Gasverbrauch von Kubikmeter in KWh umrechnen

Ihr Gaszähler erfasst die verbrauchte Gasmenge in Kubikmeter (m3). Die Abrechnung des bezogenen Gases erfolgt jedoch in Kilowattstunden (kWh). Mit dem Rechner zur Umrechnung des Gasverbrauchs können Sie selbst ermitteln, wie sich Ihr Zählerstand auf die kommende Rechnung auswirkt.

Thermische Abrechnung

Den Vorgang zur Umrechnung der über den Gaszähler abgenommenen Kubikmeter Erdgas in Kilowattstunden nennt man "Thermische Abrechnung". Berücksichtigt wird dabei das Regelwerk der Deutschen Vereinigung des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW), welches im Arbeitsblatt G 685 "Gasabrechnung" niedergeschrieben ist.

Brennwert

Dieser Wert wird vom zuständigen Versorger oder Netzbetreiber zur Verfügung gestellt und befindet sich auch auf Ihrer jährlichen Gasabrechnung. Der Brennwert ist ein Maß für die im Gas enthaltene Wärmeenergie und zeigt an, wie viel Energie in einem normierten Kubikmeter Erdgas steckt. Da Erdgas ein Naturprodukt ist, unterliegt dessen Brennwert gewissen Schwankungen, weshalb der Abrechnungsbrennwert mindestens monatlich durch die Gasversorger ermittelt wird. In Deutschland unterscheidet man grundsätzlich zwischen zwei Gas-Sorten:

  • L-Gas stammt aus den Niederlanden und Norddeutschland und hat einen relativ geringen Brennwert zwischen 8 und 10
  • H-Gas stammt aus der Nordsee und den GUS-Staaten und hat einen relativ hohen Brennwert zwischen 10 und 12

Zustandszahl

Auch dieser Wert wird vom zuständigen Versorger oder Netzbetreiber zur Verfügung gestellt und befindet sich auch auf Ihrer jährlichen Gasabrechnung. Sollte dieser Wert nicht zur Verfügung steht, können Sie in der links angeordneten Auswahlbox des Rechnes auch "Höhe ü.NN" selektieren, um dort alternativ die geodätische Höhe der Position Ihres Gaszählers anzugeben.

Wozu die Zustandszahl?

Das Volumen, also die Ausdehnung von Gas hängt stark von Temperatur und Druck ab. Es dehnt sich bei steigenden Temperaturen und nachlassendem Druck aus. In diesem Zustand ist es weniger konzentriert als zuvor. Deshalb wird zwischen Normzustand und Betriebszustand des Gases unterschieden. Der Betriebszustand ist der Zustand des Gases an Ihrem Gaszähler. Die Abrechnung erfolgt jedoch auf der Grundlage des Normzustands. Die Zustandszahl beschreibt das Verhältnis des Gasvolumens vom Normzustand zum Gasvolumen im Betriebszustand. Mit diesem Faktor wird das gelieferte Gas an Ihrer Abnahmestelle in den Normzustand zurückgerechnet.

Normzustand

Der Normzustand von Gas ist definiert bei 0 Grad Celsius und mittlerem Lufdruck auf Meereshöhe. So verfügt man über einen genormten Kubikmeter Erdgas, auf den Gas im Betriebszustand mit Hilfe der Zustandszahl umgerechnet werden kann.

Betriebszustand

Für den Betriebszustand wird bundesweit eine Temperatur von 15 Grad Celsius zugrundegelegt. Es verbleiben zwei individuelle Faktoren für den Druck im Betriebszustand: Der Leitungsdruck, welcher gewöhnlich 22-23 mbar beträgt, und der Luftdruck, der abhängig von der Höhenlage der Abnhamestelle ist. Hierzu werden zur Schaffung einheitlicher Abrechnungsgebiete die Netze und Teilnetze eines Netzbetreibers in einzelne Höhenzonen unterteilt. Diese Höhenzonen können bis zu 100 m umfassen, woraus der mittlere Höhenwert zugrunde gelegt wird.

Höhe ü.NN als Ersatz für die Zustandszahl

Anhand der Höhe Ihrer Abnahmestelle über dem Meeresspiegel kann der Rechner eine sehr genaue Näherung an die sogenannte Zustandszahl des Versorgers bzw. Netzbetreibers berechnen, falls Ihnen diese nicht zur Verfügung steht. Im Unterschied zur Berechnung der Zustandszahl wird hier die genaue Höhe statt einer Höhenzone zugrunde gelegt. Ein Leitungsdruck von 22 mbar, welcher für Haushalte und Kleinbetriebe üblich ist, wird zudem angenommen.


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