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Wissenswertes rund um die Mutterschutzfrist

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Mutterschutzrechner

Berechnnung von Beginn und Ende des Mutterschutzes nach Eingabe des geplanten Geburtstermins. Gegebenenfalls können zudem der Tag der tatsächlichen Entbindung sowie eine Mehrlings- oder Frügeburt angegeben werden.
Aktualisiert am von Stefan Banse

Mutterschutzgesetz – MuSchG) erlassen. Mütter und ihre Kinder sollen so vor Gefahren am Arbeitsplatz, vor Überforderung und gesundheitlichen Schädigungen, aber vor allem auch vor finanziellen Einbußen in der Zeit rund um die Geburt geschützt werden.

Die Mutterschutzfrist

Besonderes Augenmerk gilt der Zeit vor der Geburt und den ersten Tagen danach. Diese Zeit wird auch als Mutterschutzfrist bezeichnet. Die Grundlage finden sich im Mutterschutzgesetz, und zwar im Paragraph 3 - Beschäftigungsverbot für werdende Mütter und im Paragraph 6 – Beschäftigungsverbote nach der Entbindung.

In den letzten sechs Wochen vor dem voraussichtlichen Geburtstermin besteht ein Beschäftigungsverbot für werdende Mütter. Ist die Schwangere gesund, kann sie freiwillig weiterarbeiten. Auch bis zu acht Wochen nach der Geburt darf die Mutter nicht beschäftigt werden, sie darf auch nicht freiwillig arbeiten.

Bei Mehrlings- und auch bei Frühgeburten verlängert sich die Schutzfrist nach der Geburt auf 12 Wochen. Wird das Baby jedoch zu früh geboren, wird die sechswöchige Mutterschutzfrist vor der Geburt nicht angehalten. Diese Zeit darf die Mutter nun zusätzlich nach der Entbindung in Anspruch nehmen. Als Frühgeburten gelten hier auch alle Babys mit einem Geburtsgewicht unter 2.500g.

Ausnahmen bei der Mutterschutzfrist

Verstirbt das Neugeborene oder kommt gar nicht lebend zur Welt, so gilt die Mutterschutzfrist von 8 Wochen trotzdem. Verstirbt das Baby bei einer zu frühen Geburt, so verlängert sich die Frist auf 12 Wochen. Fehlgeburten, und als solche rechnet das Gesetz auch Frühgeburten mit einem Startgewicht unter 500g, gelten nicht als Entbindung, die Mutterschutzfrist gilt hier nicht. Bei Todesfällen vor oder auch nach der Geburt kann die Frau bereits vorher wieder durch den Arbeitgeber beschäftigt werden, wenn sie dies ausdrücklich wünscht. Sie muss aber ein ärztliches Attest vorlegen, dass sie arbeitsfähig ist.

Ausgangspunkt für die Berechnung der Mutterschutzfrist ist der voraussichtliche Geburtstermin, den die Hebamme oder der behandelnde Arzt bestätigt hat. Verzögert sich die Geburt um wenige Tage, hat das übrigens keine Auswirkungen auf das Beschäftigungsverbot nach der Entbindung.

Beispiel Mutterschutzfrist

Beispiel: Die Entbindung wird am Samstag, den 1. April 2017 erwartet. Die Mutterschutzfrist beginnt 6 Wochen früher, also am 18. Februar 2017.

Geboren wird das Kind dann schließlich am 4. April 2017. Ist alles gesund, dann endet die Frist nach 8 Wochen am 30. Mai 2017. Werden Zwillinge entbunden, endet sie erst nach 12 Wochen, also am 27. Juni 2017.

Im Internet finden sich verschiedene Rechner für die schnelle Ermittlung des Startdatums für den Mutterschutz.

Arbeitsrechtlich gibt es für Unternehmen und Mütter vieles zu beachten. In der Mutterschutzfrist

  • entsteht Urlaubsanspruch, denn diese Zeit wird als Arbeitszeit betrachtet
  • kann die Angestellte Mutterschaftsfeld bei der Krankenkasse beantragen
  • hat die Frau Anspruch auch finanziellen Ausgleich, der Arbeitgeber muss die Differenz zwischen Mutterschaftsgeld und letztem durchschnittlichen Lohn ausgleichen
  • besteht der besondere Kündigungsschutz für Schwangere weiter

Das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend informiert auf seinen Seiten ausführlich über den Mutterschutz. Geplant ist eine Reformierung des Gesetzes. Vorgesehen ist unter anderem die Ausdehnung der Mutterschaftsfrist auf 12 Wochen bei der Geburt eines behinderten Kindes.

Quellenangaben

Insbesondere die Informationen folgender Quellen haben wir für die Themenwelt "Mutterschutz" verwendet:

Letzte Aktualisierung am 06.08.2019

Die Seiten der Themenwelt "Mutterschutz" wurden zuletzt am 06.08.2019 redaktionell überprüft durch Stefan Banse. Sie entsprechen alle dem aktuellen Stand.

Vorherige Änderungen am 01.10.2018

  • 01.10.2018: Integration von Bildern bei den Hilfe-Texten
  • Redaktionelle Überarbeitung aller Texte in dieser Themenwelt