Rentenbesteuerung - Nutzen Sie unseren Online-Rechner

Unser Rentenbesteuerung Rechner verrät Ihnen, in welcher Höhe Ihre Alterseinkünfte nach dem Eintritt in das Rentenalter versteuert werden. Geben Sie einfach den Bruttobetrag Ihrer aktuellen Monatsrente, das Jahr des Rentenbeginns sowie die Höhe Ihrer ersten Rentenzahlung ein. Der Rentensteuer-Rechner gibt Ihnen sofort Informationen darüber, ob Sie zur Abgabe einer Stererklärung verpflichtet sind, und in welcher Höhe gegebenenfalls Steuern fällig werden. Der Zeitpunkt Ihrer ersten Rentenzahlung sowie deren Höhe bestimmen den steuerlichen Freibetrag für Ihre Rente. Wie hoch die aktuelle steuerliche Belastung aussieht, hängt also auch davon ab, ob Ihre Alterseinkünfte seit Rentenbeginn gestiegen oder gesunken ist.

Rentenbesteuerung seit 2005

Seit dem Jahr 2005 wird bei der Besteuerung der Renten kein Unterschied mehr zwischen Ertragsteil und Renten oder Beamtenpensionen gemacht. In der Steuererklärung macht es also keinen Unterschied mehr, ob die monatlichen Einkünfte aus einer gesetzlichen Rentenversicherung, einer privaten Vorsorge oder aus vermieteten Immobilien oder Ähnlichem stammen. Im Ausgleich dazu wurden aber die Beträge, die im Laufe des Berufslebens fürs Alter zurückgelegt werden steuerlich begünstigt. Damit die entsprechende Begünstigung für alle gleichermaßen wirkt, hängt die Höhe der Besteuerung auch vom Jahr des Renteneintritts ab.

Rentenbesteuerung als komplexe Berechnung

Wer im Jahr 2005 in Rente ging, konnte schließlich noch nicht von der steuerlichen Begünstigung der Versicherungsbeiträge profitieren. Daher wurde beschlossen, dass nur 50 % der Alterseinkünfte zu versteuern sind. Mit jedem Jahr, in dem die Vergünstigung genossen werden kann, steigt der Anteil, der zu versteuern ist, um 2 %. Ab dem Jahr 2020 beträgt die jährliche Steigerung nur noch 1 %. Damit nicht in jedem Jahr eine neue komplexe Berechnung durchgeführt werden muss, wird für jeden Rentner zu Beginn seiner Rente aus dem anfänglichen Einkommen und dem aktuellen Prozentsatz ein Freibetrag errechnet, der dann das ganze Leben über gilt. Steigt also das Einkommen nach dem Renteneintritt, steigt auch die prozentuale Belastung durch die Steuer. Sinkt das Einkommen später, muss durch den gleichbleibenden Freibetrag weniger Steuer gezahlt werden. Wenn die Rente so niedrig ist, dass keine Steuern bezahlt werden müssen, kann unter Umständen sogar auf die Steuererklärung verzichtet werden.

Beispiel für die Berechnung der Rentenbesteuerung 2017

Herr Krämer hat 2010 seine erste Rente in Höhe von 1.500 Euro bezogen. In der Zwischenzeit ist die Rente gestiegen und beträgt im Jahr 2017 1.600 Euro.

Berechnung Rentenfreibetrag

Der steuerpflichtige Rentenanteil bei Rentenbeginn 2010 betrug 60% von der zu diesem Zeitpunkt bezogenen Rente von 1.500 Euro. Die übrigen 40% waren steuerfrei. Dieser steuerfreie Betrag von 600 Euro monatlich bzw. 7.200 Euro jährlich wurde bei Herrn Krämer für alle künftigen Jahre als "Rentenfreibetrag" festgelegt.

Berechnung Gesamtbetrag der Einkünfte

Von Herrn Krämers aktueller Jahresrente in Höhe von 19.200 Euro (1.600 mal 12) verbleibt nach Abzug des Rentenfreibetrags von 7.200 Euro ein Gesamtbetrag der Einkünfte von 12.000 Euro, sofern er außer der gesetzlichen Rente keine weiteren Einkünfte erzielt hat.

Berechnung Zu versteuerndes Einkommen

Bevor nun Herrn Krämers Einkünfte versteuert werden, kann er noch einige Kosten absetzen: Er macht die Werbungskostenpauschale in Höhe von 102 Euro sowie die Sonderausgaben-Pauschale mit 36 Euro geltend. Zudem kann er seine monatlichen Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung und Pflegeversicherung als Vorsorgeaufwendungen in vollem Umfang geltend machen. Sein Beitragsanteil für die Krankenversicherung betrug 7,3% zzgl. dem kassenindividuellen Zusatzbeitrag von 1,1% (Durchschnitt 2017). Der Anteil für die Pflegeversicherung betrug weitere 2,55%. Diese insgesamt 10,95% der Bruttorente betragen 2.102,40 Euro. Herr Krämer kann also zusammen mit den Pauschalen insgesamt 2.240,40 Euro vom Gesamtbetrag der Einkünfte absetzen, so dass sein zu versteuerndes Einkommen 9.759,60 Euro beträgt.

Herleitung Abgabepflicht

Da Herrn Krämers Gesamtbetrag der Einkünfte oberhalb des 2017 geltenden Grundfreibetrags in Höhe von 8.820 Euro liegt, ist er zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet.

Berechnung Steuerschuld

Für Herrn Krämers zu versteuerndes Einkommen wird gemäß Einkommensteuertarif die jährliche Einkommensteuer in Höhe von 140 Euro fällig. Aufgrund der geringen Einkommensteuer muss er keinen Solidaritätszuschlag leisten. Da Herr Krämer aus der Kirche ausgetreten ist, wurde Kirchensteuer in Höhe von je nach Bundesland 8% bzw. 9% der Einkommensteuer nicht berücksichtigt. Dies hätte eine zusätzliche Steuerbelastung von 11,20 Euro bzw. 12,60 Euro ergeben. Gegebenenfalls kann er das zu versteuernde Einkommen und damit die Steuerlast auch durch weitere absetzbare Kosten verringern. Dazu zählen Sonderausgaben, wie z.B. Spenden und Kirchensteuer oder auch außergewöhnliche Belastungen wie, Krankheitskosten oder die Bezahlung für eine Haushaltshilfe.


Diesen Rechner finden Sie in den folgenden Rubriken

Vorsorgerechner, Steuerrechner, Arbeit & Soziales