Elterngeldrechner - Berechnen Sie Ihren Anspruch

Junge Mütter und Väter haben in Deutschland Anspruch auf Elterngeld. Das Gesetz für die bezahlte Freistellung eines oder beider Elternteile gibt es seit dem Jahr 2007, immer mehr Bürger machen inzwischen Gebrauch davon. Der Familie soll so ermöglicht werden, sich in den ersten Monaten intensiv selbst um ihren Nachwuchs zu kümmern. Ruhe, Geborgenheit und Fürsorge sichern dem Neugeborenen einen guten Start ins Leben. Das gelingt jedoch nur, wenn die Eltern in dieser Zeit auch finanziell abgesichert sind. Der Elterngeldrechner hilft Ihnen dabei, Ihren Anspruch auf Elterngeld zu ermitteln.

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Anspruchsberechtigte Eltern

In den ersten Wochen nach der Geburt benötigt das Neugeborene die ungeteilte Aufmerksamkeit und Liebe der Mutter. Damit diese sich ausreichend von der Entbindung erholen kann, hat sie Anspruch auf Mutterschutz. Für Arbeitnehmerinnen endet die Mutterschutzfrist in der Regel acht Wochen nach der Geburt. In dieser Zeit erhalten sie Mutterschaftsgeld von der Krankenkasse und eine Aufstockung von ihrem Arbeitgeber. Nach Ablauf der Mutterschutzfrist können die jungen Eltern in Elternzeit gehen. Hierbei ist ausdrücklich erwünscht, dass nicht nur die Mutter, sondern auch der Vater sich Zeit für die Betreuung des Kindes nimmt. Heute gibt es sogar die Möglichkeit, dass beide Elternteile gleichzeitig in Elternzeit gehen. Diese Partnerschaftsmonate stärken die Bindung zum Kind, fördern den Familienzusammenhalt und helfen den Eltern, in eine moderne Aufgabenteilung hineinzufinden.

Gesetzlich wird das im Gesetz zum Elterngeld und zur Elternzeit (Bundeselterngeld und Elternzeitgesetz – BEEG) geregelt. Als Ausgleich für den Wegfall des Verdienstes der Mutter oder des Vaters zahlt der Staat das sogenannte Elterngeld. Als Ausgleich für den Wegfall des Verdienstes der Mutter oder des Vaters zahlt der Staat das sogenannte Elterngeld. Anspruchsberechtigt sind

  • Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
  • Selbständig Tätige
  • Beamtinnen und Beamten
  • Erwerbslose
  • Auszubildende und Studierende
  • Adoptiveltern
  • in Ausnahmefällen auch Großeltern oder Geschwister der Eltern.

Allerdings haben Eltern mit einem Jahresverdienst über 500.000 € keinen Anspruch auf Unterstützung durch das Elterngeld, bei Alleinerziehenden liegt die Grenze bei 250.000 €.

Das Basiselterngeld

Auch nach der Elterngeldreform 2015 kann das Basiselterngeld weiter beantragt werden. Es ersetzt das Einkommen eines Elternteils bis zu 14 Monate lang. Mütter oder der Väter müssen mindestens zwei und dürfen höchstens 12 Monaten freinehmen. Wie sich beide die Zeit aufteilen, bleibt ihnen überlassen. Oft bleibt zuerst die Mutter zu Hause, weil es sich auf ihr geringeres Einkommen leichter verzichten lässt. Später nimmt dann der Vater noch die restlichen (zwei) Monate Elternzeit. Bei Bezug des Basiselterngeldes dürfen keine weiteren vergüteten Tätigkeiten ausgeführt werden.

Der Elterngeldrechner

Mit unserem Rechner können Sie selbst schnell bestimmen, wie viel Elterngeld Ihnen zusteht. Zuerst geben Sie den durchschnittlichen Nettoverdienst der letzten zwölf Monate ein, denn dieses bildet die Grundlage für das Elterngeld. Angestellte Mütter und Väter müssen entsprechende Lohnnachweise einreichen, bei Selbständigen wird der Anspruch nach dem Gewinn aus dem Steuerbescheid berechnet:

Durchschnittliches Einkommen im MonatGeleistete Ersatzzahlung
Ohne Einkommen Mindestbetrag 300 Euro
Weniger als 1.000 € 100 Prozent, schrittweise Absenkung
1.000 – 1.200 € 67 Prozent des Nettoeinkommens
1.201 – 1.240 € 66 Prozent des Nettoeinkommens
1.241 – 1.800 € (Höchstbetrag) 65 Prozent des Nettoeinkommens
Sollten Sie zusätzliches Einkommen während der Elternzeit erhalten, kreuzen Sie das Feld bitte an. Dann müssen Sie auch das Monatseinkommen für diese Tätigkeit angeben. Dieses wird zum Teil auf das Elterngeld angerechnet.

Im nächsten Feld vermerken Sie bitte, wenn Sie eine Mehrlingsgeburt erwarten. Dann gibt es einen Zuschlag zum Basiselterngeld in Höhe von 300 €.

Ein weiterer Zuschlag wird für Geschwisterkinder gezahlt. Das Elterngeld wird um 10 Prozent erhöht, mindestens jedoch um 75 €:

  • wenn bei zwei Kindern das Erstgeborene nicht älter als drei Jahre ist
  • wenn bei drei oder mehr Kindern zwei von ihnen noch nicht älter als sechs Jahre sind
  • wenn ein behindertes Geschwisterkind nicht älter als 14 Jahre ist.

Beispiel:

Nach Geburt der Zwillinge und Ablauf der Mutterschutzfrist geht die Mutter in Elternzeit. Das erstgeborene Geschwisterkind ist 1 Jahr alt.

Durchschnittlicher Monatsverdienst netto 1.600,00 €
Grundbetrag Elterngeld (65 Prozent) 985,83 €
Zuschlag Mehrlingsgeburt 300,00 €
Zuschlag Geschwisterkind 98,58 €
Anspruch Elterngeld gesamt 1.384,42 €

Die Mutter hat 12 Monate lang Anspruch auf diese Zahlung. Nimmt der Vater dann im 13. und 14. Monat die Elternzeit, wird das Elterngeld auf Grundlage seines Verdienstes vor der Geburt berechnet. Hier zählt also nicht der Durchschnittslohn der letzten zwölf Monate, es bezieht sich auf den Zeitraum vor der Geburt!

Das ElterngeldPlus

Seit 2015 gibt es das neue ElterngeldPlus. Es ist besonders für all jene gedacht, die nach dem Mutterschutz wieder in Teilzeit arbeiten möchten oder die nach einer Elternpause langsam wieder einsteigen möchten. Es eignet sich auch besonders gut für Selbständige und Freiberufler, die laufende Einnahmen haben und schnell wieder (verkürzt) arbeiten möchten. Das Nettoeinkommen vor der Geburt bildet auch die Grundlage für die Berechnung des ElterngeldPlus. Elterngeld und ElterngeldPlus lassen sich beliebig kombinieren. Mehr als 30 Stunden darf allerdings nicht gearbeitet werden. ElterngeldPlus ersetzt das wegfallenden Einkommens, wird jedoch höchstens bis zum hälftigen Basiselterngeld bezahlt. Als Ausgleich dafür verdoppelt sich jedoch der Zeitraum, für den die Leistung beansprucht werden kann. Zwei Monate ElterngeldPlus zählen also genauso wie ein Monat Basiselterngeld.

Das Beispiel von oben sieht dann so aus:

Durchschnittlicher Monatsverdienst netto vor der Geburt 1.600,00 €
Nettoverdienst nach der Entbindung 600,00 €
Wegfallender Verdienst 1.000,00 €
ElterngeldPlus (65 Prozent) 650,00 €
Zuschlag Mehrlingsgeburt 150,00 €
Zuschlag Geschwisterkind 49,29 €
Anspruch Elterngeld gesamt 849,29 €
Gesamtes Einkommen 1.449,29 €

Der Partnerschaftsbonus

In den letzten Jahren hat sich bei vielen Paaren die Sicht auf die Familie verändert. Immer mehr Väter möchten das Aufwachsen ihres Nachwuchses aktiv miterleben und gestalten und entscheiden sich für die Elternauszeit. Die Partnermonate in der Elternzeit unterstützen die Gemeinsamkeit in der Familie. Ist der Anspruch auf Elterngeld oder ElterngeldPlus nach der Geburt bereits voll ausgeschöpft, gewährt der Partnerschaftsbonus zusätzlich 4 Monate lang Bezüge von ElterngeldPlus, wenn beide Partner in dieser Zeit verkürzt arbeiten. Hierbei darf die Wochenstundenzahl nur zwischen 25 und 30 Stunden liegen.

Lesen Sie auch unseren Ratgeber: Elterngeld beantragen

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