Rentenbesteuerung

Rentenbesteuerung berechnen

Unser Rentensteuerrechner verrät Ihnen, in welcher Höhe Ihre Alterseinkünfte nach dem Eintritt in das Rentenalter versteuert werden. Der Rechner beantwortet Ihnen sofort, ob Sie zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind und in welcher Höhe gegebenenfalls Steuern fällig werden.

Noch mögliche Änderungen 2024 aufgrund Wachstumschancengesetz

Das sogenannte Wachstumschancengesetz hat der Bundesrat vorerst gestoppt. Die Länderkammer hat in ihrer Sitzung im November 2023 beschlossen, den Vermittlungsausschuss anzurufen. Dieser befasst sich am 21.2.2024 mit dem Gesetz. Die nächste reguläre Bundesratssitzung, die ein Vermittlungsergebnis absegnen könnte, findet am 22.3.2024 statt. Damit bleibt offen, ob ab 2024 (gegebenenfalls rückwirkend) die damit geplanten Änderungen beim Thema "Rentenbesteuerung" gesetzlich verankert werden. Die Änderungen werden dann umgehend in unseren Rechnern und Seiten hinterlegt. Folgendes ist ab 2024 im Gesetz geplant:

  • Rentenbesteuerung
    Der jährlich in 1-Prozent-Stufen wachsende Besteuerungsanteil neuer Renten soll rückwirkend ab 2023 auf 0,5 Prozent verlangsamt werden. Für die Gruppe der Personen, die im Jahr 2023 in Rente gehen, wird somit der maßgebliche Besteuerungsanteil nicht mehr 83 Prozent, sondern nur noch 82,5 Prozent betragen, und er wird jedes Jahr kontinuierlich um 0,5 Prozentpunkte anwachsen. Erstmalig wird dieser Anteil im Jahr 2058 für die Kohorte von Rentnern 100 Prozent erreichen.
  • Altersentlastungsbetrag
    Der geplante verlangsamte Anstieg des Besteuerungsanteils für die Rente soll im Bereich des Altersentlastungsbetrags nachvollzogen werden. Mit der Anpassung soll rückwirkend ab 2023 der Prozentsatz nicht mehr um jährlich 0,8 Prozentpunkte, sondern um 0,4 Prozentpunkte gesenkt werden. Der Höchstbetrag soll sich ab 2023 um jährlich 19 Euro anstatt bisher 38 Euro verringern.

Alles Wissenswerte zur Rentenbesteuerung mit Beispiel-Berechnung

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Eingabehilfen zum Rechner

Im Folgenden erhalten Sie einige nützliche Informationen zu den einzelnen Eingabefeldern des Rentensteuer-Rechners.

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Steuerjahr

Rentensteuer-Rechner: Eingabe Steuerjahr Wählen Sie bitte das Steuerjahr aus, für das die Berechnung durchgeführt werden soll.

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Hinweis zur Einzel- bzw. Zusammen­veranlagung

Rentensteuer-Rechner: Hinweis zur Einzel- bzw. Zusammenveranlagung Wenn Sie nur unter "Frau" bzw. nur unter "Mann" die Höhe der Rente angeben, wird die Einkommensteuer automatisch für die Einzelveranlagung berechnet. Sobald Sie auf beiden Seiten die Höhe der Rente angegeben, wird die Zusamenveranlagung zugrunde gelegt. Erhält z.B. nur einer der Partner Bezüge und Sie sind zusammenveranlagt, geben Sie für den anderen Partner 0 Euro bei der Höhe der Rente an. Die Art der verwendeten Veranlagung wird Ihnen im Ergebnis angezeigt.

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Rentenbeginn

Rentensteuer-Rechner: Eingabe Rentenbeginn Bitte geben Sie das Jahr an, seit dem Sie Rente beziehen. Zusammen mit der Angabe der Höhe Ihrer Rente aus diesem ersten Bezugsjahr können wir den nicht zu versteuernden Anteil Ihrer aktuellen Rente berechnen. Der Besteuerungsanteil bestimmt sich nämlich nach dem Jahr des Renteneintritts. Die Renten mit Beginn bis 2005 werden zu 50 Prozent besteuert. Der steuerpflichtige Rentenanteil steigt in Schritten von je 2 Prozentpunkten von 50 Prozent im Jahr 2005 auf 80 Prozent im Jahr 2020 und in weiteren 1 Prozentpunkt-Schritten ab dem Jahr 2021 bis zu 100 Prozent im Jahr 2040 an. Der steuerpflichtige Rentenanteil beträgt also 50 Prozent bei einem Rentenbeginn im Jahr 2005, 52 Prozent bei Rentenbeginn 2006 und so weiter. Letztlich sind es 100 Prozent bei Rentenbeginn ab 2040.

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Bruttomonatsrente bei Rentenbeginn

Rentensteuer-Rechner: Eingabe Rentenhöhe bei Rentenbeginn Geben Sie bitte den Bruttomonatsbetrag Ihrer ürsprünglichen Rente(n) aus der gesetzlichen Rentenversicherung (z.B. BfA-Rente, Witwen- oder Waisenrente etc.) in einer Summe ein. Wenn der Rentenbeginn bereits vor 2005 war, geben Sie bitte den Bruttomonatswert aus 2005 ein. Zusammen mit der Angabe zu Ihrem Rentenbeginn können wir den nicht zu versteuernden Anteil Ihrer aktuellen Rente berechnen.

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Aktuelle Bruttomonatsrente

Rentensteuer-Rechner: Eingabe aktuelle Rentenhöhe Geben Sie bitte den Bruttomonatsbetrag Ihrer aktuellen Rente(n) aus der gesetzlichen Rentenversicherung (z.B. BfA-Rente, Witwen- oder Waisenrente etc.) in einer Summe ein. Hiervon wird zunächst der steuerpflichtige Anteil anhand der Angaben zum Rentenbeginn ermittelt

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Beispiel-Berechnung Rentenbesteuerung 2024 - Herleitung wie in einer Steuertabelle

Herr Krämer hat 2010 seine erste Rente in Höhe von 1.500 Euro bezogen. In der Zwischenzeit ist die Rente gestiegen und beträgt im Jahr 2024 1.800 Euro.

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1. Berechnung Rentenfreibetrag

Der steuerpflichtige Rentenanteil bei Rentenbeginn 2010 betrug 60 Prozent von der zu diesem Zeitpunkt bezogenen Rente von 1.500 Euro. Die übrigen 40 Prozent waren steuerfrei. Dieser steuerfreie Betrag von 600 Euro monatlich bzw. 7.200 Euro jährlich wurde bei Herrn Krämer für alle künftigen Jahre als "Rentenfreibetrag" festgelegt.

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2. Berechnung Gesamtbetrag der Einkünfte

Von Herrn Krämers aktueller Jahresrente in Höhe von 21.600 Euro (1.800 mal 12) verbleibt nach Abzug des Rentenfreibetrags von 7.200 Euro ein Gesamtbetrag der Einkünfte von 14.400 Euro, sofern er außer der gesetzlichen Rente keine weiteren Einkünfte erzielt hat.

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3. Berechnung Zu versteuerndes Einkommen

Bevor nun Herrn Krämers Einkünfte versteuert werden, kann er noch einige Kosten absetzen: Er macht die Werbungskostenpauschale in Höhe von 102 Euro sowie die Sonderausgaben-Pauschale mit 36 Euro geltend. Zudem kann er seine monatlichen Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung und Pflegeversicherung als Vorsorgeaufwendungen in vollem Umfang geltend machen. Sein Beitragsanteil für die Krankenversicherung beträgt 7,3 Prozent zzgl. dem halben kassenindividuellen Zusatzbeitrag von 0,85 Prozent (Durchschnitt 2024). Der Anteil für die Pflegeversicherung beträgt 2024 weitere 3,4 Prozent. Diese insgesamt 11,55 Prozent der Bruttorente betragen 2.494,80 Euro. Herr Krämer kann zusammen mit der Werbungskosten- (102 Euro) und der Sonderausgabenpauschale (36 Euro) insgesamt 2.632,80 Euro vom Gesamtbetrag der Einkünfte absetzen, so dass sein zu versteuerndes Einkommen 11.767,20 Euro beträgt.

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4. Herleitung Abgabepflicht

Da Herrn Krämers Gesamtbetrag der Einkünfte oberhalb des 2024 geltenden Grundfreibetrags in Höhe von 11.604 Euro liegt, ist er zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet.

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5. Berechnung Steuerschuld

Für Herrn Krämers zu versteuerndes Einkommen wird gemäß Einkommensteuertarif die jährliche Einkommensteuer in Höhe von 23 Euro fällig. Aufgrund der geringen Einkommensteuer muss er keinen Solidaritätszuschlag leisten. Da Herr Krämer aus der Kirche ausgetreten ist, wurde Kirchensteuer in Höhe von je nach Bundesland 8 Prozent bzw. 9 Prozent der Einkommensteuer nicht berücksichtigt. Dies hätte eine zusätzliche Steuerbelastung von 1,84 Euro bzw. 2,07 Euro ergeben. Gegebenenfalls kann er das zu versteuernde Einkommen und damit die Steuerlast auch durch weitere absetzbare Kosten verringern. Dazu zählen Sonderausgaben, wie z.B. Spenden und Kirchensteuer oder auch außergewöhnliche Belastungen wie, Krankheitskosten oder die Bezahlung für eine Haushaltshilfe.

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Rentensteuerrechner: Rentenbesteuerung seit 2005

Seit dem Jahr 2005 wird bei der Besteuerung der Renten kein Unterschied mehr zwischen Ertragsteil und Renten oder Beamtenpensionen gemacht. In der Steuererklärung macht es also keinen Unterschied mehr, ob die monatlichen Einkünfte aus einer gesetzlichen Rentenversicherung, einer privaten Vorsorge oder aus vermieteten Immobilien oder Ähnlichem stammen. Im Ausgleich dazu wurden aber die Beträge, die im Laufe des Berufslebens fürs Alter zurückgelegt werden steuerlich begünstigt. Damit die entsprechende Begünstigung für alle gleichermaßen wirkt, hängt die Höhe der Besteuerung auch vom Jahr des Renteneintritts ab. Der Zeitpunkt Ihrer ersten Rentenzahlung sowie deren Höhe bestimmen den steuerlichen Freibetrag für Ihre Rente. Wie hoch die aktuelle steuerliche Belastung aussieht, hängt also auch davon ab, ob Ihre Alterseinkünfte seit Rentenbeginn gestiegen oder gesunken ist.

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Rentenbesteuerung als komplexe Berechnung

Wer im Jahr 2005 in Rente ging, konnte schließlich noch nicht von der steuerlichen Begünstigung der Versicherungsbeiträge profitieren. Daher wurde beschlossen, dass nur 50 Prozent der Alterseinkünfte zu versteuern sind. Mit jedem Jahr, in dem die Vergünstigung genossen werden kann, steigt der Anteil, der zu versteuern ist, um 2 Prozent. Seit dem Jahr 2020 beträgt die jährliche Steigerung nur noch 1 Prozent.

Damit nicht in jedem Jahr eine neue komplexe Berechnung durchgeführt werden muss, wird für jeden Rentner zu Beginn seiner Rente aus dem anfänglichen Einkommen und dem aktuellen Prozentsatz ein Freibetrag errechnet, der dann das ganze Leben über gilt. Steigt also das Einkommen nach dem Renteneintritt, steigt auch die prozentuale Belastung durch die Steuer. Sinkt das Einkommen später, muss durch den gleichbleibenden Freibetrag weniger Steuer gezahlt werden. Wenn die Rente so niedrig ist, dass keine Steuern bezahlt werden müssen, kann unter Umständen sogar auf die Steuererklärung verzichtet werden.

Quellenangaben

Insbesondere die Informationen folgender Quellen haben wir für die Themenwelt "Rentenbesteuerung" verwendet:

Letzte Aktualisierung

Diese Seite der Themenwelt "Rentenbesteuerung" wurde zuletzt am 06.12.2023 redaktionell überprüft oder ergänzt durch Michael Mühl. Sie entspricht dem aktuellen Stand.

Änderungen in Themenwelt "Rentenbesteuerung"

  • Hinterlegen der neuen Parameter für die Steuerberechnung 2024 im Rentensteuer-Rechner.
  • Anpassen aller Texte der Themenwelt "Rentenbesteuerung" an die Steuergesetzgebung für 2024
  • Geplante Änderungen des Besteuerungsanteils auf die Rente: Informationen zum Wachstumschancengesetz auf der Seite des Rentensteuer-Rechners
  • Hinterlegen der neuen Parameter für die Steuerberechnung 2023 im Rentensteuer-Rechner.
  • Anpassen aller Texte der Themenwelt "Rentenbesteuerung" an die Steuergesetzgebung für 2023
  • Berücksichtigung des für 2022 rückwirkenden Steuerentlastungspakets im Rentensteuer-Rechner
  • Erweitern der Themenwelt um die Ratgeberartikel Altersentlastungsbetrag und Tabelle Rentenfreibeträge
  • Redaktionelle Überarbeitung dieser Seite
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