Berechnen Sie die Kosten zur Beantragung eines Erbscheines

Der Rechner unterstützt Sie bei der Berechnung der aktuellen Gebühren bzw. Kosten für die Erteilung eines Erbscheins. Unter Berücksichtigung des Nachlasswerts werden alle für den Erbschein vorgesehenen Gebühren gemäß des Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) berechnet.

Eingabehilfe zum Erbschein-Rechner

Der Erbschein-Rechner berechnet die Gebühren bei der Beantragung des Erbscheins. Dazu muss lediglich die Höhe der Erbschaft bzw. der Wert des Nachlasses angegeben werden. Die Berechnung erfolgt auf Basis der Gebührentabelle für Erbscheinkosten gemäß § 34 des GNotKG.

Nachlasswert

Geben Sie bitte den Nachlasswert bzw. den Wert der Erbschaft abzüglich der Erblasserschulden an. Erbfallschulden werden hingegen nicht abgezogen. Dazu gehören z.B. die Beerdigungskosten, ebenso wie alle anfallenden Gebühren, die Erbschaftssteuer, die Kosten für einen Nachlasspfleger und die Testamentseröffnung. Wenn es nur um das Erbrecht als Miterbe geht, geben Sie bitte den Nachlasswert gemäß der Erbquote an, um die Kosten für einen sogenannten Teilerbschein zu erhalten. Die Gebühren für die Erteilung des Erbscheins richten sich nach dem Nachlasswert und werden im Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) geregelt. Die Höhe der Gebühren steigt degressiv mit dem Nachlasswert.

Tipp

Übrigens können Sie die Kosten für den Erbschein als Sonderausgaben steuerlich geltend machen.

Beispiel für die Berechnung der Kosten eines Erbscheins

Herr Müller erbt von seinem verstorbenen Vater 100.000 Euro Barvermögen sowie eine Immobilie mit einem Marktwert (Verkehrswert) von 300.000 Euro. Diese Immobilie ist mit einer Grundschuld von 150.000 Euro belastet. Zur Vorlage beim Grundbuchamt benötigt Herr Müller einen Erbschein.

1. Berechnung des Nachlasswerts für die Eingabe

Berechnung Nachlasswert (Geschäftswert) als Grundlage zur Ermittlung der Erbschein-Gebühren
Barvermögen100.000 €
+ Verkehrswert der Immobilie300.000 €
− Grundschuld150.000 €
= Nachlasswert bzw. Geschäftswert250.000 €

2. Berechnung der Gebühren für die Erteilung des Erbscheins

Für die Erteilung des Erbscheins wird nach Nr. 12210 KV GNotKG vom Nachlassgericht eine 1,0-Gebühr erhoben. Die Höhe dieser Gebühr ist abhängig vom Nachlasswert. Je höher der Wert der Erbschaft, desto teurer wird der Erbschein.

Bei einem Nachlasswert in Höhe von 250.000 Euro wird für die Erteilung des Erbscheins für Herrn Müller eine Gebühr von 535 Euro durch das Nachlassgericht erhoben.

3. Berechnung der Gebühren für die Beurkundung einer eidesstaatlichen Versicherung

Im Rahmen der Beantragung des Erbscheins muss der Antragsteller regelmäßig beim Nachlassgericht eine eidesstattliche Versicherung hinsichtlich der Richtigkeit der von ihm gemachten Angaben abgeben. Für die vom Nachlassgericht vorzunehmende Beurkundung dieser eidesstattlichen Versicherung entsteht neben der Gebühr für die Erteilung des Erbscheins eine weitere 1,0-Gebühr nach Nr. 12210 Abs. 2 KV GNotKG.

Bei einem Nachlasswert in Höhe von 250.000 Euro wird für die Beurkundung der eidesstaatlichen Versicherung für Herrn Müller eine Gebühr von weiteren 535 Euro durch das Nachlassgericht erhoben.

4. Berechnung der Gesamtgebühr

Schließlich berechnet sich die gesamten Kosten für den Erbschein aus den Gebühren für die Erteilung des Erbscheins sowie für die Beurkundung der eidesstaatlichen Versicherung.

Herrn Müller werden für die Ausstellung des Erbscheins insgesamt 1.070 Euro berechnet.

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Recht