x
Unsere Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Zur Datenschutzerklärung. Hinweis gelesen

Abfindungsrechner 2020 - berechnen Sie die Steuern auf Ihre Abfindung

Abfindungen beim Ausscheiden aus einem Unternehmen müssen leider versteuert werden. Unser Abfindungsrechner hilft Ihnen, die Höhe der zu erwartenden Steuer zu berechnen. Bitte geben Jahresgehalt, die Höhe der Abfindung und einige weitere Daten ein und Sie erhalten umgehend Ihre Steuerlast.

Infos zum Abfindungsrechner

Sie benötigen lediglich die Ihnen bereits vorliegenden Daten und können auf diesem Weg ein sofortiges Ergebnis erhalten. Ermitteln Sie anhand Ihres Bruttojahresgehalts sowie der Höhe Ihrer Abfindung das entsprechende und detailliert aufgeführte Steueraufkommen. Nutzen Sie unseren Abfindungsrechner.

Was müssen Sie nach dem Abfindungsrechner noch wissen? - Zusatzinfos zu Abfindungen

Möchte ein Arbeitgeber eine betriebsbedingte Kündigung aussprechen, so wird häufig die Zahlung einer Abfindung angeboten. Diese richtet sich nach den gesetzlichen oder tariflichen Vorgaben, die sich beispielsweise aus der Länge der Betriebszugehörigkeit des Arbeitnehmers ergeben oder nach der Kulanz des Arbeitgebers. Die Abfindung darf frühestens in dem Monat ausgezahlt werden, in dem das Arbeits­verhältnis gekündigt wurde und hat in jedem Fall sowohl eine Auswirkung auf die Zahlung von Arbeitslosengeld sowie auf die Besteuerung der Einkünfte.

Besteuerung von Abfindungen nach der Fünftelregelung

Früher wurden bei der Besteuerung von Abfindungen festgelegte Freibeträge berücksichtigt, die zwischen 7.200 Euro und 11.000 Euro lagen. Nach einer Gesetzesanpassung sind diese jedoch entfallen, dafür wird die so genannte Fünftelregelung angewandt. Es wird die Differenz der Steuer für das Einkommen ohne Abfindung und der Steuer für das Einkommen inklusive einem Fünftel der Abfindung gebildet. Diese Differenz bildet dann den Steuerbetrag für ein Fünftel der Abfindung und muss nur noch verfünffacht werden, um die Steuer für die gesamte Abfindung zu erhalten. So ergibt sich eine geringere Steuerprogression und damit eine deutlich geringere Steuerbelastung, als wenn der Gesamtbetrag in einer Summe der Steuer unterworfen würde. Dies leitet sich aus der Staffelung der Einkommen­steuertabellen ab. Die genauen Auswirkungen der Besteuerung entnehmen Sie unserem Abfindungsrechner oben auf der Seite. Oder schauen Sie sich folgendes Beispiel zur Berechnung der Steuer auf die Abfindung an.

Beispiel zur Besteuerung der Abfindung für 2020

Herr Schulz hat 20120 ein Jahreseinkommen von 60.000 Euro und erhält eine Abfindung in Höhe von 100.000 Euro. Er ist ledig und ist aus der Kirche ausgetreten.

1. Einkommensteuer für 60.000 16.236
2. Einkommensteuer und Soli für 80.000
(60.000 + 1/5 der Abfindung)
24.636
3. Differenz der Steuerbeträge 8.400
4. Einkommensteuer für Abfindung (5 × 8.400) 42.000
5. zzgl. anteiliger Soli 2.310
4. Gesamtsteuer für Abfindung 44.310
In unserem Glossar finden Sie weitere Beispiele und Sonderfälle zur Steuer­berechnung anhand der Fünftelregel.

Grundtarif oder Splittingtarif

Der Grundtarif gilt für Unverheiratete und getrenntveranlagte Ehepaare. Der Splittingtarif wird bei zusammenveranlagten Ehepaaren angewendet.

Bei der getrennten Veranlagung werden die Ehegatten einzeln zur Einkommensteuer veranlagt. Dies kann in bestimmten Konstellationen günstiger sein als die Zusammen­veranlagung. Bei der Zusammen­veranlagung wird der Gesamtbetrag beider Einkünfte gemeinsam ermittelt. Die Ehegatten werden zusammen wie ein einziger Steuerpflichtiger behandelt. Die Einkommensteuer wird für die Hälfte der Einkünfte berechnet und die so errechnete Steuer wird dann verdoppelt (Ehegattensplitting). Dies ist aufgrund der Steuerprogression im Regelfall günstiger, wenn die Einkommen beider Partner unterschiedlich sind.

Tipp zur Auszahlung von Abfindungen

Soll die betriebsbedingte Kündigung im November oder Dezember eines Jahres wirksam werden, so ist es möglich, den Auszahlungsbetrag der Abfindung auf zwei Jahre aufzuteilen. Somit hat der Steuerpflichtige die Möglichkeit, die anfallenden Steuerbeträge möglichst gering zu halten und ebenfalls aufzuteilen. Noch ein Tipp: Wenn Sie noch Unsicherheiten bzgl. Ihrer Lohnsteuer oder der zu erstellenden Steuererklärung haben, empfehlen wir immer den Kontakt mit einem Anwalt oder Steuerberater. Dieser berät Sie auch bei detaillierten Berechnungen der Nettoabfindung und einer möglichen Zusammenballung von Einkünften.

Fragen unserer Nutzer und Antworten der Redaktion

  • Berücksichtigung negativer Einkünfte aus Gewerbebetrieb im Abfindungsrechner?

    Unser Nutzer lo.....com hatte am 11.06.2020 folgende Frage:
    Sehr geehrte Damen und Herren,
    mir ist aufgefallen, dass der Abfindungsrechner keine negativen Einnahmen aus Gewerbebetrieb zulässt. Muss in diesem Sonderfall der Abfindungsbetrag um den Verlust aus Gewerbeeinnahmen reduziert werden?
    Vielen Dank
    Mit freundlichen Grüßen
    Wolfgang K.
    Antwort der Smart-Rechner-Redaktion vom 18.06.2020:
    Sehr geehrter Herr K.,
    vielen Dank für Ihre Anfrage und entschuldigen sie bitte meine etwas verzögerte Rückmeldung. Ja, beim Verkauf eine Gewerbebetriebes unterliegt der Veräußerungsgewinn der Fünftelregelung, denn er gehört steuerrechtlich zu den außerordentlichen Einkünften.

    Die im laufenden Wirtschaftsjahr erwirtschafteten Verluste hingegen zählen zum laufenden negativen Gewinn des Betriebes und wären daher beim Abfindungsrechner als „Jahresbrutto“ anzugeben. Sie gehören also zum zu versteuernden Einkommen. Inwiefern Sie hier einen Verlustausgleich mit anderen Einkunftsarten - also eine Verrechnung mit anderen Einkünften - durchführen können, sollten Sie am Besten einen Steuerberater fragen. Jedenfalls wäre es nicht richtig, den Veräußerungsgewinn zunächst um die Verluste zu schmälern und dann im Rechner als „Abfindung“, also als außerordentliche Einkünfte anzugeben.
    Mit herzlichen Grüßen
  • Berücksichtigung der Sozialabgaben im Rechner

    Unser Nutzer da.....com hatte am 14.11.2019 folgende Frage:
    Liebes Team von Smart-Rechner.de,
    Erstmals vielen dank für den Rechner, sehr hilfreich.
    Werden in dem Rechner auch Sozialabgaben (RV/KV/PV) bei dem Jahresbrutto berücksichtigt?
    Angenommen man Zahlt ungefähr 1000 EUR Sozialabgaben vom Monatlichen Gehalt, wird das auch in dem Kalkulator berücksichtigt oder berechnet er nur Lohnsteuer?
    Beispiel unten, der Rechner zeigt „Steuer auf Jahresbrutto: 12584,04 EUR“
    Normaler brutto netto Rechner würde von dem Jahresbrutto von 65000 EUR ein Steuer von 9000 EUR berechnen.
    Woher die Differenz?
    Danke im Voraus,
    MFG
    Daniel B
    Antwort der Smart-Rechner-Redaktion vom 14.11.2019:
    Sehr geehrter Herr B.,
    vielen Dank für Ihre Anfrage. Die SV-Beiträge werden nicht berücksichtigt. Im Infofenster zu den einzelnen Ergebnissen wird aufgeschlüsselt, wie sich die jeweilige Summe zusammensetzt. Der Abfindungsrechner berechnet die Einkommenssteuer. Dies ist die Steuer die letztlich am Jahresende auf Ihre gesamten Einkünfte zu zahlen ist. Dies berechnet z.B. auch unser Einkommensteuerrechner unter https://www.smart-rechner.de/einkommensteuer/rechner.php.

    Als Arbeitnehmer zahlen Sie monatlich die Lohnsteuer, wie Sie z.B. auch mit unserem Lohnsteuerrechner unter https://www.smart-rechner.de/lohnsteuer/rechner.php oder dem von Ihnen im Screenshot gezeigten Rechner berechnen können. Die Lohnsteuer ist u.a. von der Steuerklasse, der Anzahl der Kinder etc. abhängig. Im Folgejahr machen Sie dann den sogenannten „Lohnsteuerjahresausgleich“. D.h., dass dann die eigentliche Einkommensteuer aus allen Einkünften des vergangenen Jahres berechnet wird. Die zu viel oder zu wenig gezahlte Lohnsteuer wird dann wieder ausgeglichen, indem Sie eine Steuerrückzahlung oder -nachforderung haben.

    Wenn Sie z.B. im Lohnsteuerrechner eine andere Steuerklasse wählen, erhalten Sie wiederum eine ganz andere Differenz. Die Lohnsteuer wird letztlich jedes Jahr über die Einkommensteuer-Erklärung korrigiert.
    Ich hoffe, ich konnte Ihnen dies so näher bringen und verbleibe mit herzlichen Grüßen
  • Einkommen des Partners

    Unser Nutzer In....e.de hatte am 29.05.2019 folgende Frage:
    Hallo,
    großes Lob-ihre Smart Rechner sind sehr hilfreich.
    Ich habe aber eine Nachfrage:
    Wie können sie (in meinem Fall beim Abfindungsrechner) mit dem Splitting Effekt rechnen wenn das Einkommen des Partners gar nicht bekannt ist?
    Was für ein Annahme wird bei der Brechung getroffen?
    Über eine kurze Antwort über diese Email Adresse würde ich mich sehr freuen. Danke!
    MfG
    Ingo V
    Antwort der Smart-Rechner-Redaktion vom 30.05.2019:
    Sehr geehrter Herr V.,
    vielen Dank für Ihre Anfrage und dem damit verbundenen positiven Feedback!
    Der Rechner geht beim Berechnen des Ehegattensplittings davon aus, dass Sie die summierten Einkommen beider Partner eingegeben haben.
    Dank Ihres Hinweises werden wir aber die Hilfetexte in einer der nächsten Versionen des Rechners so anpassen, dass dies besser verständlich ist.
    Herzliche Grüße
    Unser Nutzer In....e.de hatte am 30.05.2019 noch eine Nachfrage:
    Hallo Herr Banse,
    Vielen Dank für die schnelle Antwort am Feiertag(!)!
    Ein Hinwies darauf wäre sicher hilfreich.
    MfG
    Ingo V.
  • Differenz zum Rechner der SZ im Jahr 2018

    Unser Nutzer tt....l.de hatte am 25.10.2018 folgende Frage:
    Sehr geehrtes Team,
    vielen Dank für das Telefonat von soeben.
    Wie besprochen sende ich Ihnen anbei 2 Screenshots im .jpg-Format. Ein Ergebnis der Süddeutschen und Ihr Ergebnis.
    Alle anderen Rechner im Netz weisen mir bei meinen Eingaben (unter Berücksichtigung der 5tel-Regelung) eine Netto-Summe i.H. von 12.468 € aus.
    Nur Ihr Rechner weist erheblich weniger aus: 10.368,55 €, eine Differenz von stattlichen 2.099,45 € !!
    Wie kann das sein? Über eine Aufklärung danke ich Ihnen im Vorraus!
    Meine Eingaben bei beiden Rechnern:
    - 15.000€ Abfindung
    - 24.600€ Jahresbrutto
    Mit freundlichen Grüßen
    T.T
    Antwort der Smart-Rechner-Redaktion vom 27.10.2018:
    Sehr geehrter Herr T.,
    zunächst vielen Dank für Ihren Hinweis.
    Eins nur vorweg: Wir können und dürfen keine Steuerberatung für Sie vornehmen. Insofern kann ich Ihnen nur unsere Einschätzung des Sachverhalts geben. Letztlich wird es das Beste sein, wenn Sie eine offizielle Rechts- oder Steuerberatung in Anspruch nehmen, zu der dann auch all Ihre Daten vorliegen.
    Im Unterschied zu unserem Rechner berechnet der SZ-Rechner die Besteuerung der Abfindung anhand Lohnsteuerklasse etc., so dass Sie die Auszahlung der Abfindung nach Steuern über Ihren Arbeitgeber berechnen können. Wählen Sie dort z.B. Steuerklasse I, ist das Ergebnis wieder ein anderes.
    Unsern Rechner habe ich gerade nochmals geprüft: Er berechnet die Besteuerung der Abfindung nach dem Einkommensteuergesetz (EStG) anhand der dafür anfallenden Einkommensteuer. Wenn Sie also Ihren Lohnsteuerjahresausgleich durchführen, ist letztlich Ihre Steuerklasse nicht mehr relevant, sondern Sie unterliegen letztlich der Einkommensteuer. Der Smart-Rechner berechnet also, was schließlich nach dem Jahresausgleich übrig bleibt.
    Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit weiterhelfen und verbleibe
    mit herzlichen Grüßen
  • Haben Sie auch eine Frage zum Thema Abfindung und Steuern?

    Haben Sie fachliche Fragen, dann hilft Ihnen unsere fachliche Beratung gerne weiter.

Quellenangaben

Insbesondere die Informationen folgender Quellen haben wir für die Themenwelt "Abfindung und Steuern" verwendet:

Letzte Aktualisierung am 27.05.2020

Die Seiten der Themenwelt "Abfindung und Steuern" wurden zuletzt am 27.05.2020 redaktionell überprüft durch Michael Mühl. Sie entsprechen alle dem aktuellen Stand.

Vorherige Änderungen am 30.03.2020