Schenkungssteuer - Was ist bei einer Schenkung zu beachten und mit welcher Steuer müssen Sie rechnen.

Nutzen Sie unseren Schenkungssteuerrechner um die zu erwartende Besteuerung einer Schenkung zu berechnen.

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Die wichtigsten Fragen zum Thema Schenkung und Schenkungssteuer

  • 01.

    Wer muss Schenkungssteuer bezahlen?
    Schenkungssteuer muss jeder zahlen, der einen Wert ohne Gegenleistung überlassen bekommt (Schenkung), der den jeweiligen Freibetrag übersteigt. Dies bezieht sich auch auf Wertüberlassungen, die als Vorschuss auf das Erbe oder als Abfindung für einen Erbverzicht ausgezahlt werden. Der Freibetrag richtet sich nach der verwandtschaftlichen Beziehung zwischen Schenker und Beschenktem.

  • 02.

    Wie hoch ist die Schenkungssteuer?
    Bei Schenkungen gelten die gleichen Steuersätze wie bei der Erbschaftssteuer. Je nach dem Verwandtschaftsgrad und der Höhe des Betrages gelten Steuersätze zwischen 7 und 50 %. Vor der Berechnung werden jedoch die Freibeträge abgezogen.

  • 03.

    Gibt es Freibeträge?
    Ja. Je nach Verwandtschaftsgrad kann alle zehn Jahre ein Freibetrag zwischen 20 000 und 500 000 Euro geltend gemacht werden. Der niedrigste Betrag gilt dabei für Nichtverwandte und etwas entferntere Verwandte wie Großeltern und Urenkel. Weitere Infos im Artikl Freibetrag bei der Schenkungssteuer

  • 04.

    Welchen Freibetrag hat der Ehepartner?
    Ehegatten und eingetragene Lebenspartner können einander bis zu 500 000 Euro alle zehn Jahre steuerfrei schenken.

  • 05.

    Was ist der Versorgungsfreibetrag?
    Der Versorgungsfreibetrag gilt nur im Erbfall nach dem Tod eines nahen Angehörigen. Ehegatten, Lebenspartner und Kinder können diesen zusätzlich zum Freibetrag geltend machen, sofern sie keine eigenen Versorgungsleistungen erhalten.

  • 06.

    Wie werden Immobilien in der Schenkungssteuer berechnet?
    Für Immobilien wird in der Regel der Verkehrswert des Gebäudes herangezogen. Sofern ein selbst genutztes Wohneigentum unter Ehegatten oder Lebenspartnern zur Mitnutzung verschenkt wird, bleibt diese Schenkung steuerfrei. Vermietete Wohnimmobilien sind für alle Beschenkten steuerlich begünstigt. 10% ihres Verkehrswertes sind steuerfrei.

  • 07.

    Worin besteht der Unterschied zur Erbschaftssteuer?
    Ein Geschenk wird generell unter Lebenden überreicht. Im Grunde handelt es sich jedoch um die gleiche Steuer, weshalb Geschenke, die innerhalb der letzten zehn Jahre vor dem Tod des Erblassers gemacht wurden, bei der Erbschaftssteuer berücksichtigt werden. Folgende steuerliche Unterschiede bestehen jedoch bei Schenkungen im Gegensatz zu Erbschaften:

    • es gibt keine Versorgungsfreibeträge
    • selbstgenutzetes Wohneigentum ist nur für Ehegatten und Lebenspartner steuerfrei, jedoch nicht für die Kinder
    • Eltern sowie Groß- und Urgroßeltern werden für die Besteuerung der Schenkung in eine ungünstigere Steuerklasse eingeordnet.

    Alle Infos zur Erbschaftsteuer gibt es in unserem Ratgeber Erbschaftssteuer

  • 08.

    Wie muss ich eine Schenkung dem Finanzamt melden?
    Wer einen größeren Betrag oder ein Vermögen geschenkt bekommt, muss dies innerhalb von drei Monaten beim Finanzamt melden. Die Meldung muss sowohl vom Beschenkten als auch vom Schenkenden beim Finanzamt eingehen. Neben den Personendaten der Beteiligten und dem Gegenstand des Geschenkes muss die Mitteilung auch das verwandtschaftliche Verhältnis zwischen beiden enthalten. Die Mitteilungspflicht entfällt, wenn die Schenkung bei einem Notar oder vor einem Gericht beurkundet wurde, da diese ihrerseits auch eine Meldepflicht haben. In der Steuererklärung wird das Geschenk in dem dafür vorgesehenen Schenkungsformular eingetragen.

  • 09.

    Kann man die Schenkungssteuer vermeiden?
    Die Schenkungssteuer lässt sich vermeiden, indem innerhalb von zehn Jahren immer nur der Freibetrag verschenkt wird. Dies sind bei den eigenen Kindern immerhin 400 000 Euro. Außerdem kann statt der Schenkung eines Barvermögens eine Wertanlage erworben werden, die gesetzlich begünstigt ist. Hierzu würden beispielsweise Kunstwerke von öffentlichem Interesse zählen. Diese dürfen dann frühestens zehn Jahre nach der Schenkung veräußert werden, sonst muss die Schenkungssteuer nachträglich gezahlt werden.

  • 10.

    Gibt es eine Schenkungssteuererklärung?
    Das Finanzamt verfügt über spezielle Vordrucke, in welchen der Beschenkte die Höhe seiner Steuer selbst berechnen und eintragen muss. Sofern die Schenkung über einen Notar oder ein Gericht beurkundet wurde, kann der Beschenkte darauf warten, dass das Finanzamt die Abgabe dieser Steuererklärung verlangt. Die Frist für die Abgabe beträgt in diesem Fall mindestens einen Monat.

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