sich auf und bleiben Sie gesund!
    Torsten K
    Antwort der Smart-Rechner-Redaktion vom 11.04.2020:
    Sehr geehrter Herr K.,

    vielen lieben Dank für Ihr positives Feedback und Ihren Hinweis auf die fehlende Erklärung zu variablen Entgelten. Wir haben uns nochmals schlau gemacht und eine kleine Änderung bei der Erklärung zur Eingabe des regulären Bruttos hinzugefügt. Dort heißt es nun

    "Geben Sie bitte Ihr Monatsbrutto (Vergütung und Garantieprovision) an, …"
    Weiterhin wird dort beschrieben, dass im Zweifel der Durchschnitt der letzten drei Monate verwendet werden kann.
    Ich hoffe, dies klärt Ihre Frage.
    Wir wünschen Ihnen schöne Ostertage und bleiben auch Sie gesund!
    Mit herzlichen Grüßen
    Unser Nutzer to....x.de hatte am 12.04.2020 noch eine Nachfrage:
    Guten Tag,

    danke, Frage geklärt, prima!

    Wünsche noch entspannte Ostern und belieben Sie gesund!
    mfg
    Torsten K
  • KommentarKurzarbeitergeld erst wenn keine Überstunden oder Urlaub mehr vorhanden sind?

    Unser Nutzer st.....com hatte am 28.03.2020 folgende Frage:
    Guten Tag.
    Meine Frage wäre folgende:
    Mein Arbeitgeber meldet noch keine Kurzarbeit an, weil noch für einige Kollegen Arbeit vorhanden ist. Müssen die anderen Kollegen, die keine Arbeit haben, dafür ihre vorhandenen Überstunden bzw. sogar Urlaub dafür hernehmen. Der Arbeitgeber meint, erst wenn keine Stunden bzw. Urlaub mehr vorhanden wären, kann er Kurzarbeit beantragen.
    Anmerkung: Er braucht nur 15 von 60 Kollegen.
    Vielen Dank für eine Rückmeldung
    MfG
    Stefan E
    Antwort der Smart-Rechner-Redaktion vom 30.03.2020:
    Sehr geehrter Herr E.,
    vielen Dank für Ihre Anfrage. Meines Wissens ist es richtig, was Ihr Arbeitgeber sagt:
    Zeitguthaben, Überstunden oder Ähnliches müssen zunächst ,abgefeiert’ werden. Zudem ist es möglich, Urlaub anzuordnen, soweit die betreffenden Urlaubstage nicht schon genehmigt sind. Bereits genehmigter Urlaub kann wohl nicht ohne weiteres gestrichen werden.
    Mit besten Grüßen
  • KommentarWie berechnet man Kurzarbeitergeld für zukünftige Rentner?

    Unser Nutzer Kr....l.de hatte am 22.03.2020 folgende Frage:
    Sehr geehrte Damen und Herrn, kann auch Kurzarbeitergeld für Arbeitnehmer gestellt werden, die nur noch 2 Monate arbeiten im Erwerbsleben stehen und dann ihr Altersruhegeld bekommen?
    Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr verbunden. Das Programm von Ihnen auf Ihrer Webseite ist super!
    Antwort der Smart-Rechner-Redaktion vom 22.03.2020:
    Sehr geehrter Herr K.,
    vielen Dank für Ihre Anfrage. Mir ist nichts Gegenteiliges bekannt. Betroffenen, sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmern steht das Kurzarbeitergeld zu.
    Mit besten Grüßen und bleiben Sie gesund!
  • KommentarSpontaner Stundenausfall als Physiotherapeutin. Wie hoch ist das Kurzarbeitergeld?

    Unser Nutzer ir....b.de hatte am 20.03.2020 folgende Frage:
    Hallo,
    ich arbeite als Angestellte in einer Physiotherapiepraxis. Kurzarbeit steht bevor. Mich würde folgendes interessieren: Wie funktioniert das mit der Kurzarbeit? Ich arbeite normal 35 h /Woche. Jeden Tag unterschiedliche Stundenzahlen. Wenn jetzt spontane Absagen wegen Corona kommen, und ich immer wiedermal zwischendrin einen spontanen Ausfall habe, bin ich ja im dümmsten Fall trotzdem 35 h in der Praxis, aber verdiene nur für 25 h (bei Absagen von 10 h). Stimmt das? Oder regelt man die Arbeitszeit dann gleich von vornherein auf z. B. 30 oder 25 h/Woche?
    Denn ansonsten wäre das Unternehmerrisiko ja plötzlich auf mich verlegt. Wie ist das rechtlich?
    Freundliche Grüße,
    Frau L
    Antwort der Smart-Rechner-Redaktion vom 20.03.2020:
    Sehr geehrte Frau L.,
    vielen Dank für Ihre Anfrage. Für die Berechnung des Kurzarbeitergeldes sind nicht die Stunden, sondern dass Arbeitsentgelt maßgebend. Im Hilfetext des Rechners zur Eingabe des regulären Bruttos steht folgendes:

    Reguläres Brutto
    Geben Sie bitte Ihr Monatsbrutto an, das Sie ohne den Arbeitsausfall durch Kurzarbeit erzielt hätten, vermindert um Entgelte für Mehrarbeit. Dieses Monatsbrutto wird im Gesetz für Kurzarbeitergeld auch Soll-Entgelt genannt. Arbeitsentgelt, das einmalig gezahlt wird (z.B. Weihnachtsgeld oder Urlaubsgeld), bleibt bei der Berechnung von Soll-Entgelt außer Betracht.

    Lässt sich das Soll-Entgelt nicht hinreichend feststellen, ist als Soll-Entgelt das Arbeitsentgelt maßgebend, das der Arbeitnehmer in den letzten drei abgerechneten Kalendermonaten vor Beginn des Arbeitsausfalls in dem Betrieb durchschnittlich erzielt hat, wiederum vermindert um Entgelt für Mehrarbeit. Ist eine solche Berechnung nicht möglich, wird das durchschnittliche Soll-Entgelt eines vergleichbaren Arbeitnehmers zugrunde gelegt.
    In Ihrem Fall würde ich als Ihr durchschnittliches Entgelt der vergangenen drei Monate zugrunde legen. Jedoch ersetzt unser Rat leider nicht den eines ausgewiesenen Spezialisten, wie dem eines Anwalts.
    Ich hoffe, ich konnte Ihnen trotzdem etwas weiter helfen und verbleibe
    mit herzlichen Grüßen
  • FrageHaben Sie auch eine Frage zum Thema Kurzarbeitergeld?

    Haben Sie fachliche Fragen, dann hilft Ihnen unsere fachliche Beratung gerne weiter.

Quellenangaben

Insbesondere die Informationen folgender Quellen haben wir für die Themenwelt "Kurzarbeitergeld" verwendet:

Letzte Aktualisierung am 12.11.2020

Die letzten Änderungen in der Themenwelt "Kurzarbeitergeld" wurden am 12.11.2020 umgesetzt durch Stefan Banse. Hauptsächlich wurde folgendes aktualisiert:

vgwort 54a4f7cba73943b1ab78a3acc36ef02c