Inflationsrechner - Auswirkungen der Inflation auf Ihre Ersparnisse

In den Medien wird häufig vor Kaufkraftverlust und Inflation gewarnt. In Deutschland ist die Inflationsrate zwar immer sehr niedrig, dennoch kann sich diese Entwicklung des Geldwertes auf die persönliche Situation auswirken. Gerade bei Ihrer Altersvorsorge ist es sinnvoll, einschätzen zu können, wie viel eine zu erwartende Rente in mehreren Jahren Wert sein wird. Dieser Rechner kann Ihnen mehr über die geschätzte Kaufkraft Ihres Geldes verraten.

Welche Inflationsrate eingeben?

Die Grundeinstellung für die Inflationsrate wurde in diesem Rechner mit 2,0 % angegeben. Dieser Wert konnte in Deutschland in den vergangenen Jahren meist eingehalten werden bzw. wurde eher unterboten. Innerhalb der Europäischen Union wird eine Inflationsrate von 2 % angestrebt. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Wert in den kommenden Jahren erreicht wird, ist also nicht gering. In den Krisenländern in Südeuropa konnte sogar eine Inflationsrate bis zu 8 % gemessen werden. Bei der recht stabilen deutschen Wirtschaft sind solche Werte hier jedoch kaum zu erwarten. Auch in Österreich kann eher von einer stabilen Inflation im 2-%-Bereich ausgegangen werden. Theoretisch ist auch eine negative Inflationsrate möglich. In diesem Fall würden die Preise im Allgemeinen so sehr fallen, dass Sie nach zehn Jahren mehr für Ihr Geld bekommen würden.

Was besagt das Ergebnis des Rechners?

Wenn Sie Ihre monatliche Rente als Ausgangswert in den Rechner eingeben, können Sie ermitteln, welche Kaufkraft Sie mit dieser Rente nach der angegebenen Anzahl von Jahren erwarten können. Vorausgesetzt, Sie kaufen durchschnittlich ein, werden Sie zwar als Summe die von Ihnen angegebene Zahl zur Verfügung haben, durch die Preisentwicklung werden Sie damit aber so zurechtkommen, wie heute mit der berechneten Summe. Die Inflationsrate wird mithilfe eines durchschnittlichen Einkaufskorbes ermittelt. Die Preise für Lebensmittel, Benzin, Mieten und Elektrogeräte werden dabei verglichen. Wenn Sie im Alter keine Miete zahlen müssen und kein eigenes Auto besitzen möchten, wird sich die Preisentwicklung auf Ihre Situation allerdings anders auswirken als beim Durchschnittsdeutschen.

Gefühlte Inflation

In den letzten zehn Jahren stimmten die Verbraucherbeschwerden über steigende Preise meist nicht mit den Berechnungen der Kaufkraftverluste überein. Dies liegt daran, dass gerade die Waren des alltäglichen Lebens im Preis stärker anstiegen als seltener eingekaufte Gegenstände oder automatisch abgebuchte Versicherungsbeiträge. In den letzten Jahren sanken beispielsweise die Preise für Elektrogeräte so stark, dass der Anstieg der Lebensmittelpreise wieder ausgeglichen wurde. Wie stark der Kaufkraftverlust sich für Sie persönlich bemerkbar macht, hängt also auch davon ab, welche Ausgaben Sie regelmäßig haben. Um sicherzugehen, können Sie für die Zukunft eine etwas höhere Inflationsrate von 3 % annehmen, die wahrscheinlich eher der Preisentwicklung bei den alltäglichen Einkäufen als den selteneren Anschaffungen entspricht.

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