Hinzuverdienstgrenzen bei der Erwerbsminderungsrente

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  • Erwerbsminderungsrenten-Rechner
    Mit dem Erwerbsminderungsrenten-Rechner berechnen Sie die Höhe der Rente sowohl bei teilweiser als auch bei voller Erwerbminderung. Sie erfahren, wieviel Sie trotz Rentenbezug hinzuverdienen dürfen und ob Sie ein Anrecht auf gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente haben. Zudem erhalten Sie die Höhe der Erwerbsminderungsrente bei einer Wartezeit von mindestens 35 Jahren. Dabei erhalten sie detaillierte Zusatzinformationen zu den verschiedenen Erwerbsminderungsrenten und die Herleitung sämtlicher Berechnungen.

Bei einer Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung ist berücksichtigt, dass Sie im Rahmen Ihres Leistungsvermögens zum Beispiel noch in einer Teilzeitbeschäftigung berufstätig sind. Bei der Rente wegen voller Erwerbsminderung dürfen Sie nur in begrenztem Umfang etwas zu Ihrer Rente hinzuverdienen. Ob und wie sich Ihr Verdienst aus einer Beschäftigung auf Ihre Rente auswirkt, können Sie hier nachlesen.

Hinzuverdienstgrenze bei voller Erwerbsminderung

Bei der Rente wegen voller Erwerbsminderung gibt es eine fixe, rentenunschädliche Hinzuverdienstgrenze in Höhe von 6.300 € je Kalenderjahr (also 525 € monatlich). Der Hinzuverdienst wird dabei jährlich mit dieser Hinzuverdienstgrenze verglichen. So können Sie zum Beispiel nur Teilzeiträume im Jahr arbeiten und auch mit einem Verdienst von über 525 € Euro monatlich die Hinzuverdienstgrenze einhalten.

Hinzuverdienstgrenze bei teilweiser Erwerbsminderung

Die jährliche Hinzuverdienstgrenze bei einer Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung orientiert sich individuell an Ihrem höchsten beitragspflichtigen Jahreseinkommen der letzten 15 Jahre. Die Entgeltpunkte des Kalenderjahres mit den höchsten Entgeltpunkten aus den letzten 15 Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung, mindestens jedoch 0,5 Entgeltpunkte, werden vervielfältigt mit dem 0,81fachen der jährlichen Bezugsgröße.

Die Hinzuverdienstgrenze im Jahr 2018 liegt daher bei mindestens

Minimale Hinzuverdienstgrenze 2018
Entgeltpunkte0,5
× Faktor0,81
× Bezugsgröße36.540,00 Euro
= Hinzuverdienstgrenze14.798,70 Euro

Infos zur Bezugsgröße

Die Bezugsgröße ist definiert als das Durch­schnitts­entgelt der gesetzlichen Renten­versicherung im vorver­gangenen Kalenderjahr und beträgt 2018 36.540 Euro. Die Anbindung an diese Bezugsgröße erspart die jährliche Anpassung von Rechengrößen in vielen Vorschriften der Sozial­versi­cherung. Für die Hinzu­verdienst­grenze bei der Erwerbs­min­derungs­rente gilt da­bei die Be­zugs­grö­ße West bun­des­ein­heit­lich.

Bei Überschreiten der Hinzuverdienstgrenze Anrechnung auf Rente

Liegt der jährliche Hinzuverdienst über der Hinzuverdienstgrenze, wird der darüberliegende Betrag durch zwölf geteilt. Davon werden Ihnen dann 40 Prozent von der monatlichen Rente abgezogen.

Hinzuverdienstdeckel

Neben der Hinzuverdienstgrenze gibt es noch den Hinzuverdienstdeckel, der die Obergrenze für den Hinzuverdienst bildet. Der über dem Hinzuverdienstdeckel liegende Betrag wird zu 100 Prozent auf die verbliebene Teilrente angerechnet. Damit wird vermieden, dass das aktuelle Einkommen zusammen mit der Rente höher ist, als das Einkommen vor Bezug der Rente. Der Hinzuverdienstdeckel setzt sich aus der Summe der monatlichen Erwerbsminderungsrente und der auf den Monat heruntergerechneten Hinzuverdienstgrenze zusammen.

Das zählt zum Hinzuverdienst

Als Hinzuverdienst gelten der Bruttoverdienst aus abhängiger Beschäftigung, Einkünfte aus Gewerbebetrieb, aus selbständiger Arbeit und aus Land- und Forstwirtschaft, sowie bestimmte Sozialleistungen.

Die 10 wichtigsten Fragen zu Rente bei Erwerbsminderung

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