Elterngeld beantragen - Tipps inkl. Checkliste

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    Berechnen von Elterngeld und ElterngeldPlus mit dem Elterngeldrechner. Berechnung anhand Bruttoeinkommen gemäß Bundeselterngeldgesetz.

Die Elternzeit ermöglicht eine Auszeit vom Job, um sich um die Erziehung des Kindes zu kümmern. Mütter und Väter können in den ersten acht Lebensjahren ihres Nachwuchses insgesamt 36 Monate zu Hause bleiben, entweder sofort nach der Geburt oder sogar in drei Phasen verteilt. Dafür wurde im Jahr 2007 das Gesetz zum Elterngeld und zur Elternzeit (Bundeselterngeld und Elternzeitgesetz – BEEG) erlassen, die aktuellen Regelungen gelten seit 2015.

Elterngeld gibt Sicherheit

Immer mehr junge Eltern, und vor allem auch Väter, nutzen diese Regelungen für sich. Sie fördern den Familienzusammenhalt und ermöglichen dem Neugeborenen einen behüteten Start ins aufregende Leben. Auch finanziell gibt es eine Absicherung: das Elterngeld. Dieses wird jedoch nicht vom Arbeitgeber ausgezahlt, es muss bei der Elterngeldstelle der Kommunen beantragt werden.

Wer darf Elterngeld beantragen?

Der Antrag auf Unterstützung während der Elternzeit darf von

  • Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern
  • Selbständigen und Feiberuflern
  • Studenten und Auszubildenden
  • Beamtinnen und Beamten
  • Arbeitslosen

gestellt werden. Die jungen Eltern müssen in Deutschland wohnen und mit dem Kind im Haushalt leben. Der Nachwuchs muss selbst betreut und erzogen werden. Während des Bezuges von Elterngeld darf keine Vollzeittätigkeit ausgeübt werden. Möchten Sie kurz nach der Entbindung wieder teilweise arbeiten, so beantragen Sie bitte das ElterngeldPlus.

Wo wird das Elterngeld beantragt?

Das Elterngeld muss mit Hilfe von Formularen beantragt werden, die sich von Bundesland zu Bundesland unterscheiden. Außerdem müssen Dokumente vom Arbeitgeber oder der Krankenkasse eingereicht werden. Auch hierfür hat jedes Bundesland eigene Vordrucke. Beantragt wird die staatliche Leistung bei den Elterngeldstellen, die den Kommunen oder Stadtverwaltungen angegliedert sind. Hier erhalten junge Eltern auch Hilfe beim Ausfüllen der Formulare. Auch karitative Einrichtungen oder professionelle Beratungsunternehmen unterstützen hier gern. Adressen, Öffnungszeiten, Ansprechpartner und andere Informationen finden Sie im Internet. Einige Elterngeldstellen bieten hier auch Formulare für den Download an.

Gibt es Fristen für die Antragsstellung?

Elterngeld können die jungen Eltern erst nach Geburt des Kindes beantragen, denn sie müssen die Geburtsbescheinigung des Standesamtes vorlegen. Der Antrag kann in den ersten vier Lebensmonaten des Babys gestellt werden. Es wird immer nur rückwirkend für 3 Monate bewilligt, deshalb sollte diese Frist nicht verpasst werden. Wird die Zeit zu knapp, stellen Sie erst den Antrag und reichen die notwendigen Unterlagen später nach! Ist der Antrag gestellt, sind Änderungen für künftige Monate immer möglich. Die verschiedenen Leistungen wie Basiselterngeld oder ElterngeldPlus oder den Partnerschaftsbonus können so problemlos kombiniert werden.

Achtung aber, wenn Sie angestellt sind!

Elternzeit ist sieben Wochen vor dem gewünschtem Beginn bei Ihrem Arbeitgeber zu beantragen. Möchten Väter sofort nach der Geburt in Elternzeit gehen, zum Beispiel mit einem Partnermonat, so sollten sie den Chef mindestens sieben Wochen vor der Geburt informieren. Nachträglich geht hier nicht! Ablehnen kann der Arbeitgeber den Antrag eigentlich nicht – aber wichtige betriebliche Gründe können ihn bewegen, eine andere Aufteilung der Elternzeit zu verlangen.

Checkliste für den Antrag auf Elterngeld

Eine gute Vorbereitung beschleunigt die Bearbeitung Ihres Antrages auf Elterngeld bei der Elterngeldstelle. Nutzen Sie einfach unsere Checkliste:

  • Lassen Sie sich beim Standesamt eine Geburtsbescheinigung für Ihr Kind ausstellen. Diese muss im Original den Vermerk „für Elterngeld“ tragen.
  • Für Kinder, die außerhalb der Europäischen Union geboren worden sind, benötigen Sie eine beglaubigte deutsche Übersetzung der Geburtsurkunde!v
  • Beide Elternteile müssen eine Kopie des Personalausweises oder des Reisepasses vorlegen, eventuell ist der aktuelle Aufenthaltstitel notwendig.
  • Die gesetzliche Krankenkasse erstellt einen Bescheid über die Bewilligung (oder die Ablehnung) vom Mutterschaftsgeld vor und nach der Entbindung, der vorgelegt werden muss.
  • Berechnungsgrundlage sind die Einkommensnachweise der letzten zwölf Monate vor der Geburt. Das trifft sowohl für die Mutter als auch für den Vater zu, auch wenn dieser erst später eine Babypause einlegen möchte.
  • Beantragen Sie die Elternpause rechtzeitig bei Ihrem Arbeitgeber.
  • Schließt sich die Elternzeit der Mutter direkt an den Mutterschutz an, benötigen Sie eine Bescheinigung über den Arbeitgeberzuschuss während des Mutterschutzfrist.
  • Ebenfalls für die Berechnung des Elterngeldes benötigen Sie einen Nachweis über das Krankentagegeld, das Ihnen die Krankenkasse während einer schwangerschaftsbedingten Erkrankung gewährt hat (zum Beispiel bei einem gesundheitlich bedingten Beschäftigungsverbot). Legen Sie hier auch das ärztliche Attest vor.
  • Bezieher von Arbeitslosengeld I sowie Kinderzuschlägen benötigen alle Bewilligungsbescheide aus dem letzten Jahr.
  • Für ältere Geschwister gibt es einen Geschwisterbonus, reichen Sie vorhandene Elterngeldbescheide ein.
  • Arbeiten Sie selbständig oder angestellt in Teilzeit während der Elternzeit, reichen Sie dafür einen Nachweis (oder eine Schätzung) ein.

Anspruch berechnen

Nutzen Sie auch unseren Elterngeldrechner, um Ihren Anspruch auf Elterngeld zu bestimmen.

Die 10 wichtigsten Fragen zu Elterngeld

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