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Wohngeldrechner 2020 / 2019 - berechnen Sie Ihr Wohngeld

Der Wohngeldrechner für 2020 und 2019 berechnet das Wohngeld gemäß Wohngeldgesetz anhand der Haushaltsgröße, dem Einkommen, der Miethöhe und dem Mietniveau an Ihrem Wohnort. Alle Zwischenberechnungen werden im Ergebnis des Wohngeldrechners nach­vollziehbar hergeleitet. Der generierte Chart veranschaulicht das Verhältnis des berechneten Wohngeldes zur Miete bzw. monatlichen Belastung.

Beispiel für die Berechnung des Wohngeldes

Grund­sätzliche Vorgehens­weise des Wohngeldrechners

Das Wohngeld dient laut Wohngeldgesetz der wirtschaftlichen Sicherung angemessenen und familien­gerechten Wohnens. Das Wohngeld wird per Antrag als Zuschuss zur Miete (Mietzuschuss) oder zur Belastung (Lastenzuschuss) für den selbst genutzten Wohnraum geleistet.

Die Berechnung von Wohngeld beruht dabei haupt­sächlich auf der Größe des Haushalts, dem Gesamteinkommen, der Miete bzw. monatlichen Belastung sowie dem Mietniveau am Wohnort. Hierfür liefert das Wohngeldgesetz (WoGG) exakte Vorschriften.

Eingabehilfe und Hintergrundinformation zum Wohngeldrechner

Die Basis für die Berechnung des Wohngeldes ist das Wohngeldgesetz (WoGG). Hierin sind alle Regelungen für das Wohngeld, also u.a. die Voraussetzungen, die Höhe und die Berechnung des Wohngeldes aufgeführt. Im Folgenden erklären wir Ihnen die einzelnen Eingabefelder des Wohngeldrechners.

Bewilligungs­zeitraum

Wählen Sie bitte den Zeitraum aus, ab dem das Wohngeld bewilligt werden soll.

Neues Wohngeld ab 1. Januar 2020

Ab 2020 erfolgen mit der Wohngeldreform zahlreiche Änderungen des Wohngeld­gesetzes (WoGG) und damit in vielen Fällen eine Erhöhung des Wohngeldes. Mehr dazu finden Sie in unserem Ratgeberartikel zur Wohngeldreform 2020.

Der Wohngeldrechner berücksichtigt sämtliche Änderungen, die ab 2020 in Kraft treten. So können Sie Ihr Wohngeld "vorher" und "nachher" berechnen und vergleichen, wie sich die Änderungen des Wohngeldgesetzes auf Ihr Wohngeld auswirken.

In den unterschied­lichen wählbaren Zeiträumen sorgen u.a. Änderungen des Wohngeld­gesetzes für eine jeweils andere Berechnung des Wohngeldes. Wohngeld wird in der Regel für 12 Monate bewilligt. Beginnt der zwölf­monatige Bewilligungs­­zeitraum in einem der wählbaren Kalenderjahre und endet erst im nächsten hier wählbaren Zeitraum, erfolgt eine Übergangs­­regelung. Gemäß dieser Regelung wird zum Beginn des neuen Zeitraums bis zum Ende des bisherigen Bewilligungs­­zeitraums neu über die Höhe des Wohngeldes entschieden. Ergibt sich aus dieser neuen Entscheidung kein höheres Wohngeld, verbleibt es bis zum Ende des bisherigen Bewilligungs­zeitraums bei dem bereits bewilligten Wohngeld. Erfolgte eine Bewilligung des Wohngeldes beispiels­weise ab dem 1. November 2019, wird das Wohngeld für die letzten beiden Monate in 2019 sowie für die ersten 10 Monate in 2020 berechnet. Liegt es für den zweiten Zeitraum, also für die 10 Monate in 2020 unterhalb des Wohngeldes für die beiden Monate in 2019, so bleibt die Höhe des Wohngeldes auch für die ersten 10 Monate 2020 bei der Höhe von 2019.

Bundesland

Wählen Sie bitte das Bunsdesland aus, in dem Sie wohnen. Anhand Ihres Bundeslandes filtert der Wohngeldrechner die Liste der dortigen Gemeinden und Kreise und ermittelt deren Mietstufen. Denn für die Höhe des Wohngeldes wird das örtliche Mietniveau gem. § 12 Wohngeldgesetz berück­sichtigt.

Wohnort

Geben Sie bitte Ihren Wohnort an. Sie finden hier nur größere Gemeinden. Sollte Ihre Gemeinde nicht enthalten sein, geben Sie bitte den Landkreis an, in dem sich Ihr Wohnort befindet. Alle Landkreise Ihres Bundeslandes finden Sie, indem Sie "Kreis" eingeben. Für die Höhe des Wohngeldes wird das örtliche Mietniveau berücksichtigt. Wohngeld wird nur für den Teil der Miete oder Belastung geleistet, der bestimmte monatliche Miet­höchst­­beträge gem. § 12 Wohngeldgesetz nicht übersteigt. Die Mieh­höchst­beträge sind in Deutschland für alle Gemeinden ab 10.000 Einwohner nach sechs Mietstufen gestaffelt: Die Mietstufen eins und zwei befinden sich unter dem Bundes­durch­schnitt der Mieten, die Mietstufe drei spiegelt den Durchschnitt wider, und die Mietstufen vier bis sechs liegen oberhalb des Bundes­durch­schnitts. Seit 2020 wurde mit Mietstufe 7 eine weitere Mietstufe für die Berechnung des Wohngeldes zugrunde gelegt, die der Wohngeldrechner bei entsprechender Auswahl des Bewilligungs­zeitraums berücksichtigt.

Zuordnung von Mietniveaus zu den Mietstufen gemäß § 12 Wohngeldgesetz
StufeMietniveau
1niedriger als minus 15 Prozent
2minus 15 Prozent bis niedriger als minus 5 Prozent
3minus 5 Prozent bis niedriger als 5 Prozent
45 Prozent bis niedriger als 15 Prozent
515 Prozent bis niedriger als 25 Prozent
625 Prozent und höher
7 ¹)35 Prozent und höher ¹)

¹) Mietstufe 7 neu seit 2020 (siehe Wohngeldreform 2020)

Die Mietstufen von Gemeinden mit zum Stichtag weniger als 10.000 Einwohnern und von gemeinde­­freien Gebieten sind nach Kreisen zusammen­­gefasst.

Kaltmiete / Belastung

Geben Sie bitte als Mieter die monatliche Bruttokaltmiete bzw. als Eigentümer die monatliche Belastung für den Wohnraum im Wohngeldrechner an. Als Heimbewohner geben Sie bitte "H" ein ¹). Wohngeld hängt von der Höhe der zuschuss­fähigen Miete bzw. Belastung und im weiteren von der Anzahl zu berücksichtigender Haushalts­mitglieder und von der Höhe des Gesamteinkommens ab.

Bruttokaltmiete

Berechnungs­grundlage für das Wohngeld ist bei Mietern gem. § 9 Wohngeldgesetz die Bruttokaltmiete, die sich zusammen­setzt aus der Nettokaltmiete und den kalten Betriebskosten wie z.B. der Kosten für

    den Wasserverbrauch
  • die Abwasser- und Müll­beseitigung
  • die Treppen­beleuchtung

Nicht zur Kaltmiete zählen demnach Heizkosten, Kosten für die Wasser­erwärmung oder z.B. die Vergütung für einen Garagen- oder Stellplatz.

¹) Miete für Heimbewohner

Für Heimbewohner im Sinne des Heimgesetzes wird immer der zuschussfähige Höchstbetrag (abhängig vom Mietnieveau des Wohnortes) für die Berechnung des Wohngeldes zugrunde gelegt. Bitte hierzu im Rechner als Kaltmiete nur ein "H" für Heimbewohner eingeben.

Belastung

Bei Eigentümern von Eigenheimen oder Eigentums­wohnungen gelten als Berechnungs­grundlage für das Wohngeld gem. § 10 Wohngeldgesetz die Aufwendungen für Kredite (für Bau, Kauf und Renovierung) und die Bewirtschaftung des Eigentums. Im einzelnen sind dies:

    Kreditzinsen
  • Kreditilgung
  • Pauschale für Instandhaltungs- und Betriebskosten in Höhe von 36 Euro je Quadratmeter im Jahr
  • Grundsteuer
  • zu entrichtende Verwaltungs­kosten

Haushalts­­mitglieder

Geben Sie bitte die Anzahl der Haushalts­mitglieder im Wohngeld-Rechner an. Haushalts­mitglied ist gem. § 5 Wohngeldgesetz zum einen die wohngeld­berechtigte Person. Weitere Haushalts­mitglieder können sein:

    der Ehegatte eines Haushalts­mitgliedes
  • der eingetragene Lebenspartner eines Haushalts­mitgliedes
  • Eltern und Kinder (auch Adoptiv- und Stiefkinder) eines Haushalts­mitgliedes
  • Geschwister, Onkel, Tante, Schwieger­eltern, Schwieger­kinder, Schwägerin und Schwager eines Haushalts­mitgliedes
  • Pflegekinder und Pflegeeltern eines Haushaltsmitgliedes
  • Personen, die mit einem Haushalts­mitglied in einer Verantwortungs- und Einstehens­gemeinschaft leben

Nicht als Haushalts­mitglied im wohngeld­rechtlichem Sinne gelten z.B. Freunde oder entfernte Verwandte.

Vom Wohngeld ausgeschlossene Haushalts­mitglieder

Geben Sie bitte im Wohngeldrechner die Anzahl der Haushalts­mitglieder an, die vom Wohngeld ausgeschlossen sind. Bei der Berechnung des Wohngeldes sind gem. § 6 Wohngeldgesetz sämtliche Haushalts­mitglieder zu berücksichtigen, sofern sie nicht vom Wohngeld ausgeschlossen sind. Ausgeschlossen vom Wohngeld sind gem. § 7 Wohngeldgesetz Empfänger solcher Transfer­leistungen, bei denen die Unterkunfts­kosten bereits berücksichtigt sind. Auch die Mitglieder der für die entsprechende Transfer­leistung angegebenen Bedarfs­gemeinschaft sind ausgeschlossen. Da die Unterkunfts­kosten für diese Personen bereits berück­sichtigt werden, wirkt sich der Ausschluss vom Wohngeld nicht nachteilig aus. Vom Wohngeld ausgeschlossen sind demnach Empfänger von

wenn bei deren Berechnung Kosten der Unterkunft berücksichtigt worden sind.

Monatseinkommen

Geben Sie bitte die Summe der monatlichen Bruttoeinkünfte jedes zu berück­sichtigenden Haushalts­mitgliedes im Wohngeldrechner an. Hierzu sind zunächst die gesamten zu erwartenden Einkünfte der nächsten 12 Monate zu bestimmen und diese durch 12 zu teilen. Es sind § 15 Wohngeldgesetz alle Einkünfte zu summieren, die im Bewilligungszeitraum (i.d.R. in den nächsten 12 Monaten) zu erwarten sind. Für das Wohngeld maßgebend sind gem. § 14 Wohngeldgesetz die steuer­pflichtigen positiven Einkünfte (also keine Verrechung negativer Einkommen möglich) im Sinne des EStG, ergänzt um einen Katalog steuerfreier Einnahmen:

Gewinne aus

Arbeitseinkommen (brutto)

  • Löhne, Gehälter, Urlaubs- und Weihnachtsgeld
  • Steuerfreie Zuschläge für Sonntags-, Nacht- und Feiertagsarbeit
  • Pauschal besteuerte Einnahmen oder Einnahmen aus einer gering­fügigen Beschäftigung (Minijob)
  • Abfindungen zu einem Drittel, wenn sie innerhalb von drei Jahren vor der Antrag­stellung zugeflossen sind

Lohnersatz­leistungen (Auszug)

Sonstige Einkommen (Auszug)

  • Renten, Pensionen, Versorgungs­bezüge (alles brutto)
  • Unterhalts­zahlungen des geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden Ehegatten
  • Einkünfte aus Kapitalvermögen (soweit sie 100 Euro übersteigen)
  • Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung abzüglich dafür erbrachte Werbungskosten

Nicht zu berücksichtigen (Auszug)

Was sie abziehen können (Auszug)

  • Kindergeld
  • Kinder­betreuungs­kosten in Höhe von zwei Dritteln der Aufwendungen, maximal 4.000 Euro je Kind
  • Elterngeld bis zu 300 Euro pro Monat
  • Die Werbungskosten von Arbeitnehmern und Rentnern können im Folgenden angegeben werden.

Werbungskosten

Geben Sie bitte als Arbeitnehmer oder Rentner die monatlichen Werbungskosten für jedes zu berücksichtigende Haushalts­mitglied an. Arbeitnehmer können hier monatlich pauschal 83,33 Euro angeben. Dies ist ein Zwölftel des Arbeitnehmer-Pauschbetrages von jährlich 1 000 Euro. Rentner mit steuer­pflichtigen Rentenbezügen können hier monatlich pauschal 8,50 Euro angeben. Dies ist ein Zwölftel der Werbungs­kosten­­pauschale für Rentner von jährlich 102 Euro. Nachweisbar höhere Werbungskosten können geltend gemacht und hier eingetragen werden. Werbungskosten sind insbesondere Aufwendungen der Arbeitnehmer für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte, Beiträge zu Berufsverbänden sowie Aufwendungen für Arbeitsmittel. Der Wohngeldrechner zieht diese Werbungskosten vom angegebenen Einkommen ab.

Pauschale Abzüge für Steuern und Sozial­versicherung

Wählen Sie bitte im Wohngeldrechner aus, ob für das Einkommen oder Teile des Einkommens

Alternativ können auch laufende Beiträge angegeben werden, die dem Zweck der Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherung entsprechen. Dies sind zum Beispiel freiwillige Beiträge zur gesetzlichen Kranken- oder Rentenversicherung, Beiträge zu privaten Kranken­versicherungen oder Beiträge für Lebens­versicherungen.

Pauschale Abzüge gem. Wohgeldgesetz

Für der Berechnung des Jahreseinkommens jedes wohngeld­­berechtigten Haushalts­­mitglieds werden gem. § 16 Wohngeldgesetz pauschale Abzüge für Steuern und Sozial­­versicherungs­­beiträge vom Einkommen vorgenommen. Damit wird berücksichtigt, dass die summierten Bruttoeinkünfte nicht komplett zur freien Verfügung stehen, da noch Steuern und Sozialabgaben zu leisten sind. Der Abzug beträgt jeweils zehn Prozent für jede der drei oben aufgeführten Abgaben, wenn diese im Bewilligungs­zeitraum zu leisten sind. Maximal können also 30 Prozent abgezogen werden.

Beispiele

  • Bei Rentnern können pauschal zehn Prozent abgezogen werden, da sie von ihrer Rente Beiträge zur Krankenversicherung abführen müssen.
  • Bei Beamten können 20 Prozent abgezogen werden, da von ihrem Gehalt Steuern und Beiträge zur Krankenversicherung abgehen.
  • Bei Arbeitnehmern, die sowohl Steuern zahlen als auch Beiträge zur Kranken- und Rentenversicherung leisten, beträgt der Abzug 30 Prozent.

Tipp für Rentner mit Minijob

Für einen Rentner mit Minijob kann es sich häufig lohnen, sich beim Minijob nicht von der Pflicht zur Zahlung der Renten­ver­sicherungs­beiträge befreien zu lassen: Einerseits muss hierfür zwar ein Anteil von 3,6 Prozent (Stand 2020) der Minijob-Bezüge geleistet werden, auch wenn es für die eigene Rente keine Auswirkungen mehr hat. Andererseits wird aber dann zur Berechnung des Wohngeldes ein pauschaler Abzug von 10 Prozent vom gesamten anrechenbaren Einkommen in Abzug gebracht. Ob und in welcher Höher sich also die Weiterzahlung von Beiträgen zur Rentenversicherung beim Minijob für Sie lohnt, können Sie anhand des Minijob-Rechners und des obigen Wohngeldrechners gleich online berechnen.

Alleinerziehend

Geben Sie bitte an, ob Sie alleinerziehend sind. Alleinerziehend sind Sie, wenn Sie ausschließlich mit Kindern zusammen wohnen und mindestens eines dieser Kinder noch nicht 18 Jahre alt ist. Für diesen Fall wird gem. § 17Abs. 3 Wohngeldgesetz vom Wohngeldrechner ein Freibetrag in Höhe von 1 320 Euro, also monatlich 110 Euro vom Einkommen abgezogen.

Unterhaltpflichten

Geben Sie bitte im Wohngeldrechner die monatlichen gesetzlichen Unterhalts­pflichten der zu berück­sichtigenden Haushalts­mitglieder an. Diese können bis zu dem in einer notariell beurkundeten Unterhalts­vereinbarung festgelegten oder in einem Unterhalts­titel oder Bescheid festgestellten Betrag abgezogen werden. Ansonsten bis zu den gemäß § 18 Wohngeldgesetz bestimmten Höchstbeträgen:

  1. bis zu 3.000 Euro jährlich für ein zu berücksichtigendes Haushalts­mitglied, das wegen Berufs­ausbildung auswärts wohnt, soweit es nicht von Nummer 2 erfasst ist;
  2. bis zu 3.000 Euro jährlich für ein Kind, das Haushalts­mitglied; dies gilt nur für Aufwendungen, die an das Kind als Haushalts­mitglied bei dem anderen Elternteil geleistet werden;
  3. bis zu 6.000 Euro jährlich für einen früheren oder dauernd getrennt lebenden Ehegatten oder Lebenspartner, der oder die kein Haushalts­mitglied ist;
  4. bis zu 3.000 Euro jährlich für eine sonstige Person, die kein Haushalts­mitglied ist.

Erwerbstätige Kinder U25

Geben Sie bitte die Anzahl der Kinder von Haushalts­mitgliedern an, die

  • Eigene Einnahmen aus Erwerbstätigkeit haben
  • Jünger als 25 Jahre sind
  • Selbst zu berücksichtigende Haushalts­mitglieder sind

Für diesen Fall wird gem. § 17 Abs. 4 Wohngeldgesetz vom Wohngeldrechner ein Freibetrag in Höhe der eigenen Einnahmen ¹) aus Erwerbstätigkeit, höchstens jedoch jährlich 1 200 Euro je zutreffender - also hier angegebender - Person vom Jahres­einkommen abgezogen. Monatlich sind dies 100 Euro.

¹) Bitte beachten Sie, dass der Wohngeldrechner automatisch diese monatlichen 100 Euro zur Berechnung des Gesamteinkommens in Abzug bringt, auch wenn die tatsächlichen monatlichen Einnahmen aus Erwerbs­tätigkeit geringer sind. In der Praxis würden in diesem Fall jedoch nur die niedrigeren tatsäch­lichen monatlichen Einnahmen aus Erwerbs­tätigkeit abgezogen.

Schwerbehinderte

Geben Sie bitte hier an, wieviele der zu berücksich­tigenden Haushalts­mitglieder eine Schwerbehinderung mit einem Grad von

  • 100 Prozent haben oder
  • unter 100 Prozent haben bei Pflege­bedürftigkeit (SGB X) und gleichzeitiger häuslicher oder teil­stationärer Pflege bzw. Kurzzeit­pflege

Für diesen Fall wird gem. § 17 Abs. 1 Wohngeldgesetz vom Wohngeldrechner 2020 ein Freibetrag in Höhe von 1 800 Euro, also monatlich 150 Euro je zutreffender - also hier angegebender - Person vom Einkommen abgezogen. Vor der Wohngeldreform 2020 betrug der Freibetrag für Schwerbehinderte 1 500 Euro jährlich, also 125 Euro monatlich.

Beispiel für die Berechnung des Wohngeldes

Im folgenden zeigen wir Ihnen, wie der Wohngeldrechner im Detail das Wohngeld gemäß Wohngeldgesetz berechnet. Hierzu werden zunächst die drei grundlegenden Größen

  1. Haushalts­mitglieder,
  2. Gesamteinkommen und die
  3. zuschussfähige Miete

berechnet. Diese Werte werden dann unter 4. in die Wohngeldformel eingesetzt, um schließlich gesetzeskonform daraus das Wohngeld zu berechnen.

Grundlagen für das Berechnungsbeispiel

Familie Roth kann die Miete nicht mehr aus eigenen Mitteln stemmen und möchte wissen, wieviel Wohngeld ihr 2020 monatlich als Mietzuschuss zusteht.

  • Familie Roth wohnt in Köln und zahlt eine monatliche Kaltmiete in Höhe von 800 Euro.
  • Herr Roth ist berufstätig und hat ein monatliches Bruttogehalt in Höhe von 2 500 Euro.
  • Max Roth, der 16jährige Sohn trägt Zeitungen aus und verdient damit 200 Euro im Monat.
  • Frau Roth und Moritz Roth, der jüngere Sohn beziehen keine eigenen Einkünfte.

1. Berechnung der Anzahl zu berück­sichtigender Haushalts­­mitglieder

Haushalts­mitglied ist gem. § 5 WoGG zum einen die wohngel­dberechtigte Person. Weitere Haushalts­mitglieder sind u.a. die Ehegattin sowie die Kinder eines Haushalts­mitglieds. Bei der Berechnung des Wohngeldes sind gem. § 6 WoGG sämtliche Haushalts­mitglieder zu berücksichtigen, sofern sie nicht vom Wohngeld ausge­schlossen sind. Ausgeschlossen vom Wohngeld sind gem. § 7 WoGG Empfänger solcher Transfer­leistungen, bei denen die Unterkunfts­kosten bereits berück­sichtigt sind, wie z.B. bei Arbeitlosengeld II oder bei Grundsicherung.

Zu berücks­ichtigende Haushalts­mitglieder bei Familie Roth
4 Haushalts­mitglieder sind für das Wohngeld zu berück­sichtigen.

Für diese wird das monatliche Gesamt­einkommen und die zuschuss­fähige Miete vom Wohngeldrechner berechnet. Die Anzahl zu berück­­sich­tigender Haushalts­­mitglieder fließt schließlich auch in die Formel zur Berechnung des Wohngeldes gemäß § 19 WoGG ein.

2. Berechnung des Gesamteinkommens

Für die Berechnung des Wohngeldes ist das monatliche Gesamteinkommen, also die Summe der monat­lichen Netto­einkünfte abzüglich etwaiger Freibeträge und Unterhalts­pflichten aller für das Wohngeld zu berück­­sich­tigenden Haushalts­­mitglieder zu berechnen.

2.1 Berechnung des Nettoeinkommens von Herrn Roth

Für das Wohngeld wird ein pauschales Netto berechnet, indem vom Bruttoeinkommen die Werbungskosten sowie eine jeweils 10prozentige Pauschale für Einkommensteuer, Kranken- und Pflege­versicherung sowie für die Renten­ersicherung abgezogen wird, sofern diese vom Bruttoeinkommen oder von Teilen des Bruttoeinkommens geleistet werden.

Als Arbeitnehmer kann Herr Roth monatlich pauschal 83,33 Euro angeben. Dies ist ein Zwölftel des Arbeitnehmer-Pauschbetrages von jährlich 1 000,00 Euro.

Herr Roth zahlt von seinem Einkommen Einkommensteuer sowie Kranken- und Renten­versicherungs­beiträge. Damit können pauschal insgesamt 30 Prozent für die Berechn8ung des wohngeldrechtlichen Nettoeinkommenn abgezogen werden.

Brutto2 500,00 Euro
− Werbungskosten83,33 Euro
= zu verst. Eink.2 416,67 Euro
− Pauschale 30,00 %725,00 Euro
= Nettoeinkommen von Herrn Roth1 691,67 Euro

2.2 Berechnung des Nettoeinkommens von Max Roth

Max Roth kann für seinen Job als Zeitungs­zusteller keinen Arbeitnehmer-Pauschbetrag absetzen. Er ist weder einkommen­steuer­pflichtig noch zahlt er Beiträge zur Sozial­versicherung.

Brutto200,00 Euro
− Werbungskosten0,00 Euro
= zu verst. Eink.200,00 Euro
− Pauschale 0,00 %0,00 Euro
= Nettoeinkommen von Max Roth200,00 Euro

2.3 Berechnung der Summe der Nettoeinkommen

Dies ist die Summe der Netto­einkünfte aller zu berück­sich­tigenden Haushalts­mitglieder. Sie wurden gemäß Wohngeld­gesetz zur Bestimmung des Wohngeldes pauschal berechnet.

Die Summe der Nettoeinkommen beträgt 1 891,67 Euro.

2.4 Berechnung von Abzügen aufgrund von Freibeträgen oder Unterhaltspflichten

Max Roth verdient nebenher etwas Geld. Er ist also erwerbstätig. Zudem ist er unter 25 Jahre alt. Demnach steht ihm gemäß § 17 WoGG ein Freibetrag in Höhe der eigenen Einnahmen aus Erwerbs­tätigkeit, höchstens jedoch jährlich 1 200,00 Euro jährlich bzw. monatlich 100,00 Euro zu.

100,00 Euro von der Summe der Nettoeinkommen als Freibetrag abziehbar.

Gesamt­einkommen von Familie Roth
Das monatliche Gesamteinkommen
beträgt 1 791,67 Euro.

3. Berechnung der zuschussfähigen Miete

Die mit Wohngeld höchstens zu bezuschussende Miete bzw. monatliche Belastung entspricht der Miete / Belastung, maximal aber dem von Haushalts­­größe und Mietstufe abhängigen Höchstbetrag.

3.1 Berechnung der Kaltmiete

Dies ist die anteilige Miete bzw. monatliche Belastung, die von den zu berück­s­ich­tigenden Haushalts­­mitgliedern im Verhältnis zu allen Haushalts­­mitgliedern zu leisten ist. Da im Haushalt der Familie Roth alle vier für das Wohngeld zu berück­sichtigen sind, übernimmt der Wohngeldrechner hier einfach die monatliche Miete der Roths.

Die monatliche Kaltmiete beträgt 800 Euro.

3.2 Berechnung der Mietstufe für Familie Roth

Wohngeld wird nur für den Teil der Miete oder Belastung geleistet, der bestimmte monatliche Miet­höchst­­beträge gem. § 12 WoGG nicht übersteigt. Die Mieh­höchst­­beträge sind in Deutschland für alle Gemeinden ab 10.000 Einwohner nach sechs Mietstufen gestaffelt: Die Mietstufen eins und zwei befinden sich unter dem Bundes­­durch­­schnitt der Mieten, die Mietstufe drei spiegelt den Durch­schnitt wider, und die Mietstufen vier bis sechs liegen oberhalb des Bundes­durch­schnitts. Ab 2020 wird mit Mietstufe 7 eine weitere Mietstufe für die Berechnung des Wohngeldes zugrunde gelegt. Die Mietstufen von Gemeinden mit zum Stichtag weniger als 10.000 Einwohnern und von gemeinde­­freien Gebieten sind nach Kreisen zusammen­­gefasst.

Für Köln in Nordrhein-Westfalen gilt Mietstufe 6.

3.3 Berechnung des zuschussfähigen Höchstbetrags

Der für das Wohngeld zuschuss­fähige Höchstbetrag für Miete bzw. für die monatliche Belastung bei 4 Haushalts­­mitgliedern und Mietstufe 6 beträgt gemäß § 12 Wohngeldgesetz 968 Euro. Das Wohngeld wird nur für den Teil der Miete oder Belastung berechnet, der diesen Höchst­betrag nicht übersteigt.

Der Höchstbetrag beträgt 968 Euro.

Zuschuss­fähige Miete für Familie Roth
Die zuschussfähige Miete beträgt 800,00 Euro.

4. Allgemeine Berechnung der Wohngeldes

Nach § 19 WoGG berechnet sich das Wohngeld anhand folgender Formel, in die die zuvor ermittelten Werte eingesetzt werden: Das ungerundete monatliche Wohngeld für bis zu zwölf zu berück­­sichtigende Haushalts­­mitglieder beträgt

Wohngeld-Formel nach § 19 WoGG
1,15 × (M − (a + b × M + c × Y) × Y) €

"M" ist die zu berück­­sichtigende monatliche Miete oder Belastung in Euro. "Y" ist das monatliche Gesamteinkommen in Euro. "a", "b" und "c" sind nach der Anzahl der zu berück­­sichtigenden Haushalts­­mitglieder unterschiedene Werte. Die zur Berechnung des Wohngeldes erforderlichen Rechenschritte und Rundungen sind in einer fest vorgegebenen Reihenfolge auszuführen. Sind mehr als zwölf Haushalts­­mitglieder zu berücksichtigen, erhöht sich für das 13. und jedes weitere zu berück­sichtigende Haushalts­­mitglied das hier berechnete monatliche Wohngeld um jeweils 51 Euro, höchstens jedoch bis zur Höhe der zuschuss­­fähigen Miete bzw. monatlichen Belastung.

5 Konkrete Wohngeldberechnung für Familie Roth

Das Wohngeld für Familie Roth wird folgender­maßen berechnet:

5.1. Berechnung von "M"

Für "M" ist die zuschuss­fähige monatliche Miete/Belastung einzusetzen, gemäß Anlage 3 des Wohngeldgesetzes bei 4 zu berück­sich­tigenden Haushalts­mitgliedern jedoch mindestens 88 Euro.

5.2 Berechnung von "Y"

Für "Y ist das monatliche Gesamteinkommen einzusetzen, gemäß Anlage 3 bei 4 zu berück­sich­tigenden Haushalts­mitgliedern jedoch mindestens 447 Euro.

5.3 Einsetzen von "M", "Y" und "a, b, c" in die Wohngeldformel

Gemäß Anlage 2 des Wohnbgeld­gesetzes gelten die Werte a=0,01, b=0,00031 und c=0,000037. Es werden nun gemäß Anlage 2 nacheinander folgende Terme der obigen Formel mit je 10 Nachkomma­stellen berechnet:

z1 = a + b × M + c × Y,
z2 = z1 × Y,
z3 = M − z2,
z4 = 1,15 × z3

Vorliegend ist also

z1 = 0,01 + 0,00031 × 800,00 + 0,000037 × 1 791,67,
z2 = 0,3263333333 × 1 791,67
z3 = 800,00 − 584,6805554958
z4 = 1,15 × 215,3194445042

z4 ist mit 247,62 Euro das ungerundete monatliche Wohngeld und wird noch ab 0,50 Euro auf volle Euro aufgerundet, sonst abgerundet (⇒ 248 Euro).

5.4 Check, ob berechnetes Wohngeld größer Wohngeld-Mindestbetrag

Das berechnete Wohngeld von 248 Euro ist größer als der erforderliche Wohngeld-Mindestbetrag von 10 Euro. Denn gemäß § 21 WoGG bestünde kein Wohngeldanspruch, wenn das Wohngeld weniger als 10 Euro monatlich betragen würde.

Berechnetes Wohngeld für Familie Roth
Das monatliche Wohngeld beträgt 2020 schließlich 248 Euro.

Fragen unserer Nutzer & Antworten der Redaktion

  • Abzug vom Krankengeld bei der Wohngeld-Berechnung

    Unser Nutzer ka....l.de hatte am 24.01.2020 folgende Frage:
    Sehr geehrte Redaktion. ich bin langfristig krank und erhalte Krankengeld 1.067,-- monatlich. Von dem Krankengeld werden Pflegeversicherung , Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung abgezogen. Meine Frage: Wie viel darf bei der Berechnung des Wohngeldes abgesetzt werden - 10 Prozent oder 20 Prozent ? Die Wohngeldbehörde zog nur 10 Prozent ab. Wie ist ihre Ansicht. Vielen Dank. Ursula G
    Antwort der Smart-Rechner-Redaktion vom 24.01.2020:
    Sehr geehrte Frau G.,
    vielen Dank für Ihre Anfrage. Gemäß Wohngeldgesetz können jeweils 10 Prozent abgezogen werden, sofern

    Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflege­versicherung (KV) entrichtet wurden
    Beiträge zur gesetzlichen Renten­versicherung (RV) entrichtet wurden
    Einkommensteuer (ESt) entrichtet wurde

    Nun weiß ich nicht genau, wie es sich verhält, wenn Sie zwar Beiträge zur Pflegeversicherung zahlen jedoch keine Beiträge zur Krankenversicherung. Eventuell werden diesbezüglich nur die 10 Prozent in Abzug gebracht, wenn Sie sowohl Beiträge zur Pflege- als auch zur Krankenversicherung leisten.

    Die von der Wohngeldbehörde anerkannten 10 Prozent erhalten Sie wahrscheinlich aufgrund der Rentenversicherungsbeiträge.

    Fraglich ist dann noch, ob Sie auch einkommensteuerpflichtig sind. Dann müssten eigentlich weitere 10 Prozent abgezogen werden.

    Fragen Sie am besten einmal bei Ihrem Wohngeldamt nach.

    Herzliche Grüße
  • 10-Prozent-Pauschalen für Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung

    Unser Nutzer in....l.de hatte am 20.12.2019 folgende Frage:
    Sehr geehrte Damen und Herren,
    Ihr Wohngeldrechner ist bis auf einen Kritikpunkt hervorragend. Für die 10-Prozent-Pauschalen vermisse ich den Katalog der verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten Steuern, Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge, Rentenversicherungsbeiträge. Als Einkommen habe ich 850,00 Bruttorente, 8,50 Werbungskosten eingegeben. Die Eingabemöglichkeit für die 10-Prozent-Pauschale für Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung habe ich nicht gefunden. Deshalb wird das Einkommen nach dem Wohngeldstärkungsgesetz für mich als Rentner mit 850,00 Euro minus 8,50 Euro Werbungskosten = 841,50 Euro ausgewiesen und nicht mit 850,00 Euro minus 8,50 Euro Werbungskosten minus 84,15 Euro (10 Prozent von 841,50 Euro für Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung) = 757,35 Euro. Das zustehende Wohngeld wird dadurch zu niedrig ausgewiesen. Im Interesse Ihrer vermutlich wenigen Kunden auf diesem Gebiet bitte ich Sie um Prüfung, ob Sie kostenlos Ihren Wohngeldrechner nachprogrammieren können, damit Ihr guter Ruf nicht unter diesem Knackpunkt leidet.
    Mit freundlichen Grüßen
    Franz G
    Antwort der Smart-Rechner-Redaktion vom 20.12.2019:
    Sehr geehrter Herr G.,
    vielen Dank für Ihren Hinweis.
    Im unten stehenden Screenshot habe ich einmal test-weise 850 Euro Einkommen abzgl. 8,50 Euro Werbungskosten sowie die Krankenversicherungspflicht angegeben. Als Netto finden Sie im Ergebnis, wie gewünscht 757,50 Euro.
    Insofern verstehe ich Ihre Anmerkung nicht wirklich. Taucht bei Ihnen denn nicht der Punkt „Abzüge“ im Rechner auf? Ich würde mich daher freuen, wenn Sie mir nochmals das eigentliche Problem schildern könnten.
    Vielen Dank im Voraus und herzliche Grüße
    Unser Nutzer in....l.de hatte am 20.12.2019 noch eine Nachfrage:
    Mann, Mann, Sie haben recht!! Danke.
  • Höchstgrenze des Einkommens für Wohngeld?

    Unser Nutzer gl.....com hatte am 07.12.2019 folgende Frage:
    Hallo zusammen,
    es gibt Einkommenshöchstgrenzen bis zu denen ein Zuschuss gewährt wird.
    Frage: gibt es auch Untergrenzen, die nicht unterschritten werden dürfen, also ein Mindesteinkommen?
    Vielen Dank
    Dieter G
    Antwort der Smart-Rechner-Redaktion vom 07.12.2019:
    Sehr geehrter Herr G.,
    vielen Dank für Ihre Anfrage. Ja, es gibt auch Untergrenzen, wie es z.B. der Artikel unter https://www.123recht.de/ratgeber/sozialrecht/Wohngeld-setzt-nicht-nur-ein-Hoechsteinkommen,-sondern-auch-eine-Mindesteinkommen-voraus-__a155536.html erklärt.
    Darauf sind wir in unseren Seiten leider nicht näher eingegangen, werden es aber dank Ihrer Anregung künftig mit einfließen lassen.
    Herzliche Grüße
  • Wohngeld für EU-Rentner

    Unser Nutzer he....b.de hatte am 03.12.2019 folgende Frage:
    Sehr geehrte Damen und Herren,
    zunächst einmal ein Lob für die tollen Informationen auf Ihrer Seite.
    Ich habe mittlerweile eine unbefristete EU-Rente. Bei der befristeten EU-Rente habe ich bei einem 450 Euro Job den Rentenversicherungsbeitrag von 3,7 Prozent abgeführt. Nachdem ich den unbefristeten Bescheid der EU-Rente erhielt habe ich auf Beitragsfrei umgestellt. Dies hatte dann beim nächsten Wohngeldantrag zur Folge, dass die 10 Prozent für die Rentenversicherung nicht mehr vom gesamten mitteilungspflichtigen anrechenbaren Einkommen in Abzug gebracht wurden. Dadurch erhalte ich 90 Euro weniger Wohngeld. Das habe ich bei der Umstellung auf beitragsfrei leider nicht bedacht. Ich behaupte, dass jeder EU-Rentner bei Wohngeldbezug besser fährt, wenn er bei seinem 450 Euro Job den Rentenversicherungsbetrag abführt, auch wenn es für die spätere Regelaltersrente keine Auswirkung hat. Das gleiche gilt wohl auch für jeden anderen Rentenempfänger, welcher einen 450 Euro Job nachgeht.
    Vielleicht könnt Ihr da speziell darauf hinweisen. Danke!
    Ansonsten weiter so.
    Freundliche Grüße
    Heiko B
    Antwort der Smart-Rechner-Redaktion vom 08.12.2019:
    Sehr geehrter Herr B.,
    vielen Dank für Ihren Hinweis. Da haben Sie offenbar eine Schwachstelle gefunden. Da die unterschiedlichen Gesetze und Regelungen nicht immer optimal miteinander verzahnt werden können, kann es manchmal zu solch einer Konstellation führen.
    Ich habe Ihre Anregung aufgenommen und umgesetzt unter "Tipp für Rentner mit Minijob“ auf der Seite https://www.smart-rechner.de/wohngeld/rechner.php.
    Nochmals Danke, herzliche Grüße und ein schönes Restwochenende
  • Wohngeld Erhöhung 2020

    Unser Nutzer sa....b.de hatte am 27.10.2019 folgende Frage:
    Guten Tag
    Sie schreiben ab Januar 2020 soll sich das Wohngeld erhöhen. Leider finde ich nirgends etwas dazu wie diese Erhöhung ausfallen soll.
    Die Mietstufe bei mir ändert sich von 3 auf 2 und laut Rechner wären das 10€ mehr Wohngeld als jetzt.
    Ändert sich das Wohngeld nur aufgrund der Mietstufenanpassung oder wird es grundsätzlich auch noch erhöht?
    Auf anderen Seiten steht :
    "Ein 2 Personenhaushalt soll von 145€ auf 190€ steigen", das sind ja knappe 30 Prozent...
    Wäre ihnen dankbar für eine Antwort.
    Grüße
    Ne
    Antwort der Smart-Rechner-Redaktion vom 28.10.2019:
    Guten Morgen,

    vielen Dank für Ihre Anfrage. Das Wohngeld wird sich nicht nur aufgrund der Mietstufenanpassung ändern. Ansonsten wäre die Höhe Ihres Wohngeldes ja mit der Herabsetzung Ihrer Mietstufe sogar geringer, als bisher. Beim Wohngeld ab 2020 erfolgt auch eine Anpassung an die gesteigerten Lebenshaltungskosten und das allgemein gestiegene Mietniveau. Berücksichtigung finden diese Werte in bestimmten Parametern der Berechnungsvorschriften. In sehr vielen Fällen führen die Änderungen zu einer Erhöhung des Wohngeldes, wie Sie mit dem Rechner unter https://www.smart-rechner.de/wohngeld/rechner.php testen können. Außerdem werden aufgrund der Anpassungen mehr Menschen wohngeldberechtigt sein. Die von Ihnen zitierten Steigerungen um 30 Prozent wird es auch geben, werden aber derzeit natürlich plakativ herausgestellt.
    Fazit: Das Wohngeld ändert sich nicht nur aufgrund der Mietstufenanpassung, es wird auch anhand anderer Parameter angepasst und damit in vielen Fällen erhöht.
    Ich hoffe, ich konnte Ihre Anfrage zufriedenstellend beantworten und verbleibe mit herzlichen Grüßen
    Stefan Banse
  • Lastenzuschuss in 2020

    Unser Nutzer we.....com hatte am 12.10.2019 folgende Frage:
    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Ich habe einmal für mich den Lastenzuschuss in 2020 einmal gemäß ihres Smart-Rechners (https://www.smart-rechner.de/wohngeld/rechner.php) und einmal mit einer Excel-Tabelle berechnet und komme bei mir auf 345 Euro während ihr Rechner nur auf 340 Euro kommt.

    Grund: Ihr Wert für c betraegt 0,00018 während ich gemäss des Entwurfes des Wohngeldförderungsgesetzes 0,000118 angesetzt habe.

    Höhe des Wohngeldes
    Nach § 19 WoGG berechnet sich das Wohngeld anhand folgender Formel, in die die zuvor ermittelten Werte eingesetzt werden:
    Das ungerundete monatliche Wohngeld für bis zu zwölf zu berücksichtigende Haushaltsmitglieder beträgt
    1,15 × (M − (a + b × M + c × Y) × Y) €
    "M" ist die zu berücksichtigende monatliche Miete oder Belastung in Euro. "Y" ist das monatliche Gesamteinkommen in Euro. "a", "b" und "c" sind nach der Anzahl der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder unterschiedene Werte.
    Die zur Berechnung des Wohngeldes erforderlichen Rechenschritte und Rundungen sind in einer fest vorgegebenen Reihenfolge auszuführen.
    Sind mehr als zwölf Haushaltsmitglieder zu berücksichtigen, erhöht sich für das 13. und jedes weitere zu berücksichtigende Haushaltsmitglied das hier berechnete monatliche Wohngeld um jeweils 47 Euro, höchstens jedoch bis zur Höhe der zuschuss­fähigen Miete bzw. monatlichen Belastung.
    Mit der voraussichtlichen Änderung des Wohngeldgesetzes zum 1. Januar 2020 beträgt die Erhöhung ab dem 13. Bewohner 51 Euro.
    Konkrete Berechnung
    Ihr Wohngeld wird folgendermaßen berechnet:
    Für "M" ist die zuschuss­fähige monatliche Miete/Belastung einzusetzen, gemäß Anlage 3 des WoGG bei einem zu berück­sich­tigendem Haushalts­mitglied jedoch mindestens 52 €.
    Für "Y ist das monatliche Gesamteinkommen einzusetzen, gemäß Anlage 3 bei einem zu berück­sich­tigendem Haushalts­mitglied jedoch mindestens 275 €.
    Gemäß Anlage 2 des WoGG gelten die Werte a=0,04, b=0,00058 und c=0,000180.
    Es werden nun gemäß Anlage 2 nacheinander folgende Terme der obigen Formel mit je 10 Nachkommastellen berechnet:

    z1 = a + b × M + c × Y,
    z2 = z1 × Y,
    z3 = M − z2,
    z4 = 1,15 × z3
    Vorliegend ist also
    z1 = 0,04 + 0,00058 × 381,00 + 0,000180 × 275,00,
    z2 = 0,3104800000 × 275,00
    z3 = 381,00 − 85,3820000000
    z4 = 1,15 × 295,6180000000
    z4 ist mit 339,96 € das ungerundete monatliche Wohngeld und wird noch ab 0,50 Euro auf volle Euro aufgerundet, sonst abgerundet (⇒ 340 €).
    Das monatliche Wohngeld beträgt damit 340 €.
    +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

    Mit c = 0,000118

    z1 = a + b × M + c × Y,
    z2 = z1 × Y,
    z3 = M − z2,
    z4 = 1,15 × z3
    Vorliegend ist also
    z1 = 0,04 + 0,00058 × 381,00 + 0,000118 × 275,00
    z2 = 0,29343 × 275,00
    z3 = 381,00 − 80,6932500
    z4 = 1,15 × 300,30675
    z4 ist mit 345,36 €
    Das monatliche Wohngeld beträgt damit 345 €.
    Antwort der Smart-Rechner-Redaktion vom 13.10.2019:
    Sehr geehrter Herr F.,
    vielen lieben Dank für Ihren Hinweis. Da hatte sich ein Fehler eingeschlichen, der uns ohne Ihren Hinweis zunächst einmal gar nicht aufgefallen wäre. Wir haben den Fehler korrigiert und nochmals die restlichen Werte für a, b und c ab 2020 bei unterschiedlicher Anzahl von Haushaltsmitgliedern überprüft.
    Nochmals vielen Dank und noch ein schönes Restwochenende wünscht Ihnen

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Quellenangaben

Insbesondere die Informationen folgender Quellen haben wir für die Themenwelt "Wohngeld" verwendet:

Letzte Aktualisierung am 22.05.2020

Die Seiten der Themenwelt "Wohngeld" wurden zuletzt am 22.05.2020 redaktionell überprüft durch Stefan Banse. Sie entsprechen alle dem aktuellen Stand.

Vorherige Änderungen am 06.01.2020