Kilometerpauschale - und der Unterschied zur Pendlerpauschale

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    Ermitteln Sie - getrennt oder zusammen - die Rückerstattung der Pendlerpauschale bei Ihrer Steuererklärung durch Eingabe Ihres Jahreseinkommens, der Entfernung zur Arbeitsstätte sowie der Anzahl Ihrer jährlichen Arbeitstage.
Die Kilometerpauschale ist der offizielle Begriff für die bekannte Pendlerpauschale. Der umgangssprachliche Ausdruck erwuchs zum Teil aus dem Versuch, eine steuerliche Absetzung der Wegkosten erst ab dem 20. Kilometer möglich zu machen. In diesem Falle wären Pendler tatsächlich im Vorteil gegenüber Arbeitnehmern mit kürzerem Arbeitsweg gewesen. Da dies aber dem Gleichheitsgrundsatz zwischen den Steuerpflichtigen widersprechen würde, gilt die Kilometerpauschale nicht nur für Pendler, sondern für alle Arbeitnehmer unabhängig von der Entfernung zwischen Wohnort und Arbeitsstelle.

Kilometerpauschale: 30 cent ab dem ersten Kilometer

Schon ab dem ersten Kilometer kann ein Arbeitnehmer für jeden Arbeitstag, an dem die Strecke zur Arbeit zurückgelegt wurde, 30 Cent pro Kilometer von der Steuer absetzen. Dies bedeutet, dass dieser Betrag vom Jahreseinkommen abgezogen wird, bevor die Steuerlast berechnet wird. In den Beträgen, die mit der Kilometerpauschale abgerechnet werden, sind sämtliche Fahrtkosten wie etwa Benzin oder neue Reifen bereits abgegolten. Wie hoch also die tatsächlichen Kosten für den Arbeitsweg sind, wird im Rahmen der Kilometerpauschale nicht gefragt. Auf diese Weise sind Arbeitnehmer, die ihren Arbeitsweg zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen im Vorteil gegenüber den Autofahrern. Obwohl der Arbeitsweg nur sehr geringe Kosten verursacht, kann die volle Kilometerpauschale geltend gemacht werden. Wer nicht mit dem eigenen PKW zur Arbeit fährt, kann allerdings die Pauschale nur bis zu einem Wert von 4500 Euro geltend machen. Dies entspricht bei 220 Arbeitstagen in etwa einem Arbeitsweg von knapp 70 Kilometern, was mit dem Fahrrad schon eine ordentliche Leistung wäre.

Kilometerpauschale berechnen

Nutzen Sie unseren Rechner zur Kilometerpauschale um sofort online zu ermitteln, wie viel Steuern Sie auf Grundlage Ihres Arbeitsweges sparen können.

Öffentliche Verkehrsmittel

Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt, kann zwischen der Kilometerpauschale und einer exakten Abrechnung der Fahrtkosten wählen. Falls also die Fahrkarte für den Zug mehr als 30 Cent pro Kilometer kostet, kann auch der gesamte Fahrpreis abgesetzt werden. Bei Arbeitswegen, die mit dem Flugzeug zurückgelegt werden, ist eine Anerkennung der Kilometerpauschale grundsätzlich nicht vorgesehen. Hier kann immer nur der exakte Preis für das Flugticket abgesetzt werden. Das Gleiche gilt bei Sammelbeförderungen, die vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellt werden. Wenn hierfür keine Bezahlung verlangt wird, können auch keine Wegkosten von der Steuer abgesetzt werden.

Kilometerpauschale: Unterschied für Behinderte Menschen

Für Behinderte, die mindestens einen Behinderungsgrad von 70 aufweisen oder ab einem Grad von 50 im Behindertenausweis eine Kennzeichnung für eine Gehbehinderung aufweisen können, sind die Mehrkosten der Arbeitswege mit der Kilometerpauschale noch nicht abgegolten. Wenn für die behinderten Personen Mehrkosten aufkommen, die etwa durch Mautgebühren oder teurere aber dafür behindertengerechte Fahrzeuge entstehen, können diese Mehrkosten geltend gemacht werden. Wie bei jedem Arbeitnehmer gilt aber immer nur die kürzeste Wegstrecke von der Wohnung, die den Lebensmittelpunkt bildet, bis zur Arbeitsstelle. Nachteile gibt es auch für Arbeitnehmer, die den Weg an einem Tag mehr als einmal zurücklegen müssen. Pro Kalendertag ist immer nur ein Arbeitsweg anzugeben. Wer aufgrund von Schichtarbeit häufiger pendeln muss, wird nicht berücksichtigt.
 

Die 10 wichtigsten Fragen zu Pendlerpauschale

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