Rente - Alles zum Thema Rentenbeginn und Renteineintrittsalter

Erfahren Sie mehr, ab wann Sie im Alter in Rente gehen können. Sie erhalten zahlreiche Informationen zu den möglichen Altersrenten, den Voraussetzungen dafür und dem vom Geburtsjahr abhängigen Rentenbeginn. Neben den wichtigsten Fragen und Antworten können Sie sich mit unserem Rentenbeginn-Rechner informieren, ab welchem Renteintrittsalter und ab welchem Datum die möglichen Renten beginnen. Dort erhalten Sie ebenso Informationen zu den Abschlägen bei vorzeitiger Inanspruchnahme, also bei früherem Beginn der Rente.

Mit unserem Rentenrechner können Sie übrigens auch die voraussichtliche Höhe Ihrer künftigen Rente berechnen.

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Die 10 wichtigsten Fragen zum Thema Rentenbeginn und Renteneintrittsalter

  • 01.

    Seit wann gelten die neuen Regelungen zum Renteneintritt?

    Deutsche Arbeitnehmer werden immer älter, gleichzeitig erblicken deutlich weniger Kinder das Licht der Welt als früher. Damit müssen immer weniger Beitragszahler der gesetzlichen Rentenversicherung die Renten für die ältere Generation aufbringen. Bereits im April 2007 beschloss die Bundesregierung mit dem Rentenversicherungs-Altersgrenzenanpassungsgesetz grundlegende Änderungen zum Beginn der Altersrente. Während bisher der Renteneintritt mit 65 Jahren möglich war, wird ab dem Jahr 2029 für die meisten Arbeitnehmer das Rentenalter auf 67 Jahre angehoben. Erreicht wird das durch eine schrittweise Anhebung der Lebensarbeitszeit, beginnend im Jahr 2012 mit dem Jahrgang 1947. Alle Arbeitnehmer, die zwischen dem Jahr 1947 und 1963 geboren worden sind, müssen sich ihren möglichen Renteneintritt also erst ausrechnen.

  • 02.

    Gibt es Unterschiede zwischen Männern und Frauen?

    Viele Jahre lang durften Frauen in Deutschland früher in Rente gehen als Männer. Diese Unterschiede zwischen weiblichen und männlichen Arbeitnehmern werden heute nicht mehr gemacht. Die Regelungen zum Renteneintrittsalter gelten für beide Geschlechter.

  • 03.

    Welche Jahrgänge dürfen wie in Rente gehen?

    Das Gesetz zur Anhebung des Renteneintrittsalters sah die erste Anhebung der Lebensarbeitszeit für das Jahr 2012 vor. Wer zu diesem Zeitpunkt in Rente gehen wollte, war Jahrgang 1947 und 65 Jahre alt. Der Rentenbeginn verschob sich auf 65 Jahre und einem Monat. Jahrgang 1948 durfte dann im Jahr 2013 mit 65 Jahren und zwei Monaten in Rente gehen – so wird bis zum Jahr 2024 das Rentenalter auf 66 Jahre angehoben. Danach geht es in Schritten von zwei Monaten weiter. Für den dann kommenden Geburtsjahrgang 1959 liegt das Renteneintrittsalter bei 66 Jahren und zwei Monaten, Jahrgang 1960 geht mit 66 Jahren und vier Monaten in Rente. Im Jahr 2029 ist die Anpassung beendet, dann gehen alle 1964 geborenen Arbeitnehmer mit 67 Jahren in die Altersrente.

  • 04.

    45 Jahre Beiträge für die Rente – wann kann man Rente beziehen?

    Wer frühzeitig im Arbeitsleben stand, hat über viele Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt. Nach 45 Jahren Wartezeit kann ein besonders langjährig Versicherter, so die offizielle Bezeichnung, ohne Abschläge zwei Jahre früher in Rente gehen. Geburtsjahrgänge vor 1953 durften mit 63 Jahren Altersrente beziehen. Für die folgenden Jahrgänge greifen auch hier die Regelungen zur Anhebung des Rentenalters. Allerdings verlängert sich die Lebensarbeitszeit jedes Jahr um zwei Monate. Für im Jahr 1953 geborene Arbeitnehmer liegt das Renteneintrittsalter bei 63 Jahren und zwei Monaten, der Jahrgang 1954 darf mit 63 Jahren und 4 Monaten Rente beziehen. Ab dem Geburtsjahr 1964 liegt der Renteneintritt dann für besonders langjährig Versicherte bei 65 Jahren.

  • 05.

    Unter welchen Bedingungen ist ein frühzeitiger Renteneintritt mit Abschlägen möglich?

    Nach 35 Jahren Beitragszahlung gelten Arbeitnehmer als langjährig versichert. Sie dürfen schon ab dem 63. Lebensjahr in Rente gehen, allerdings mit deutlichen Abschlägen. Diese liegen bei 0,3 Prozent je Monat. Arbeitnehmer, die 48 Monate vor ihrem regulären Renteneintritt ihre Berufstätigkeit aufgeben möchten, müssen also immerhin mit 14,4 Prozentpunkten Abzügen im Monat leben. Da durch die frühere Rente auch keine Beiträge mehr geleistet werden, fällt die Rente ebenfalls niedriger aus.

  • 06.

    Beeinflussen Wartezeiten den Rentenbeginn?

    Grundlage für die Rentenberechnung sind die beitragspflichtigen Arbeitsjahre. Welche Zeiten außerdem anerkannt werden, ist unterschiedlich. Altersrente kann beantragen, wer mindestens 5 Jahre Beiträge gezahlt hat. Hier werden auch die Zeiten für die Kindererziehung anerkannt, Wehrdienst- oder Zivildienstzeiten sowie Entgeltersatzzahlungen. Hinzu kommen auch Zeiten aus einem Versorgungsausgleich. Bei der Wartezeit von 35 Jahren (für die langjährigen Versicherten) werden außerdem das Mutterschutzgeld, Arbeitslosengeld, Krankheit und Rehabilitation berücksichtigt. Bei der Wartezeit von 45 Jahren (für besonders langjährige Versicherte) erkennt die Rentenversicherung zusätzlich auch Zeiten freiwilliger Beitragszahlungen an.

  • 07.

    Wann können Bezieher einer Erwerbsminderungsrente reguläre Rente erhalten?

    Rentenzahlungen für eine teilweise oder vollständige Erwerbsminderung werden bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze geleistet. In der Regel erhalten die Rentner also dann mit 67 Jahren Altersrente.

  • 08.

    Welche Regelungen gelten für Schwerbehinderte?

    Personen mit einer Behinderung von mehr als 50 Prozent konnten früher mit 63 Jahren Altersrente beziehen, letztmalig galt das für den Geburtsjahrgang 1951. Auch hier sind die Lebensarbeitszeiten angehoben worden. Im Jahr 2017 müssen Schwerbehinderte bei ihrem Rentenbeginn schon 63 Jahre und acht Monate alt sein. 2029 wird die schrittweise Anpassung um zwei Monate beendet sein, dann geht der Jahrgang 1964 mit 65 Jahren in Altersrente.

  • 09.

    Arbeitslos und kein Job in Aussicht – kann ich in Rente gehen?

    Für ältere Arbeitnehmer ist es schwer, eine neue Anstellung zu finden. Doch die besonderen Regelungen für einen vorzeitigen Renteneintritt, die das Sozialgesetzbuch vorsehen, gelten nur für die Jahrgänge bis 1951. Im Jahr 2018 werden die letzten Versicherten mit 67 Jahren in Rente gehen können, die davon profitieren könnten. Dann sind diese Regelungen ausgelaufen.

  • 10.

    Wird das Renteneintrittsalter weiter verschoben?

    Die Prognosen der Wirtschaftsexperten sagen voraus, dass die Beitragszahlungen der Arbeitnehmer künftig nicht ausreichen werden, um das Rentenniveau zu halten. Viele erwarten daher in den nächsten Jahren weitere Anpassungen des Renteneintrittsalters. Hochrechnungen sprechen vom Rentenbeginn mit 73 Jahren. Wie die Bundesregierung und die Rentenversicherung dieses Thema lösen, bleibt abzuwarten.

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